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a little talk about

Das ist Diana. Diana ist ein extrem kreatives Köpfchen, über das es im heutigen Blogeintrag geht. Um sie und um eines ihrer feinen Lebenswerke. Sie wird euch im Zuge des heutigen Eintrages ein paar interessante Fragen beantworten, die von meinen Bloglesern und mir selbst zusammengetragen worden sind und im Anschluss erzähle ich euch etwas über ein tolles neues Stück in ihrer Sammlung an Zeichenhilfsmitteln. Spätestens jetzt dürfte euch klar geworden sein – Diana ist eine Zeichnerin. Und was für eine! Doch eins nach dem anderen.

Diana ist meine beste Freundin. Mitunter an dem kleinen Projekt der Sister Books, über die auch schon sehr bald neue Blogeinträge folgen werden, hat sie mitgewirkt.

Geboren im Jahr 1992 ist sie ein junges Genie, das eine höhere Schule für Grafik und Design besuchte, derzeit Gitarre und Koreanisch lernt und regelmäßig mit mir herumdödelt, wenn es darum geht, eine neue Fanfiction auszuarbeiten, eine zu schreiben oder einem anderen Fandom zu verfallen. Sie liebt Musik mehr als alles andere, hat aber in ihrem Leben noch Platz für gute Bücher, Mangas und Videospiele und backt sehr gerne. Es ist ihr sowohl ein Leid als auch ein Pech, dass sie sich immer wieder in die mehrteiligen Romane verliebt und dann oft auf den nächsten Band warten muss.

Zu ihren liebsten Fandoms zählen One Piece und Final Fantasy 7. Während sie für Ace und Cloud schwärmt, darf sich Tifa auch zu ihren Actionfiguren gesellen, da sie diese später einmal cosplayen will.

Im Übrigen ist Diana auch die Schöpferin des Logos für selfesteem – schon gewusst?

So, nun aber zu den Fragen, die mich und meine Leser brennend interessieren…

Cloud versus Ace. Wer gewinnt?

Ohne Frage Cloud. Seine Vorteile sind wahrscheinlich, dass er blond ist und blaue Augen hat 🙂 Außerdem war er meine allererste Actionfigur. Nun habe ich vier, einige Poster und alles was es sonst noch so von ihm gibt. Sorry Ace 😉

 

Was ist dein liebstes Kleidungsstück?

Schwierig… aber ich denke mein schwarzes Punktekleid. Das hab ich auch im Winter oft an und es ist eins der wenigen Kleider die mir gut stehen!

 

Dein schönster Moment in deiner gesamten Schulzeit?

Der Tag an dem ich Babsi kennen gelernt hab *schleim*. Nein im Ernst, der schönste Moment während meiner Schulzeit war die Projektwoche in Rom, wo wir die ganze Zeit irgendwelche Bauwerke gezeichnet oder fotografiert haben.

 

Mädchen können keine Nerds sein! Deine Meinung dazu?

Ohhhhhh doch! Wir zwei sind wohl das beste Beispiel dafür. Man betrete nur mal meine Wohnung und man wird davon erschlagen 🙂 Nerds an die Macht!

 

Was ist dein liebstes Videospiel?

KINGDOM HEARTS. Hab alles von dieser Serie gespielt, die Mangas gelesen und besitze auch 2 Actionfiguren 🙂 Hab mir sogar für ein Spiel extra nen Nintendo 3DS gekauft…

 

Und was deine liebste Buchreihe?

Derzeit „Die Bestimmung“ von Veronica Roth. Ich liebe aber auch „Die Tribute von Panem“ und natürlich „Harry Potter“… Wie soll man sich nur für eine entscheiden 🙂

 

Diana ist leidenschaftliche Zeichnerin und Storyschreiberin. Um dieses Steckenpferd von ihr geht es heute ja auch hauptsächlich. Ich persönlich finde, dass meine Leser sich da einige interessante Fragen ausgedacht haben und an dieser Stelle möchte ich mich nochmal herzlich bei euch bedanken, dass ihr so viele Einsendungen gemacht habt – und vielen Dank nochmal an Connox, die so viel Geduld mit mir hatten, bis dieser Blogeintrag schließlich online ging!

 

Womit fängt bei dir eine neue Story an?

Das kann ich gar nicht genau sagen. Meistens hab ich aus heiterem Himmel einen Geistesblitz, oder bekomme eine Idee bei alltäglichen Dingen, wie kochen. Aber der Großteil meiner Geschichten ist wohl beim Musikhören entstanden, wegen einer Textpassage oder ähnlichem. Das notiere ich dann alles Mal in ein kleines Büchlein und irgendwann fang ich einfach an zu schreiben 🙂

 

Machst du auch richtige Doujinshis aus deinen Geschichten?

