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Achtsamkeit,  Burnout

2 Dinge, die ich durch mein Burnout gelernt habe

Wer mich kennt, weiß eine Sache ganz genau: Ich bin ein unverbesserlicher Optimist. So versuche ich natürlich auch in meinem Burnout etwas Positives zu sehen. So hat es mich doch einiges gelehrt – und genau darüber möchte ich heute mit euch sprechen.

Wir können nicht kontrollieren, was uns passiert.
Nur, wie wir damit umgehen.

Das Leben ist eine nicht endende Abfolge an Lektionen. Wir können entweder an ihnen wachsen oder daran scheitern. Die Wahl liegt ganz allein bei uns. Ich habe mich dafür entschieden, daran zu wachsen und etwas zu lernen. So, wie ich es immer tue.

1. Ich nutze den Augenblick

In meinem Beitrag über den Heilungsprozess von Burnout habe ich euch schon erzählt, dass der Vorgang nicht geradlinig ist. Es gibt gute Tage und es gibt schlechte Tage. Ein guter Tag kann durch nur einen stressigen Zwischenfall zu einer totalen Katastrophe werden, durch die man anschließend mehrere Stunden lang flach liegt und einfach nichts tun kann. Zu ausgezehrt ist der Körper, zu leer sind die Batterien für die eigenen Energiereserven. Also habe ich gelernt, den Augenblick zu nutzen.

Wenn ich auf etwas Lust habe, dann warte ich nicht bis zum Abend oder sonst wann, um es zu tun. Wer weiß, ob ich dann überhaupt noch dazu in der Lage bin – so meine Denkweise.

2. Ich selbst bin wichtig

Bevor ich in den Teufelskreis von Burnout gerutscht bin, habe ich meine eigenen Bedürfnisse sehr oft hintangestellt und mich um andere Menschen gekümmert. Wann immer man mich gebraucht hat, war ich für denjenigen da.

Der Dank dafür war, dass sich bis auf ein paar vereinzelte Menschen alle von mir abgewendet haben, da ich zur Hochzeit meines ausgebrannten Zustandes zu sehr damit beschäftigt war, nicht über Selbstmord nachzudenken, als mich um den Kontakt zu anderen zu kümmern.

Das wiederum hat mir Gelegenheit gegeben, viel nachzudenken. Ich habe gelernt, dass es manchmal besser ist, sich von Menschen zu trennen und dass man dem absolut keine schlechte Emotion beimessen sollte. Das Leben geht weiter und ich habe für mich entschieden, dass ich diese wertvolle Zeit nicht mit unnötigen Dramen und Streitereien verbringen will.

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