Warum Korea Welle & See My Skin problematisch sind

Koreawelle-See-My-Skin

Willkommen zum nächsten Artikel in meiner “Hingeschaut” Reihe, in der ich mich mit unmoralischen Influencern befasse und dir erkläre, warum Accounts/Personen entweder ethisch problematisch sind oder sie sogar gegen geltende Rechte verstoßen. Heute widmen wir uns einer Person, die mir schon seit längerer Zeit negativ aufgefallen ist. Ich hole dazu einfach mal kurz ein bisschen weiter aus.

Wie zumindest einige meiner Leser bereits wissen, wird das Korea & KPOP Onlinemagazin ansoko von mir betrieben. Alleine deshalb bin ich natürlich schon auf die Accounts und die Webseite von Korea Welle aufmerksam geworden. Da ich den ganzen Tag über zwischen drei Twitteraccounts hin- und herspringe (ansoko, mein Shop, mein persönlicher), ist mir schließlich aufgefallen, dass ansoko von Korea Welle und auch See My Skin blockiert ist. Lol. Warum auch immer. Aber das bestärkt mich nur weiter in der Annahme, dass hinter beidem dieselbe Person steckt. Und dann fiel mir ein, dass Korea Welle doch schon immer ziemlich viel Content gepostet hat, der sich auf den Shop bezieht. Und in den meisten Fällen ohne Werbemarkierung.

Zeit also, da mal näher nachzusehen!

Korea Welle bezeichnet sich selbst als “Blog über die koreanische Kultur, Tradition, Lifestyle, Trends, K-Pop und mehr”. See My Skin ist der erste offizielle Partner in Deutschland von der koreanischen Makeup Marke it’s skin.

Geht man rein nach dem Impressum beider Seiten besteht kein direkter Zusammenhang zueinander. Allerdings ist auch das Impressum von Korea Welle völlig unzureichend und enthält zum Beispiel keine Adresse. Da der Blog redaktionell und nicht rein persönlicher Natur ist, müssen mindestens Name und Anschrift darin enthalten sein. Auch bei Privatpersonen, die ihre Seite nicht kommerziell betreiben. (Werbung macht eine Seite btw kommerziell, nur mal so nebenbei.)

Ich habe diesen Artikel übrigens zu schreiben begonnen, nachdem ich eine Mail mit der Aufforderung zur Stellungnahme bezüglich der Schleichwerbung an die jeweils im Impressum genannte Mailadresse verschickt habe. Ich bin gespannt, ob darauf eine Antwort kommen wird. Und ja, ansoko war schon vor meinem Mail von beiden Accounts auf Twitter blockiert.

Impressum seemyskin.de

See-My-Skin-Impressum

Impressum koreawelle.wordpress.com

Koreawelle-Impressum

Beide Screenshots wurden am 8. Juli um etwa 10 Uhr vormittags erstellt.

Nun ist Korea Welle, genauso wie See My Skin, auf einer jeweils eigenen Webseite sowie auf Facebook, Instagram und Twitter mit eigenen Accounts vertreten. Es werden in der Regel dieselben Inhalte von See My Skin auf allen Social Media Kanälen von Korea Welle gepostet, mal mit Werbekennzeichnung, mal nicht.

Die dabei geteilten Inhalte sind genauso variabel wie die Transparenz, mit der hier gearbeitet wird.

Egal, ob dahinter nun dieselbe Person steckt oder nicht, eine Werbekennzeichnung wäre in jedem Fall Pflicht. Andernfalls macht sich nicht nur der Influencer strafbar, sondern mitunter auch das beworbene Unternehmen. Im August 2017 wurde zum Beispiel die Drogeriekette Rossmann wegen Schleichwerbung verurteilt. Es gab ein Ordnungsgeld i.H.v. 250.000 Euro und die Aufforderung, dies künftig zu unterlassen.

Du siehst also, dass es hier um kein Kavaliersdelikt geht.

Und dann ist da noch die moralische Seite des Ganzen.