Mein Plan war es schon, aber ich muss zugeben, dass mir diese Art zu zeichnen noch etwas schwer fällt. Immer wenn ich dazu motiviert bin schaue ich mir meine Lieblingsmangas an und versuche mir Tricks abzuschauen, mit denen ich lebendige Gesten und Ausdrücke zeichnen kann. Bin also auf dem besten Weg dazu auch diesen Traum zu verwirklichen.

 

Wie kommen hier die Zeichnungen zum Einsatz, wenn du eine Story beginnst?

Die sind zu Beginn der Story für mich sehr wichtig. Bevor ich überhaupt zu schreiben beginne zeichne ich die Hauptcharaktere, damit ich selbst ein Bild vor mir habe. Danach gibt es auch noch Grundrisse von Wohnungen, oder gar einen Stadtplan. Ich bin ein recht visueller Mensch und brauche zu allem was ich schreibe eine Zeichnung.

 

Was sind deine Inspirationen?

Dies und das. Ein Bild in einer Zeitschrift oder eine Filmsequenz. In dem meisten Fällen, kann ich aber gar nicht sagen was mich zu einem Bild inspiriert hat, weil ich einfach so zu zeichnen beginne und mich am Ende das Ergebnis sogar selbst überrascht 🙂

 

Zeichnest du auch abseits von Papier und Stiften, sprich digital?

Ja, ich hab schon einige Bilder am Computer gemacht, dazu habe ich auch ein Grafiktablet. Mir ist es aber Papier lieber, da ich gerne das Material spüre mit dem ich arbeite. Aber ich muss zugeben, digitales Zeichnen hat schon seine Vorteile (ich sag nur strg+z).

 

Was zählt zu deiner Grundausrüstung, angefangen beim banalen Block Papier?

Bleistift, Radierstift und in weiterer Folge auch Fineliner in verschiedenen Stärken.

 

Müssen es echt immer die teuren Copics sein?

Nein, keinesfalls. Ich hab früher immer nur mit Farbstiften coloriert und fast vergleichbare Ergebnisse erzielt. Ich arbeite nur gerne mit Copics, weil man gleichmäßigere Flächen zeichnen kann und wirklich fast jedes Material bearbeiten kann. Bei meinen Zeichnungen, kommen aber auch weiterhin Farbstifte und Wasserfarben zum Einsatz, weil oft genau dieser Mix ein interessantes Ergebnis nach sich zieht.

 

Wo findest du, kann man als Zeichner viel Geld einsparen? Bekanntlich kostet das Material ja so einiges.

Wie schon gesagt, muss man sich keine teuren Marker zulegen. Man kann auch mit Farb- und Filzstiften, die wahrscheinlich jeder noch aus seiner Schulzeit zu Hause hat, tolle Bilder zeichnen. Außerdem muss man sich keine teuren Zeichenblöcke kaufen, deren Papier ja auch nur aus Holz gemacht wird. Ich selbst zeichne auf ganz normales Kopierpapier, das wirklich günstig ist. Und man kann auch mit einem banalen Kugelschreiber Wahnsinns Bilder machen. Beim Zeichnen geht es weniger um die Materialien, oder deren Wert, sondern was man aus dem macht was man zur Verfügung hat.

 

Hast du bereits als Kind viel gezeichnet? Und findest du, das stimmt, dass man als Kind viel und gerne zeichnen muss, um später einmal gut zu sein?

Ich hab als Kind schon viel gezeichnet, das aber noch mehr als schlecht. Ich hab mich erst viel später verbessert aber auch nur, weil ich intensiv geübt habe. Anatomiestudien, verschiedene Zeichenbücher und Objektstudien. So von selbst wird man nicht zu einem guten Zeichner, es ist immer mit einer gewissen Arbeit verbunden. Klar braucht man eine gewisse Begabung, die sich auch schon in der Kindheit zeigt aber ich glaube dass es ohne Übung und Fleiß nicht geht. Man lernt eben nie aus und ich bin immer noch amüsiert darüber wenn ich Zeichnungen von vor 5 Jahren finde, denn ich habe mich in der relativ kurzen Zeit verbessert und werde das sicher in den nächsten Jahren weiterführen.

Dabei darf man natürlich die Freude daran nicht verlieren, denn es ist besser man zeichnet nicht so perfekt dafür aber mit Leidenschaft.

 

Was empfiehlst du einem Neuling im Zeichengenre?

