Oh, ist das ein seltsames Gefühl, wenn wirklich nichts mehr so bleibt, wie es in der Kindheit war.
Jetzt versteh ich auch mal, wovon meine Eltern da manchmal geredet haben, wenn sie das beschrieben haben, haha…
Gestern war mal wieder Girl’s Day und ich bin mit Diana ein wenig spazieren gewesen. Einer unserer Lieblingsplätze dafür ist ein Fluss, in dessen Nähe ich in meiner Kindheit gewohnt habe.
Schon früher wurden dort viele Dinge anders gemacht – Plätze geplättet, ein Spielplatz dort aufgebaut, wo mal eine BMX-Bahn war, solche Dinge. Nun ist da ein kompletter Abschnitt anders. Sämtliche Bäume und jedes Gestrüpp wurde im Zuge einer großen Umgestaltungen entfernt, und die neuen Setzlinge müssen erst mal richtig wachsen. Dadurch sieht das alles natürlich wahnsinnig leer aus.
Während dieser Umgestaltungen wurde eine Brücke gebaut, die über den Fluss führt. Das finde ich dafür aber richtig spannend!
Generell aber habe ich dann so ein bisschen nachzudenken angefangen.
Weil die Siedlung, in der ich aufgewachsen bin, komplett neu gebaut wurde, hat man schon vor vielen Jahren das Haus abgerissen, in dem wir gewohnt haben.
In der Innenstadt ist so vieles so anders geworden. Viele Geschäfte sind entweder komplett weg, oder umgezogen, um sich zu verkleinern, weil die Laufkundschaft immer mehr abnimmt. Orte (z.B. ein McDonald’s, haha), an denen ich mit meinen Kindheitsfreunden in Sommerferien fast jeden Tag abgehangen habe, existieren gar nicht mehr.
Es gibt im Grunde nichts, wohin ich gehen kann, um diese Erinnerungen aufzufrischen. Sie existieren nur mehr in meinem Kopf und auf Fotos, alles andere verwischt nun immer stärker. Und das ist ein komisches Gefühl…
Aber was dafür auch spannend ist: Ich wohne jetzt in einer Gegend, die ich als Kind immer bewundert habe, weil da ein riesengroßes Einkaufszentrum ist, dessen Besuch immer ein totales Highlight für mich war, haha. Natürlich ist auch hier mittlerweile alles komplett anders, weil es schon den ein oder anderen großen Umbau gab, aber ich finde es witzig, welche Geschichten das Leben manchmal so schreibt.
Könnt ihr das nachempfinden? Geht es euch vielleicht genauso? Erzählt doch mal, ich bin total gespannt! 
Das Traurige ist, irgendwann wird alles anders sein. Nichts wird so bleiben, wie wir es kennen. Alles wird umgebaut und neu strukturiert. Meine alte Schule zum Beispiel, in der ich damals zur Schule gegangen bin, soll abgerissen werden. Als ich das erfahren habe, war ich schon etwas traurig. Ich muss aber dazu sagen, dass ich gerne zur Schule gegangen bin.
Ja total. Wenn ich in Berlin am Kudamm lang laufe, was als Teenie immer ein Highlight war, ist es total krass, wie die Läden sich alle verändert haben. Das eine Kino weg, dafür ein komischer Laden drin usw… nur mal als Beispiel. Aber auch die Gegend, in der ich groß wurde. Und dann gibt es manchmal andere Orte, da hat man das Gefühl, dass dort die Zeit stehen geblieben ist.
Huuii! Endlich wieder on tour!