Ziele erreichen
Achtsamkeit

Die eigenen Ziele in die Tat umsetzen: Ein How-To dafür

Das eigene Unternehmen gründen, eine Weltreise starten oder auch einfach nur schaffen, eine tägliche Routine zu etablieren; wir alle haben Ziele. Für manche spielen sie insbesondere zum Jahresbeginn eine Rolle, wenn man für sich gute Vorsätze beschließt. Ein guter Zeitpunkt für einen solchen Ratgeber.

Mit zwei Unternehmen, sieben Websites und einem Privatleben, in dem ich mich von meinem Burnout erhole, steht eine Sache fest: Ich muss einen Plan haben. Ohne geht es einfach gar nicht. Man kann nicht erfolgreich sein, ohne hart dafür zu arbeiten. Und das geht wiederum nicht, wenn man kein klares Ziel vor Augen hat. Ansonsten dümpelt man immer in einem See aus Tagträumen und Wünschen umher und wundert sich, dass sie sich nicht in die Tat umsetzen. Aber wie soll das gehen, so ganz ohne Anstoß und Antrieb?

Wer seine Ziele erreichen möchte, muss einem bestimmten roten Faden folgen. Und wie man den ausarbeitet, das zeige ich euch nun.

Zuerst braucht es eine Grundausrüstung

Die meisten Personen ziehen es vor, ihre Ziele auf Papier festzuhalten. Und da es einiges an Planung braucht, ist das sogar sehr empfehlenswert. Ihr könnt aber auch Excel, Word oder sonst was nutzen. Gerne auch einen Tablet-PC, auf dem ihr eure Ideen einfach aufkritzelt, wie in einem Notizbuch.

Notizbücher helfen, um Ziele zu erreichen

Ich hab jedenfalls massenhaft leere Bücher und Blöcke in meinem Büro, weil ich für alle möglichen Anlässe sowas brauchen kann.

Wollt ihr draus ein Bullet Journal, ein Moodboard oder sonst was machen, dann nur zu. Sammelt eure Materialien, aber seid dazu bereit, euch erst einmal ein paar Notizen zu machen, bevor es direkt ums Dekorieren und formen von Inspirationspinnwänden geht.

Kennt eure Ziele – und formuliert sie aus

Ziele entwickeln sich aus zweierlei Grundsituationen heraus:

  1. Ihr wünscht euch eine Veränderung und müsst noch herausfinden, was genau euch an der aktuellen Situation stört.
  2. Es gibt bereits eine feste Situation/Gegebenheit in eurem Leben, das ihr erreichen wollt und daher habt ihr schon ein Ziel.
Gibt es mehrere Dinge, die ihr erreichen wollt, ist jedes davon ein eigenes Ziel. Für jedes davon braucht ihr daher eine eigene Ausarbeitung, die ich euch nachfolgend beschreibe.

Sobald ihr wisst, was euer Ziel ist, schreibt ihr das auf. Etwa, dass ihr ein eigenes Buch schreiben wollt. Mit diesem Beispiel arbeiten wir zur besseren Veranschaulichung.

Arbeitet realistische Zwischenziele aus

Um ein Buch zu schreiben braucht es eine Idee. Sobald diese existiert, muss man die einzelnen Charaktere, Fantasiegebilde und Orte ausarbeiten, um eine realistische Welt zu schaffen, in welcher die Geschichte spielt. Das Aufschreiben der Worte ist hier nur ein Puzzleteil von vielen. Es braucht also eine gute Planung und die schafft man mithilfe von Zwischenzielen.

Überlegt also, was ihr dafür tun müsst, welche Änderungen und Rahmenbedingungen notwendig sind, damit ihr euer Ziel erreichen könnt. Schreibt sie alle auf und bringt sie dann in eine chronologische Reihenfolge, damit ihr wisst, welche Zwischenziele zu erreichen sind.

