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Achtsamkeit

Wie du es schaffst, deine Probleme endlich zu lösen

Wenn ich mich so im Leben umsehe, dann gibt es genau drei Sorten von Menschen:

  1. Diejenigen, die sich in einem ewigen Problem-Teufelskreis befinden.
  2. Jene, die darauf warten, dass sich ihre Probleme von selbst lösen.
  3. Und dann noch jene, die ihre Probleme wirklich lösen. Das sind die glücklichen Menschen. So jemand, der auch ihr sein wollt!

Ich hab selbst sehr lange gebraucht, bis ich verstanden habe, worauf es eigentlich wirklich ankommt.

Hab viel zu gerne meinen Frust abgeschoben und anderen aufgebürdet. Mir immer und immer wieder gesagt, dass ich nur dieses und jenes bräuchte, dann könnte ich endlich glücklich sein.

Bis ich schließlich festgestellt habe, dass das ein bisschen dumm ist.

Und dann hab ich damit aufgehört und endlich angefangen, meine Probleme wirklich zu lösen.

Die meiste Zeit belügen wir uns selbst

“Ach, ich kann das einfach nicht.
Ich bin nicht talentiert genug.
Mir fehlt der Mut dazu.”

Wem wollen wir mit solchen Sätzen eigentlich was beweisen? Uns selbst? Und was genau? Wie grottenschlecht wir darin sind, uns den eigenen Dämonen zu stellen?

Das Problem lösen ist im Grunde ein ganz simpler Kreislauf:

  1. Wir erkennen unser Problem,
  2. starten einen Versuch, es zu lösen,
  3. scheitern darin vielleicht,
  4. analysieren nun, warum wir gescheitert sind
  5. und lösen das Problem schließlich.

So einfach ist es. Wirklich.

Wer aber immer in einem Teufelskreis steckenbleibt, in dem er versucht, verliert, versucht, verliert, versucht und wieder verliert – und dann aufgibt… ja, der wird sein Problem wirklich nicht lösen.

Dabei geht es gar nicht darum, dass wir nicht aufgeben dürfen. Einen Versuch ad acta zu legen, daraus zu lernen und es nochmal wagen ist auch eine Form von aufgeben. Aber eine positive.

Es gibt kein Schema F, um Probleme zu lösen

Nur, weil das früher mal geklappt hat, muss deine Problemlösung heute nicht mehr funktionieren.

Das einzig konstante in der Welt ist die Veränderung. Dementsprechend ändert sich auch deine Situation, Tag für Tag. Sekunde um Sekunde. Wie soll das dabei dann auch möglich sein, dass etwas zweimal funktioniert, das sich schonmal bewährt hat?

Die schwerste Aufgabe ist es, an schlechten Tagen genauso zu denken, wie an guten

Heute ist ein scheiß Tag? Okay, shit happens.

  • Nimmst du dir nun zwei Minuten lang Zeit, um dich so richtig drüber zu ärgern, nur um dann weiterzumachen und einen besseren Tag zu haben
  • oder willst du dir den ganzen Tag vermiesen, nur weil irgendwas nicht nach Plan gelaufen ist?

Du hast die Wahl.

Schritt 1: Hör auf, negativ zu denken

Der Pessimist am anderen Ende rollt nun grunzend mit den Augen.

Hey, kein Ding. Suhl dich ruhig weiter in deiner negativen Energie. Sie wird dich aber nicht weiterbringen.

Und nein, das ist kein Realismus, der da aus dir spricht. Denn der würde dir sagen, dass es völlig normal ist, dass mal was schiefgeht und dass du eigentlich doof bist, jetzt noch immer über das nachzudenken, was vor vielen vielen Minuten schiefgelaufen ist.

Das beste was ich je getan habe, war an mich selbst zu glauben. Und du machst das nun genauso. Denn nur du kannst etwas an deiner Situation ändern. Nur. Du.

Schritt 2: Sieh das Positive in der Situation

Ohne die schlechten Zeiten wüssten wir die guten überhaupt nicht zu schätzen. Aus dem Grund ist es wichtig, dass wir Momente haben, in denen einfach alles scheiße ist. Die wirklich wichten stechen damit nämlich noch stärker heraus.

Außerdem ist unser Hirn darauf getrimmt, schlechte Emotionen und Erinnerungen stärker hervorzuheben. Selbst, wenn du also ein erfülltes und tolles Leben führst, fühlt es sich in den doofen Momenten so an, als wäre es sowieso immer kacke und als würde alles schieflaufen. Das kommt noch aus früher Evolution, wo negative Empfindungen wichtig waren, damit wir überleben können.

Die gute Nachricht ist: Du kannst trainieren positiv zu denken! Dich konditionieren, wenn du es so formulieren möchtest.

Was ist das Positive an der Situation?

  • Du erkennst nun, was du garantiert nicht willst.
  • Außerdem weißt du dadurch, was du stattdessen willst.
  • Du lernst die guten Zeiten besser zu schätzen.
  • Und du wirst dankbar für das, was du hast.

Wie, du findest nicht, dass du dankbar für irgendwas sein solltest? So ein Blödsinn. Es gibt immer einen Grund, für etwas dankbar zu sein. Fällt dir nicht auf Anhieb einer ein, musst du ihn erst noch finden!

Wie sagt man so schön?

Warte nicht, bis das schlechte Wetter vorbeizieht, sondern lerne im Regen zu tanzen!

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Schritt 3: Akzeptiere, was nicht zu ändern ist

Damit wir in unserer Problemanalyse überhaupt weiterkommen, müssen wir natürlich erst einmal akzeptieren, was wir nicht ändern können. Entweder behalten wir es in unserem Leben oder wir trennen uns davon. Eine andere Alternative gibt es nicht.

Das Leben besteht zu 10 % aus dem, was dir passiert. Die anderen 90 % entstehen davon, wie du auf all das reagierst.

Du magst deinen Job nicht, weil dir deine Kollegen tierisch auf die Nerven gehen? Akzeptiere es. Das ist ein Faktor, den du nicht beeinflussen kannst. Lerne es entweder zu tolerieren oder such dir eine andere Arbeit.

Ja, es ist so simpel.

Und hör auf, dir nun tausend Gründe auszudenken, warum du den Job nicht kündigen kannst.

Niemand verlangt von dir, dass du sofort und auf der Stelle alles hinwirfst, wenn dich das in eine Existenzangst versetzt. Aber was spricht dagegen, gleich mal eine Bewerbung aufzusetzen und bei anderen Unternehmen vorstellig zu werden?

Und nein, den Gedanken verschiebst du nicht auf später. Du erledigst das jetzt. Aufschieben tun nur Leute, die kein Interesse daran haben, ihre Probleme zu lösen.

Du willst deine Probleme lösen. Du bist ab sofort ein Macher und kein Denker mehr!

Schritt 4: Finde raus, was du brauchst

Du musst ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln, dann fliegen dir die Lösungen für deine Probleme regelrecht zu.

Selbstbewusstsein = sich seiner Selbst bewusst sein.

Lebe bewusster!

Es ist so einfach:

  • Du vermisst jemanden? Teile es demjenigen mit!
  • Willst du jemanden sehen? Lade ihn ein!
  • Möchtest du von anderen verstanden werden? Erkläre dich!
  • Hast du eine Frage? Dann stell sie!
  • Magst du jemanden? Sag es ihm!
  • Willst du etwas mit jemandem teilen? