Zero-Waste
Nachhaltigkeit,  Werbung

Was ist eigentlich “Zero Waste”?

Zero Waste ist so einiges. Es ist zum Beispiel ein Prinzip der Nachhaltigkeit. Eine Lebenseinstellung. Aber worum geht es dabei denn eigentlich?

Keine unnötigen Materialien mehr

Das Prinzip des Zero Waste beschäftigt sich längst nicht mehr nur mit dem Umstand, den eigenen Verpackungsmüll möglichst stark einzudämmen und irgendwann einmal vollständig auf Umverpackungen zu verzichten. Aber auch unnötige Materialien in Produkten sollten weitestgehend aus dem eigenen Alltag gestrichen werden.

  • Shampoo besteht aus vielen kleinen Partikeln und Inhaltsstoffen, die oft ganz schön schädlich sein können. Nebenher gesagt nicht nur für die Umwelt, sondern auch für uns. Anstatt also industrielle Produkte zu kaufen greift man auf Hausmittel zurück und macht sein Shampoo selbst – oder kauft vegane Festshampoo-Alternativen, die optisch einer Seife ähneln und im Prinzip auch genauso funktionieren. Dasselbe macht man mit allen möglichen anderen Haushaltsartikeln, wie Seife, Zahnpasta, Waschmittel und sogar Parfüms.
  • Anstatt ganz normal im Supermarkt einzukaufen, wo noch jede Menge Plastik und sinnloser Verpackungskram auf einen wartet, sucht man gezielt sogenannte Unverpackt-Shops auf, um dort mit eigenen Gefäßen hinzukommen und dann einzukaufen.
  • Anstelle der klassisch-industriellen Zahnbürste nutzt man ein Bambsumodell, das viel schonender für die Umwelt ist, wenn es erst einmal ausgetauscht werden muss. Einfach schon deswegen, weil all die Zahnbürsten, die wir bis jetzt in unserem Leben benutzt haben, noch immer nicht annähernd verrottet sind.
  • Strohhalme werden aus Metall gekauft, damit sie abgewaschen werden können.
  • Wattepads gehören der Geschichte an und werden mit kleinen Baumwolltüchern ersetzt.
  • Anstelle von Kunststoffbeuteln nutzt man zum Beispiel Bienenwachstücher oder wiederverwendbare Beutel.

Das sind nur mal ein paar Beispiele, die Liste lässt sich beliebig weiterführen.

Ein übertragbares Prinzip

Vorhin habe ich erwähnt, dass Zero Waste nicht nur ein Prinzip, sondern eine Lebenseinstellung ist. So ist es möglich, sich aktiv im Müll sammeln zu betätigen oder andere Schritte zu tätigen, um die Umwelt weiter zu schützen.

Das Einsammeln von herumliegendem Müll nennt man übrigens auch Plogging. Hierfür gibt es aktuell eine neue App, die durch eine Community all jene vernetzt, die sich daran beteiligen wollen: SweepAR. Seht euch folgendes Video an, um Näheres dazu zu erfahren:

Was kann man sonst noch für die Umwelt tun, um dem Zero Waste Prinzip treu zu bleiben?

  • Umweltfreundliche Suchmaschinen verwenden. Den meisten ist zumindest der Name Ecosia schon einmal untergekommen. Wer sich diese Suchmaschine herunterlädt und bei jeder einzelnen Sucheingabe Werbeeinnahmen für dieses Unternehmen generiert, unterstützt die Anpflanzung verschiedener Bäume in zum Teil ökologisch schon sehr schwierigen Gegenden unserer Welt.
  • Mehr mit dem Fahrrad fahren.
  • Achtsamer mit seinem Einkauf umgehen und damit auch gleich Lebensmittelverschwendung vermeiden.
  • Gebrauchte Waren verwenden. Nur, weil etwas weggegeben wird, hat es noch lange nicht an Qualität verloren. Oftmals sortieren Menschen ihre Kleiderschränke aus und bemerken erst dabei, wie viele Stücke sie überhaupt besitzen, die sie bis dato noch nicht einmal getragen haben.
  • Urlaub in der Region machen. Stichwort lokale Wirtschaft: In der eigenen Umgebung gibt es oft sehr viel mehr schöne Urlaubsorte, als man zunächst vermutet. Wunderschöne Almhütten, atemberaubende Skigebiete oder auch Naturschutzgebiete mit herausragenden Wanderwegen – Erholung in jedem Fall garantiert!
  • Auf Bauernmärkten einkaufen. Noch etwas, mit dem man die lokale Wirtschaft unterstützt, sind Bauernmärkte. Nicht nur, dass man hierbei die Bauern aus der eigenen Region darin unterstützen kann, den eigenen Betrieb weiterzuführen. Man spart auch eine Menge Müll, denn Umverpackungen gibt es hier nicht. Mit Glasgefäßen, Eierkartons und Stofftaschen ausgerüstet begibt man sich auf den Markt und geht mit einem herausragenden Gefühl und vielen gesunden Bio-Lebensmitteln wieder nach Hause.
  • Auf wiederverwendbare Produkte umsteigen. Eine Sache, welche das Zero Waste Prinzip unumgänglich mit sich bringt, ist der Einsatz von wiederverwendbaren Produkten. Das beginnt schon bei kleineren Artikeln, wie einem Edelstahl Strohhalm anstatt der Plastik Alternative und endet bei der Thermoskanne, die man jeden Tag mit ins Büro nimmt.

Sollte es noch einen Anreiz brauchen, um überhaupt erst herauszufinden, welche Produkte aus dem eigenen Haushalt auf wiederverwendbare Alternativen umgestellt werden können, lohnt es sich übrigens, eine kleine Liste darüber anzulegen. Nach und nach werden die einzelnen Produkte dann umgestellt – der Umwelt und durchaus auch der eigenen Gesundheit zuliebe.

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