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Tierwelt

Auf zur freien Wohnungshaltung

Bevor wir näher über das Thema sprechen: Was ist überhaupt eine freie Wohnungshaltung? Hierbei haben die Kaninchen zwar einen Rückzugsort, der nur ihnen gehört, aber grundsätzlich dürfen sie in der ganzen Wohnung umherlaufen. Oder zumindest im größten Teil davon, so wie es bei uns der Fall sein wird.

Wir haben jedenfalls lange und oft darüber gesprochen und obwohl ich im Beitrag, in dem ich die zwei Häschen vorgestellt habe, noch davon gesprochen habe, dass ich trotzdem einen Hund will, werden wir davon erstmal Abstand nehmen. Generell wären die Kaninchen ja total arm dran – vor allem, weil sie sich in der freien Wohnungshaltung so pudelwohl fühlen.

Aktuell dürfen sie noch nicht überall hin. Sie haben die Käfigwanne, die sie als Klo benutzen, ihren großen Auslauf dran und der wird immer dann geöffnet, wenn einer von uns zu Hause ist und ein Auge auf die zwei haben kann. Generell hört man ja, wenn sie sich bewegen und wenn es irgendwo kratzt oder raschelt.

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Aktuell ist es halt so, dass sie sich meist da oben aufhalten. Da schlafen sie, da legen wir ihnen manches Futter hin, weil sie dann nicht die ganze Zeit drübertrampeln oder es beim Spielen verlieren und dort warten sie auch, wenn sie gestreichelt werden wollen. Es ist schon interessant, welche Eigenheiten die Tiere oft entwickeln, denn das haben sie sich ganz alleine angefangen.

Auch interessant: Haben wir nur eine Trennwand drangemacht, um den Auslauf abzuschließen, hüpfen sie nicht drüber. Obwohl das dieselbe Höhe ist, auf der sie da oben sitzen.

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Aktuell können sie aus dem Auslauf raus in die Küche (weil die völlig offen ist, ihr seht ja die Barhocker, die an den Auslauf grenzen) und in den Flur. Da stehen ein paar Schachteln und Boxen rum, manchmal legen wir auch Handtücher dorthin. Aber immer erst abends, wo sie dann auch viel aktiver sind. Es muss ja nicht permanent aussehen, als hätte eine Bombe eingeschlagen… xD

Momentan probieren wir natürlich noch rum, was die Stubenreinheit betrifft. Es funktioniert wirklich gut. Wenn sie müssen, gehen sie zurück in ihren Käfig. Allerdings machen sie in ihrem Auslauf überall hin und beim nächtlichen Toben rutscht dann manchmal was unter den Steckteilen raus. Jedenfalls sieht es immer voll aus, wenn wir aufstehen und nach ihnen sehen. Aber gut, wer Haustiere hat, gewöhnt sich sowieso über kurz oder lang mal daran, dass überall ein wenig Streu und so rumliegt. Wenn ich nicht gerade ne fiese Erkältung habe, macht es mir ja auch nichts, jeden Tag mal über den Boden zu kehren.

Davon abgesehen kam es bisher nur einmal vor, dass Struppi in den Flur gepinkelt hat. Aber das könnte auch eine Reviermarkierung sein. Schimpfen darf man die Tiere deshalb jedenfalls nicht. Es ist vielmehr so, dass sie sich ihre Toiletten selbst aussuchen. Zum Beispiel gab es im Auslauf eine Stelle, an der sie ununterbrochen ihren Darmkot liegen gelassen haben. Wir haben eine kleine Schachtel mit Streu dort hingestellt und seither ist das auch kein Problem mehr.

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Die Türen von Badezimmer, WC und Schlafzimmer sind jetzt immer geschlossen. WC erklärt sich von selbst, Badezimmer muss einfach nicht sein und ins Schlafzimmer dürfen die zwei nicht, weil mein Freund unter anderem allergisch auf Tierhaare ist. Es geht zwar, dass er sie streichelt und sich danach gleich die Hände wäscht, aber auch Hasen wechseln ihr Fell und ihre Haare sollten keinesfalls in dem Raum herumfliegen, in dem wir schlafen. Stroh & Heu machen ihm weniger Probleme, als wir anfangs erwartet hatten, aber das wirkt bestimmt auch leicht wie eine Schocktherapie. Durch unsere Hamster haben wir den Kram ja sowieso schon immer zu Hause gehabt und dadurch ist das über die Jahre hinweg ein wenig schwächer geworden. Das Zeug direkt anfassen ist für ihn trotzdem nicht gut. Als ich die Tage noch Fieber hatte musste er das machen und da gab es dann stundenlang juckreiz und Kitzeln in der Nase… D:

Was das Büro betrifft, sind wir uns noch nicht ganz sicher, aber da tendieren wir dazu, dass sie auch nicht reindürfen. Erstens sind da einfach durch die PCs zu viele Kabel und auch, wenn wir einen Kabelkanal haben, der sich durch den Raum zieht, stehen die PC-Türme einfach am Boden. Und zweitens ist es einfach zu gefährlich. Wenn grad einer der zwei hinter uns ist und wir sehen ihn nicht, rollen aber mit dem Sessel zurück…

Ins Wohnzimmer dürfen sie später aber. Weil da eigentlich eine Flügeltür wäre, ist der Durchgang breiter. Außerdem können wir so eine Absperrung wie beim Büro nirgendwo festmachen. Also haben wir schwere Kisten (mit bestellter Katzenstreu xD) davorgestellt und eine dritte dazwischen eingeklemmt. Die Kisten haben so viel Gewicht, dass man die nicht einfach so wegbekommt. Haben wir das Wohnzimmer erstmal fertig kaninchensicher gemacht, dürfen sie da dann auch rein.

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Heute schreiben wir im übrigens den zweiten Tag, an dem sie noch nirgendwo geknabbert haben, wo sie nicht ransollen. xD Die Tapete zur Küche rein und die Ecke an der Schlafzimmertür scheinen sie besonders geil zu finden. Wir gucken noch, ob wir da einen Kantenschutz brauchen, oder ob sich das jetzt von alleine gibt. Ist jedenfalls ziemlich ungesund, wenn sie da weiter dran knabbern. Aber vielleicht ist es ja nur ein kurzes Ausprobieren gewesen, das sich jetzt von alleine wieder gibt. 😀

Habt ihr auch Kaninchen in freier Wohnungshaltung? Erzählt mal, wie macht ihr das, wenn niemand zu Hause ist – gibt es einen Bereich, den ihr trotzdem abschließen könnt?

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