Piercing stechen lassen – was muss man da beachten?

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Der Piercing-Trend hält weiter an. Wenn auch du dich dazu entschlossen hast, dir eines stechen zu lassen, dann erfährst du hier nun, worauf dabei besonder zu achten ist.

Erst mal herausfinden, was du willst

Es gibt ja sehr viele verschiedene Piercings und oftmals hat man das Problem, dass man gerne eines hätte, aber selbst noch nicht genau weiß, welche Stelle es werden soll.

Zu den häufigsten zählen:

  • An den Augenbrauen werden keine Nervenbahnen zerstört, wodurch die entstehende Wunde in der Regel recht schnell abheilt.
  • Die Nase ist sehr beliebt und bietet einen hohen Knorpelanteil. Dadurch schmerzt es beim Stechen nicht so stark und lässt sich später auch gut reinigen und desinfizieren.
  • Auch das Ohr ist besonders beliebt. Hier gibt es ebenso einen hohen Knorpelanteil, wodurch die Schmerzen nicht zu schlimm ausfallen.
  • Die Lippe ist hingegen recht schmerzhaft. Da du darüber die Nahrung aufnimmst, braucht es auch eine sehr ausgiebige Reinigung, damit es keine Entzündigungen gibt.
  • Noch problematischer wird es an der Zunge. Im schlimmsten Fall kannst du durch ein Piercing in der Zunge sogar deine Geschmacksnerven zerstören!
  • Die Brustwarze ist aber nochmal empfindlicher. Hier liegen genauso etliche Nerven, die durch das Stechen zerstört werden können. Die Pflege ist aber wiederum recht unkompliziert.
  • Der Bauchnabel eignet sich dagegen besser für ein Piercing. Die Stelle heilt ungefähr so gut und schnell ab wie an den Augenbrauen.
  • Und dann gibt es noch Intimpiercings. Hier solltest du dich unbedingt eingehend beraten lassen, bevor du dich dafür entscheidest.

Piercing-richtige-Stelle

Dass du dir klar darüber wirst, wo genau das Piercing hinkommen soll, ist allein deshalb so wichtig, weil du dir nie sicher sein kannst, ob du es wirklich unentwegt tragen möchtest. Besonders zu Beginn, wenn du noch gar kein Piercing hast und stärker verunsichert bist, ob es wirklich der richtige Style für dich wäre, solltest du lieber klein anfangen.

Die richtige Pflege will gelernt sein

Gerade in den ersten Tagen direkt nach dem Stechen ist es schwierig mit dem Piercing. Es stellt ja eine frische Wunde für deinen Körper da, die es entsprechend zu pflegen gilt. Anders als bei einem Kratzer beispielsweise bildet sich aber durch das Piercing keine Kruste über der Wunde. Diese wäre aber der natürliche Schutz, damit keine Bakterien oder Schmutz eindringen können. Du musst also, bis die Wunde vollständig abgeheilt ist, eine entsprechende Hygiene bedenken.

Hierzu ein paar Tipps:

  • Warte mit dem Herzeigen des Piercings am besten die ersten paar Tage ab, um die Stelle geschützt zu lassen. Du kannst ja zum Beispiel noch den Piercer vor Ort bitten, direkt nach dem Stechen ein Foto zu machen, um es damit herzeigen zu können!
  • Ruhe deinen Körper aus, damit du den Heilungsprozess nicht verzögerst. Verzichte bis zur Abheilung auf Sport, Alkohol und Zigaretten.
  • Schwimmbäder, Sauna, Solarien und ähnliches müssen vier Wochen lang gemieden werden.
  • Spiele nicht mit dem Piercing herum.
  • Nimm in den ersten paar Tagen keine blutverdünnenden Medikamnete zu dir.
  • Wenn du dir ein Intimpiercing hast stechen lassen, dann darfst du keinen Sex bis zum vollständigen Abheilen haben.
  • Hast du dir ein Piercing im Lippen- oder Oralbereich stechen lassen, musst du auf saur, extrem kalte oder heiße Speisen und auch scharfe Nahrungsmittel verzichten. Du solltest langsam und vorsichtig essen, viel Wasser trinken und keine Körperflüssigkeiten austauschen.
  • Außerdem musst du bei einem Zungenpiercing nach jedem Essen den Mund direkt ausspülen.

Wie viel Pflege sollte es sein?

Zwei Wochen lang solltest du täglich die Gegend rund um das Piercing reinigen. Am besten morgens und abends, dazwischen eher nicht, da zu viel Pflege genauso schädlich sein kann.

Bilden sich trotz allem Krusten (jeder Körper ist ja anders), dann musst du diese mit lauwarmem Wasser befeuchten. Nicht einfach abreißen! Wenn sie mit Wasser aufgeweicht wird, löst sie sich von alleine ab.

Wichtig: Beim Wegarbeiten der Kruste immer von innen nach außen arbeiten, damit kein Schmutz in die Wunde gerät!

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