Am besten man schaut sich zuerst etwas von seinen Lieblingsmangas ab (wenn man diese liest) und das eine oder andere Zeichenbuch kann auch nicht schaden. Ich hab davon ja mehr als genug und kaufe mir immer wieder neue. Es empfiehlt sich auch oft schnelle Skizzen zu machen. In ein Kaffeehaus setzten und mal eben die Gäste porträtieren, dabei ist es ganz egal wie die Zeichnung aussieht, es geht um die Übung. Die Frage ist natürlich immer was man zeichnen möchte aber in jedem Fall ist es wichtig zu beobachten. Mal eine einfache Objektstudie von übereinandergestapelten Würfeln machen, Schatten und Lichteinfall beobachten und später mal mit verschiedenen Materialien spielen. Wenn man Menschen zeichnen will ist so eine Künstlerpuppe ein guter Anfang, meistens lassen sich die aber nicht so bewegen wie der menschliche Körper. Ich mache meistens die Posen selbst nach und fotografiere mich dabei, das hilft total und irgendwann ist man so routiniert, dass man diese Fotos nicht mehr braucht.

 

Findest du, Abpausen ist eine gute Übung, um später gut zeichnen zu können?

Ich habe früher viel abgepaust und dabei rein gar nichts gelernt. Es ist besser etwas abzuzeichnen, auch wenn es dann nicht genauso aussieht wie das Original hat man wenigstens sein Gehirn trainiert. Man muss sich viel besser konzentrieren wo man nun den nächsten Strich hinsetzt, als wenn man nur die Arbeit eines anderen abpaust.

 

Wie viele verschiedene Zeichenstile verwendest du?

So zirka drei, auch wenn ich die oft vermische 🙂 Einerseits kann ich sehr realistisch zeichnen, dass man das Bild beinahe nicht von einem Foto unterscheiden kann – mache ich hauptsächlich mit Bleistift. Manchmal zeichne ich auch im Stil klassischer Mangas, doch am häufigsten zeichne ich so ein Zwischending mit realistischen Merkmalen, aber mangaartigen Gesichtsausdrücken.

 

Hast du aufgrund von Mangas angefangen zu zeichnen?

Ja und nein. Ich hab schon gezeichnet, bevor ich überhaupt wusste was Mangas sind, als meinen Berufswunsch als Kind habe ich aber immer Comiczeichnerin angegeben 🙂 Mangas waren wohl der Anstoß für meinen derzeitigen Zeichenstil und auch eine Art Antrieb, dass ich mich weiterentwickle und auch so ein Buch zustande bringe.

 

 

Wie gesagt, einige geniale Fragen von euch. Ich zeige euch jetzt ein paar von Dianas Werke, die ich absichtlich nicht eingescannt, sondern nur abfotografiert habe. Danach gibt es eine kleine Geschichte von ihr, wie ein so ein Werk entsteht, wie lange es dauert, was sie nebenbei für Musik hört, etc. und dann dürft ihr etwas von ihrer aktuellsten Arbeit erfahren.

Eine Zeichnung entsteht erst mal mit einer Idee, das ist klar. Dann muss ich eine Skizze anfertigen, die oft drei oder viermal wieder ausradiert wird. Für die Skizze brauche ich immer am längsten, weil das ja die Grundlage für das ganze Bild ist. Die Skizzen mache ich meistens in den unmöglichsten Sitzpositionen vor dem Fernseher, da die nicht so viel Konzentration benötigen. Wenn ich dann einigermaßen zufrieden bin verziehe ich mich an meinen supertollen Zeichentisch, den man nach Belieben schräg stellen kann und der auch eine Glasplatte eingefasst hat, wo man etwas durchpausen kann. Die verwende ich jedoch selten, nur wenn mir Teile einer Zeichnung gefallen und andere nicht, pause ich die guten Parts auf ein neues Blatt und versuche daraus noch was Hübsches zu machen. Wenn ich mich also zu meinem Tisch gesetzt und die Fineliner gezückt habe kommen auch automatisch meine Kopfhörer auf die Ohren. Meistens höre ich Rockmusik und singe dann ganz laut mit, weil ich dabei irgendwie mein Gehirn ausschalten kann, was sehr wichitg ist, wenn ich mich aufs nachziehen konzentrieren muss. Zurzeit höre ich sehr gerne Paramore und Sick Puppies. Mein Lieblingsstift ist ein Copicliner der Stärke 0,25. Ich nehme nur Copicliner, da die als einzige nicht verlaufen, wenn man mit den Copics drüber malt. Ich fange immer mit den Haaren an, was wahrscheinlich das logischste ist, weil sie ja ganz oben sind 🙂 Dann kommt der ganze Rest und zum Schluss erst das Gesicht. Dabei radiere ich erst den Bleistift aus, weil sonst die dünnen 0,03 Striche gleich wieder weg sind. Das Gesicht ist bei mir immer ein Glücksspiel. Entweder es gelingt mir perfekt, oder ich verpatze es komplett… Es ist mir schon zu oft passiert, dass die Skizze toll war und nachgezogen einfach schrecklich aussah.