Damit diese auch sicher verfolgt werden, ohne ad acta gelegt zu werden, setzt ihr euch eine Frist. Aber seid realistisch. Im Fall unseres Beispiels ist es zum Beispiel unsinnig, zu glauben, dass man an nur einem Tag eine gesamte Welt ausarbeiten kann, in der das eigene Buch spielen soll. Das kann passieren, aber ist trotzdem nicht der Regelfall. Ihr müsst euch Zeit und Chance dazu geben, das Zwischenziel zu erreichen. Was braucht ihr dafür? Messt den nötigen Zeitraum anhand dieser Frage und kalkuliert noch etwas Pufferzeit ein.

Es macht nichts, wenn ihr am Ende die Fristen nicht einhalten könnt. Eine solche selbstgesetzte Deadline dient in erster Linie dazu, den inneren Schweinehund zu bekämpfen und auch wirklich daran festzuhalten, anstatt das alles nach der Ausarbeitung wegzulegen und jahrelang nicht mehr dran zu denken. Denn dann fällt man in den ursprünglichen Teufelskreis der Frustration zurück, in dem einfach alles so bleibt, wie es ist. Tritt also eine solche Situation ein, in der die Fristen zu knapp gesetzt waren, plant ihr einfach neu.

Vielleicht ergibt sich durch diesen Zwischenfall auch die Erkenntnis, dass weitere Zwischenziele notwendig sind. Vielleicht Steps, die dazu nötig sind, um ein aufwendiger als gedachtes Zwischenziel erreichen zu können. Kein Problem, haltet sie fest und arbeitet sie wie gewohnt ab, dann schafft ihr auch diese Hürde.

Um auf das Beispiel zurückzukommen: Sagen wir, es hat sich als aufwendiger herausgestellt, gewisse Orte zu erfinden. Man findet keine guten Schlösser, aber die Geschichte spielt in einer solchen Welt. Eines der neuen Zwischenziele ist also ein Besuch in einem Schloss, um dort ein paar Fotos zu machen.

Passt euer Leben an eure Ziele an

Viele Personen glauben, dass es schon damit getan ist, sein Ziel und alle damit verbundenen Zwischenziele zu kennen. Aber schonmal vom nachfolgenden Mindset gehört?

Wenn du dir eine Situation wünscht, verhalte dich so, als wäre sie schon eingetreten.

Ich bin nicht erst Autor, wenn mein Buch veröffentlicht wurde und in den Läden zum Verkauf steht. Ich bin nicht erst ein Unternehmer, wenn ich davon leben kann, denn bereits die Gründung der Firma macht mich dazu. Ich bin nicht erst ein professioneller Blogger, wenn ich damit meinen Lebensunterhalt finanzieren kann, denn schon zuvor arbeite ich an hoher Qualität und gutem Content. Dieses Beispiel lässt sich unendlich fortführen.

Wir müssen aufhören, zu glauben, dass ein gewisser Umstand erst dann eintritt, wenn wir ihn vollends erreicht haben. Daher sagt man auch immer, dass der Weg das Ziel ist. Denn so ist es.

Alleine der Umstand, dass man sich sein Ziel tagtäglich vor Augen hält, ist der wichtigste Schritt. Aber wie können wir das in die Tat umsetzen? Hier ein paar Ideen:

