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7 Bräuche aus aller Welt und ihre Ursprünge

Es gibt so viele Bräuche und Traditionen, die wir regelmäßig in unserem Alltag erleben, ohne sie überhaupt bewusst wahrzunehmen. Viele davon machen wir ganz einfach mit, weil es einfach ganz normal für uns ist. Aber woher kommt das eigentlich? Ich habe mir für euch heute sieben Bräuche rausgesucht, die ich euch in ihren Ursprüngen näher vorstellen möchte.

1. Holi Festival – Indien

HoliOkay, beginnen wir mit etwas, das wirklich jeder von euch kennen dürfte. Das Fest der Farben stammt ursprünglich aus Indien, wo es jeden Frühling für zwei Tage lang gefeiert wird. Dabei bewirft man sich nicht nur mit farbigem Puder, sondern auch mit eingefärbtem Wasser. Für diesen kurzen Zeitraum wird die Kluft zwischen den gesellschaftlichen Klassen vergessen und sie alle feiern ausgelassen. Der Anlass dazu ist der Triumph gegen das Böse, was auch (aber nicht ausschließlich) auf die indische Mythologie zurückzuführen ist.

2. Tomatenschlacht – Italien

TomatinaWas hier auf dem Bild aussieht, wie eine schlecht inszenierte Mordszene in einem Low-Budget-Thriller ist die Tomatina. Die weltbekannte Tomatenschlacht, die jedes Jahr einen Tag lang in Buñol (Provinz Valencia) stattfindet. Stattgefunden hat diese überdimensionale Essensschlacht erstmals im Jahr 1940. Anders, als bei vielen Bräuchen, gibt es hier aber keinen Grund dazu. Aber nicht nur Einheimische nehmen an diesem Event teil, auch Touristen sind dabei herzlich willkommen. Die einzige Voraussetzung dafür ist, dass man am nächsten Tag beim Saubermachen hilft.

3. Richtfest – deutschsprachige Länder

RichtfestIn Deutschland nennt man es Richtfest, bei uns in Österreich kennt man es als Gleichenfeier. Auch in der Schweiz geht man dieser Tradition nach – unter dem Begriff der Aufrichte. Wird der Rohbau eines Gebäudes mitsamt Dach (oder auch nur dem Dachstuhl) fertiggestellt, wird dieses Fest veranstaltet. Die Feier findet immer zur Arbeitszeit statt, damit alle dabei sein können. Neben allen eingebundenen Bauarbeitern und Helfern werden bei privaten Bauten auch Verwandte und Freunde eingeladen, um die Fortschritte zu präsentieren. Immer häufiger wird daher auch ein Geschenk zum Richtfest überreicht.

4. Hula – Hawaii

HulaEin rhythmischer Sprechgesang oder eine Melodie, bei der viele Trommeln zum Einsatz kommen – das ist die Grundlage des hawaiianischen Tanzes Hula. Der kultige Tanz, den man einfach kennt, hat viele Bedeutungen und gleichzeitig keine feste. Es ist eine Geschichte, die man mit dem eigenen Körper und dessen Bewegungen erzählt. Genutzt wird er in erster Linie, um Überlieferungen alter Sagen und Mythen zum Ausdruck zu bringen. Daher sagt man auch oft, dass Hula die urtümlichste Sprache von Hawaii ist.

5. Glockenläuten – Seoul, Korea

Seoul-Bosingak-GlockeAnstatt eines Feuerwerks zum Neujahr wird in Seoul, Korea die Glocke Bosingak geläutet. Alle Bürger versammeln sich um Mitternacht um den Pavillon, der um diese herum aufgebaut wurde und lauschen dem traditionellen Glockenläuten. Zirka eine halbe Stunde lang dauert die Läutezeremonie, aber auch im Alltag findet das jeden Mittag statt – nur an Montagen nicht. Auch hier dauert die Zeremonie ungefähr eine halbe Stunde lang an.

6. Kanamara-Matsuri – Japan

Kanamara-MatsuriJa, das ist ein riesengroßer, pinker Penis auf dem Bild. Übersetzt bedeutet Kanamara-Matsuri nämlich Penis Festival. In Japan gilt der Phallus als Fruchtbarkeitssymbol und genau darum geht es bei diesem Brauch auch. Anfang April gibt es in jeder Stadt Japans jede Menge Dekorationen dazu. Nicht immer sind sie pink, wenngleich das die häufigste Farbe der Figuren und Statuen ist. Am Tag des Festivals finden dann viele Paraden statt, unglaublich viele Menschen ziehen auf die Straßen und feiern miteinander. Ein Event, das man auf die eigene Bucket List schreiben sollte.

7. Spinnweben am Weihnachtsbaum – Ukraine

SpinnwebenSpinnweben am Weihnachtsbaum und achtbeinige Horrortierchen, die als wichtigstes Symbol eines jährlichen Festes gelten. Weihnachtsspinnen also, wenn man so möchte. Zwar macht das in der Ukraine nicht jeder, aber gängig ist es allemal. Der Brauch geht zurück auf die Geschichte einer bettelarmen Frau, die es sich nicht leisten konnte, ihren Weihnachtsbaum zu schmücken. Sie legte sich schlafen und als sie am nächsten Tag zum Baum ging, war er von einer Spinne mit ihren Spinnweben übersät worden. Sie glitzerten im Sonnenlicht wunderschön und machten ihren Weihnachtsbaum schöner, als jeden anderen. Zu Ehren dieser Geschichte dekorieren viele Ukrainer ihren Baum entweder auch oder sogar ausschließlich mit künstlichen Spinnweben.

Was kennt ihr noch?

So, das war’s erstmal mit meinem Ausflug zu sieben interessanten Bräuchen aus aller Welt. Welcher davon hat euch am besten gefallen und welche kennt ihr selbst noch, die zu meiner Liste passen könnten? Lasst es mich wissen, ich bin gespannt!

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