Wenn alles geklappt hat, geht’s ans colorieren. Dabei fange ich immer erst mit den Augen an, weil ich finde, dass dann das ganze Bild gleich lebendiger aussieht. Dann kommt die Haut, die Haare und zum Schluss die Kleidung. Wenn mehrere Peronen auf dem Bild sind, mache ich auch zuerst von JEDEM die Haut, anstatt eine Figur komplett fertig anzumalen. Als Feinschliff nehme ich dann noch die Farbstifte zur Hand um schwächere Lichtreflexe herauszuarbeiten, oder Schatten mehr zu betonen. Auch manche Strukturen in Stoffen mache ich mit den Farbstiften.

Bevor die fertige Zeichnung aber in meine Mappe wandert, bekommt sie noch meinen „Handmade“-Stempel verpasst mit Datum und Unterschrift. Den hab ich mir irgendwann mal machen lassen, weil ich das ganz witzig fand meine Zeichnungen abzustempeln (und ich ehrlich gesagt immer so einen coolen Stempel haben wollte:)). Das Datum ist insofern wichtig, damit ich einen Überblick habe wie sich mein Stil im Laufe der Zeit verändert.

Die Dauer für eine meiner Zeichnungen ist unterschiedlich. Wenn ich die nötige Inspiration habe, zeichne ich so ein Bild in einem Tag, dabei sitze ich oft schon mal bis drei Uhr früh und falle nach dem letzten Arbeitsschritt sofort todmüde ins Bett. Dabei ist auch egal welche Größe das Papier hat, denn wenn ich etwas fertig machen will, dann hab ich eine riesen Ausdauer. Wenn ich weniger Zeit habe, vor allem unter der Woche, zieht es sich meist über einige Tage, da ich meistens nach der Arbeit nicht mehr zeichnen will. So entstehen die meisten Werke am Wochenende, wo es egal ist, wann ich ins Bett gehe 🙂

Ich habe aber auch noch Skizzen herumliegen, die von 2010, oder älter sind, weil ich einfach nicht weitermachen wollte. Von Zeit zu Zeit krame ich mein Skizzenbuch durch und greife mir so ein Altertum und zeichne sie mit meinem heutigen Stil nach.

So entsteht bei mir eine der vielen Zeichnungen. Ich hatte echt viel Spaß beim Beantworten der Fragen und würde mich freuen, wenn ich dem ein oder anderen helfen konnte 🙂

So & nun erzähle ich euch etwas über die schicke Holzhand, die von Connox gesponsert wurde. Sie ist ein nützliches Accessoire in jedem Büro eines Zeichners, denn gerade die Hände sind oft die Problemzonen bei versierten Zeichnern.

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Die von Hay hergestellte Holzhand ist recht detailreich, hat sehr realistische Fingergelenke und lässt sich an ihrem Handgelenk kippen und drehen. Man trifft dabei auf sehr starken Widerstand und leider kann man auch die Finger nicht schwenken.

Als Basicbestandteil der eigenen Ausrüstung ist sie also sehr hilfreich, aber sie ist keine langfristige Lösung für Zeichner, die eine Figur für alle möglichen Handstellungen brauchen.

2 Kommentare

  • Anita

    Wirklich einige sehr interessante Dinge zu lesen. Mit Filzstiften und Markern zu malen ist (derzeit) leider überhaupt nicht meins, am liebsten greife ich dann doch zu Acrylfarben oder Pastellkreiden. Aber das ist ja das Schöne an Kunst, sie ist so unglaublich vielfältig 🙂

  • Gitte

    Schöner Artikel.
    Ich selbst zeichne bereits seit ich soooo +mit der Hand Richtung Boden deut+ klein bin. Und irgendwann hab ich aufgehört… ich dachte mir, damit wird man am Ende sowieso nichts. Also nicht weiter ausbauen…
    Mittlerweile sehe ich das etwas anders. Würde gerne wieder zeichnen. Aber nicht nur “kritzeln”, wie ich es früher gemacht hab – sondern meinen Horizont erweitern und mehr kreieren! 🙂

    Die Fotos von der Holzhand gefallen mir übrigens richtig gut.

    Liebe Grüße aus Hamburg
    Gitte

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