  • Startet ein Tagebuch, ein Bullet Journal oder sonst etwas ähnliches, in dem ihr jeden Tag festhaltet, was ihr getan habt, um eurem Ziel näher zu kommen. Ihr könnt es täglich, wöchentlich oder monatlich updaten, lange Texte schreiben oder auch nur Stichworte nutzen. Tut, womit ihr euch am wohlsten fühlt.
  • Nutzt Social Media, um euch täglich inspirieren zu lassen. Instagram, Pinterest, Tumblr & Co. sind voller guter Inspirationsquellen. Es kommt immer darauf an, was für ein Ziel ihr vor euch habt, welche Plattform ihr am besten nutzen solltet. Aber umgebt euch mit Personen, die aus derselben Bubble stammen, in die ihr hineinwollt. Ihr wollt Autor werden? Sucht euch Autoren und folgt ihnen, vernetzt euch mit denjenigen!
  • Beginnt selbst zu posten, was euch wichtig ist, um nach außen hin zu kommunizieren, zu welcher Bubble ihr gehört. So werden wiederum andere Gleichgesinnte ihren Weg zu euch finden und sich mit euch vernetzen.
  • Lest Bücher, Blogs und Foreneinträge, die mit eurem Ziel zu tun haben. Auch so könnt ihr euch Inspiration und Motivation holen.
  • Arbeitet stets an eurem Mindset. Erinnert euch daran, dass ihr etwas ändern wollt. Versteift euch nicht auf irgendwelchen Frust, weil die Situation noch nicht perfekt ist, sondern arbeitet hart daran, dass sich etwas ändert – und freut euch darauf!

Ihr habt noch mehr Ideen? Dann gerne ab damit in die Kommentare!

Hürden und Hindernisse müssen weg

Nun kommen wir zum wohl härtesten Teil, wenn es darum geht, die eigenen Ziele zu erreichen.

Nicht immer wird alles nach Plan verlaufen. Es wird Rückschläge geben und das ist völlig normal. Seht sie nicht als Blockaden, sondern als Möglichkeit, davon zu lernen. Ihr könnt euren Plan verfeinern, wichtige Lektionen mit euch nehmen. Neue Blickwinkel sind wichtig, denn die Welt ist in einem beständigen Wandel – so müssen auch wir uns beständig weiterentwickeln, auf unsere Persönlichkeit bezogen. Ein schüchterner Mensch muss Taktiken entwickeln, um vor Menschen sprechen zu können, wenn er als Autor später einmal Lesungen halten möchte. Auch muss der oder die am eigenen Selbstbewusstsein arbeiten, wenn dies noch nicht vorhanden ist. Denn der Schritt zur Veröffentlichung des eigenen Werks ist für so jemanden härter, als sich jeder vorstellen kann, der Schüchternheit nicht kennt.

Manchmal bedeutet das leider auch, dass wir uns nicht nur von alten Gewohnheiten, sondern auch von Menschen verabschieden müssen. Habt ihr Freunde, die eure Ziele kleinmachen, sie nicht ernst nehmen und euch nur belächeln? Ihr solltet euch fragen, ob so jemand toxisches wirklich den Titel des Freundes verdient hat. Und Familienmitglieder, die nicht an euch glauben, müssen auch nicht Teil eures Lebens sein. Es ist nur eine zufällig Blutsverwandschaft, nicht mehr. Ich weiß, das klingt hart. Aber es ist euer Leben, nur eures. Und nicht das der Menschen um euch herum. Wer sind sie also, um sich erlauben zu dürfen, über euch, euer Handeln und eure Träume, eure Ziele und dem Weg dazu zu urteilen?

Handelt es sich bei euren Hürden um Inkompetenzen? Bei unserem Beispiel könnte das eine Rechtschreib- bzw. Grammatikschwäche sein. Die Lösung wäre ein Korrekturleser, der ohnehin bei einem eigenen Werk nicht fehlen sollte. Immerhin werden wir mit der Zeit einfach blind für unsere eigenen Fehler.

So lässt es sich mit jedem Hindernis umgehen. Es gibt immer eine Lösung. Sehen wir sie noch nicht klar vor unseren Augen, hilft hier bereits Brainstorming. Schreibt einfach auf, was euch daran hindert, das aktuelle (Zwischen-)Ziel zu erreichen und notiert alle potenziellen Lösungen. Streicht jene weg, die ihr nicht nutzen wollt und schon wisst ihr, was zu tun ist.

Noch Fragen oder Input?

Hinterlasst mir gerne einen Kommentar, falls ihr noch Fragen, Anregungen oder sonstigen Input zu diesem Thema habt. Ich freue mich!

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