Gerade wer im Internet unterwegs ist und sich Themen wie KPOP Stars zunutze macht, um damit Reichweite zu erhalten, macht sich in meinen Augen ein sehr verwerfliches Konzept zu eigen. Immerhin sind gerade KPOP Fans dafür bekannt, sehr energisch zu sein, was ihre Lieblinge angeht. Einmal über eine bestimmte Band geschrieben und schon wird man für zumindest einen Zeitraum von einigen Fans im Auge behalten. Ganz egal, was man sonst noch so postet. Nicht ohne Grund kommt zwischendurch von Trash-YouTubern mal ein “ich reagiere zum ersten Mal auf KPOP” Video oder ähnliches, man will einfach ein Stück vom Kuchen. Umso schlimmer, wenn man daraus ein richtiges Marketingkonzept macht.

Fans von KPOP Künstlern können Teenager sein, müssen sie selbstverständlich nicht. Heißt aber auch nicht, dass jeder erwachsene KPOP Fan automatisch was mit Marketingthemen anfangen kann und weiß, was für eine Psychologie hinter diesem Konzept überhaupt steckt.

Wer sich für KPOP interessiert, mag meistens auch die koreanische Kultur und sieht sich generell Produkte näher an, die aus Korea stammen. Praktisch also, wenn man Werbung für einen Shop mit koreanischer Kosmetik macht, indem man trendende Themen nutzt und sich so immer wieder in Erinnerung ruft. Ist auch völlig egal, wie groß die Reichweite dabei ist. Dieses Konzept beobachte ich bei Korea Welle nun schon seit vielen Monaten und ich finde es einfach verwerflich. Von der rechtlichen Situation mal ganz abgesehen ist es doch das Mindeste, was ich meiner Community gegenüber tun kann: Transparent zu sein!

Nicht nötig, denkt sich der Betreiber von Korea Welle, denn dass eine Kenntnis über die Pflicht zur Werbekennzeichnung vorhanden sind, beweist folgendes Beispiel:

See-My-Skin-Insta-1

Koreawelle-Insta-1

Obwohl mit einer Repost-App gearbeitet wurde, hat man es geschafft, am Ende noch schnell den Hashtag #Werbung dazuzuquetschen. Ob das so viel transparenter ist, stell ich jetzt einfach mal ganz offen in Frage, denn eigentlich muss eine Werbekennzeichnung bei einem so langen Post sofort ersichtlich sein, da Werbung als solche sofort erkennbar sein muss. Hier haben wir vielmehr ein Wimmelbild, aus dem wir den Werbehinweis mit etwas Glück herausfischen können. Ein solcher Hashtag relativ zum Schluss würde übrigens vor Gericht in der Regel gewertet, als gäbe es gar keine Werbekennzeichnung. Was ihn allein aus Sicht des Influencers schon völlig unsinnig und problematisch macht.

Wenn ich jetzt aber so einen Post bewusst als Werbung kennzeichne und selbiges auf anderen Kanälen (inklusive der eigenen Webseite) nicht tu, ist das zunehmend problematisch. Dann bin ich mir ja bewusst darüber, dass ich die Kennzeichnung setzen müsste. Warum mache ich es also auf anderen Kanälen nicht?

Zwischendurch mal etwas mehr Kontext zur rechtlichen Situation:

Gerade in sozialen Medien ist es ja schwierig, da die Grenze zwischen privater und kommerzieller Kommunikation schnell mal verschwimmt. Es müssen daher generell nur jene Postings als Werbung gekennzeichnet werden, für die es eine Gegenleistung gegeben hat.

Edit: Ob die Gegenleistung direkt (= ich erhalte dafür unmittelbar eine Gegenleistung, z.B. Geld oder kostenlose Produkte) oder verschoben (= ich profitiere zu einem späteren Zeitpunkt von dieser Werbung, z.B. durch Provisionen oder weil es mein eigenes Geschäft ist) erfolgt, macht keinen Unterschied in der Kennzeichnungspflicht. Sobald die Kommunikation kommerzieller Natur ist, muss das für den Leser auch erkennbar sein.

Betreibe ich also z.B. als Unternehmen nun Eigenwerbung, muss auch das klar ersichtlich sein. Das erkennt man entweder daran, dass der Account direkt zur Firma gehört, oder dass es zuvor direkt erwähnt wird. Etwa mit “mein Shop” oder “mein Buch”, “mein Produkt”, “meine Webseite” oder dergleichen – du verstehst das Prinzip.

Betreibe ich nun Eigenwerbung über eine andere meiner Webseiten oder einen anderen Social Media Kanal, ist das entsprechend zu kennzeichnen. Ich kann nicht davon ausgehen, dass jeder neue Besucher oder Follower ohne Hinweis weiß, dass der Shop/das Unternehmen zu mir gehört. Selbstverständlich reicht hier ein kurzer Hinweis, wie gerade genannt. Aber es muss einen Hinweis geben.

Selbiges gilt natürlich, wenn ich für das Unternehmen von einem Freund oder einem Verwandten werbe. Und selbstverständlich auch dann, wenn ich unmittelbar davon profitiere. Entweder, weil ich eine Geld- oder eine Sachleistung erhalte. Auch eine wiederkehrende Werbung für ein Unternehmen, das ich einfach nur toll finde und für die es keine Gegenleistung gibt, ist als Werbung zu kennzeichnen. Eben, weil die Regelmäßigkeit ein Zeichen dafür ist, dass man einen kommerziellen Zweck verfolgt.

Angepinnte Werbebeiträge auf Twitter und Facebook – ohne Hinweis

Koreawelle-angehefteter-Tweet

Koreawelle-fixierter-FB-Beitrag

Auf Facebook wird noch was dazugeschrieben – aber für einen Werbehinweis reicht es nicht

Koreawelle-FB-Beitrag-1

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“gesehen im Onlineshop” nämlich. Als wäre es ein Zufallsfund und man hätte von dem Shop noch nie was gehört. Noch gezielter kann man seine Community einfach nicht in die Irre führen.

Auf der Webseite wird Werbung für See My Skin auch nicht gekennzeichnet

Sucht man auf dem Blog von Korea Welle nach dem Begriff “Werbung”, kommt folgendes Ergebnis:

Koreawelle-Werbung

Ein Beitrag über koreanische Pizza. Und das auch nur, weil er mit “Pizzawerbung” verschlagwortet wurde. Danach kommt direkt das Impressum.

Suche ich nun aber nach See My Skin auf der Seite, kommen zahlreiche Beiträge.

Koreawelle-Seemyskin

Da hat es dann wohl nicht mehr ausgereicht, noch “Werbung” in die ganzen Schlagwörter dazuzugeben. Auch wenn dabei nach wie vor gilt, dass das eigentlich vor dem Lesen des Beitrags klar sein müsste, und nicht erst danach. Der Hinweis sollte also im besten Fall irgendwo ganz oben platziert werden, auf Webseiten und in Social Media.

Die Backlinks, die von Korea Welle auf See My Skin zeigen, sind wirklich nicht unerheblich. Ich hab das mal durch SEMrush laufen lassen (falls du das nicht kennst, das ist ein Tool zur Suchmaschinenoptimierung für Google & Co.) und sieh selbst:

Koreawelle-Backlinks-zu-Seemyskin

Falls das an der Stelle noch nicht klar ist: Das sind nur die Links, die von der Webseite zum Onlineshop gehen.

Eine Webseite, die unabhängig von Social Media durch Google & Co. gefunden werden kann und die in keinem Artikel über See My Skin eine Werbekennzeichnung hat, während das bei sämtlichen Posts auf Instagram der Fall ist – anders als auf Facebook und Twitter, wo wiederum nirgendwo ein Hinweis auf Werbung zu finden ist.

Ist mir ehrlich gesagt schleierhaft, warum ich das auf der einen Plattform mache und sonst nirgendwo.

Ich habe eine Mail an beide Parteien geschickt

Und zwar mit der Bitte um eine Stellungnahme zu der ganzen Schleichwerbung.

Eine Antwort habe ich nicht erhalten, aber eine Reaktion gibt es, und zwar deutlich. So wurde zum Beispiel eine Säuberung auf Instagram vorgenommen und alle Reposts von See My Skin gelöscht (oder auch archiviert, kann man als Besucher von einem Instagramprofil ja nicht genau beurteilen).

Koreawelle-Instagram-Säuberung

Allerdings gibt es zumindest noch einen Post, der übersehen wurde.

Koreawelle-Seemyskin-Repost

Ohne Werbekennzeichnung, obwohl es ein Repost vom Shop ist. Wäre das nun eine einmalige Sache und man hätte das Foto wirklich nur zufällig gefunden, wäre alles ganz anders gelagert. Aber da Korea Welle offenbar in erster Linie dazu existiert, See My Skin zu mehr Reichweite zu verhelfen, müsste auch dieser Post gekennzeichnet werden.

Auch auf Facebook wurde daraufhin eine Säuberung gestartet. Während zahlreiche vom Shop geteilte FB-Inhalte entfernt wurden, kam im angepinnten Post nun der Werbehinweis dazu. Durch den Bearbeitungsverlauf, den Facebook bietet, lässt sich nachvollziehen, dass die Werbekennzeichnung erst über einen Monat später hinzugefügt wurde.

Koreawelle-FB-Post

Koreawelle-FB-Post-Bearbeitungsverlauf

Ein paar Beiträge wurden aber offenbar übersehen, die finden sich noch immer, wenn man auf Facebook nach “Koreawelle See My Skin” sucht.

Koreawelle-FB-Posts-See-My-Skin

Auch auf der Homepage wurden mittlerweile Werbemarkierungen nachgeholt.

Koreawelle-Werbemarkierung

Koreawelle-Werbemarkierungen-nachgeholt

Auf Twitter wurde etwas neues gepostet, aber der angeheftete Tweet hat nach wie vor keine Werbekennzeichnung.

Koreawelle-Twitter-keine-Kennzeichnung

Am nächsten Tag kamen die Werbemarkierungen aber wieder weg…?!

Die Sache wird immer kurioser. Ich warte nach wie vor auf eine Rückmeldung per Mail, blicke mal zwischendurch gespannt auf die Seite, ob sich etwas getan hat und sehe… die Werbemarkierungen sind alle weg! Die man am Tag davor noch schnell überall hinzugefügt hat!

Suche ich nun auf der Webseite nach dem Begriff Werbung, kommt wieder nur der Beitrag zur Pizzawerbung. In allen Beiträgen zu See My Skin wurde die Markierung wieder entfernt. Auch in den Schlagwörtern ist sie nicht zu finden.

Auf Facebook und Twitter tut sich auch etwas. Während nämlich der angepinnte Beitrag auf Twitter nun entfernt wurde, ist auf Facebook der Post vom 22. Juni, dem nachträglich eine Werbemarkierung hinzugefügt wurde, verschwunden. Ein neuer kam hinzu. Ohne Werbemarkierung.

Koreawelle-FB-Post-neu

Verlinkt wird der Beitrag zum hervorgehobenen Advertorial auf dem Blog. In diesem heißt es im Übrigen unter anderem:

Wer nicht so lange auf neue innovative Kosmetikprodukte warten will bzw. dafür nicht extra nach Korea reisen will, dem empfehle ich diesen deutschen Onlineshop für koreanische Kosmetik: www.seemyskin.de

Dass es sich um eine rein persönliche Empfehlung handelt, weil man den Onlineshop zufällig gefunden hat, ist bei dieser hartnäckigen Bewerbung völlig auszuschließen.

Der Besucher hat darüber hinaus keine Wahl, um diesen Artikel herumzukommen. Er ist der erste, den er sieht, sobald er die Webseite betritt. Ebenso mit den Social Media Kanälen, die hartnäckig mit angepinnten Beiträgen zuvor auf den Shop gelenkt haben und nun auf diesen Blogartikel verweisen.

Viele Personen ziehen persönliche Empfehlungen der direkten Werbung vor, was die Schleichwerbung ja überhaupt erst so problematisch und irreführend macht.

Am Wochenende ist dann auch auf Twitter wieder ein angepinnter Post dazugekommen. Auch dieser enthält keine Werbekennzeichnung und führt direkt zum hervorgehobenen Beitrag auf dem Blog.

Koreawelle-Twitter-angeheftet

Schleichwerbung – das sagt das Gesetz

Auszug aus dem TMG § 6 Besondere Pflichten bei kommerziellen Kommunikationen:

Kommerzielle Kommunikationen müssen klar als solche zu erkennen sein.

Auszug aus UWG § 5a Irreführung durch Unterlassen:

Unlauter handelt auch, wer den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung nicht kenntlich macht, sofern sich dieser nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt, und das Nichtkenntlichmachen geeignet ist, den Verbraucher zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er andernfalls nicht getroffen hätte.

Mein Fazit zu der ganzen Sache

Ich sehe in dieser Sache absolut keine Kleinigkeit. Korea Welle wird vom Generalkonsulat der Republik Korea in Hamburg als Blog zu Kulturthemen empfohlen und das erste, das man entdeckt, wenn man den Blog oder die zugehörigen Accounts auf Facebook oder Twitter besucht, ist ein unausweichlicher Werbepost.

Bis heute weiß ich nicht, ob hinter Korea Welle und See My Skin ein- und dieselbe Person steckt. Was ich persönlich sehr schade finde, denn wenn ich nach mir und der Transparenz meinen Lesern gegenüber gehe, wäre dies eines der ersten Dinge, die ich bei so viel Bewerbung des Shops klargestellt hätte. Davon abgesehen fragt man sich einfach, was Korea Welle von all der Werbung für See My Skin hat. Die Adresse aus dem Impressum von See My Skin führt jedenfalls zu einem vermeintlichen Wohngebiet. Wird womöglich deshalb auf Korea Welle im Impressum keine Adresse genannt, da sonst ersichtlich wäre, dass es dieselbe wäre?

Koreawelle-FB

Im Übrigen befindet sich Korea Welle auch nicht in der Liste über die ganzen Onlinemagazine und Blogs, die über See My Skin berichtet haben;

See-My-Skin-Blogroll

Wie (nicht ob, sondern wie!) Werbeinhalte auf Social Media markiert werden müssen, bleibt nach wie vor strittig. Vor allem, da Funktionen wie beispielsweise der Branded Content auf Facebook und Instagram nicht für alle Seiten funktioniert und jede Social Media Plattform eigene Werberichtlinien hat. Fest steht allerdings, dass Werbung auch in Social Media eindeutig und sofort erkennbar gekennzeichnet werden muss, wenn es sich um welche handelt.

Und am Umstand, dass es sich um Werbung handelt, würde sich in diesem Fall auch dann nichts ändern, wenn es keine Gegenleistung gibt.

  • Würde es sich um einen Freund oder Verwandten handeln, wäre es Werbung.
  • Würde es sich um das eigene Unternehmen handeln, wäre es Werbung.
  • Würde es sich um ein zufälliges Unternehmen handeln, von dessen Produkte man einfach so begeistert ist, dass man sie unbedingt in einer solch ausgeklügelten Aufmachung in die Welt posaunen muss, wäre es Werbung.

Die Reposts auf Instagram waren zunächst allesamt (noch vor meiner Mail!) mit #Werbung versehen, was darauf hinweist, dass ein klarer Werbezweck dieser Postings besteht. Selbiges hat man den Besuchern auf Twitter, Facebook und der Webseite aber nicht zugestanden. Innerhalb von nur fünf Stunden nach dem Abschicken meiner Mail wurden etliche Instagramposts gelöscht, auch auf Facebook erfolgte ein wüstes Löschen und Editieren, die Artikel auf der Webseite wurden eingangs mit dem Hinweis zur Werbung versehen, nur um das dann einen Tag später wieder rückgängig zu machen und erneut bewusst auf Schleichwerbung zu setzen.

Ein eindeutiges Signal dafür, dass Transparenz absolut keine Rolle für den Betreiber von Korea Welle spielt.

Wie die genaue Beziehung zwischen Korea Welle und See My Skin ist, bestimmt am Ende also lediglich den Grad der moralischen Verwerflichkeit.

Mir persönlich stoßen solche Herangehensweisen übel auf. Es spricht absolut nichts dagegen, wenn man seine Seite und die eigene Reichweite für kommerzielle Zwecke nutzen möchte. Dann aber richtig. Und zwar entsprechend geltenden Gesetzen und transparent gegenüber der eigenen Community.


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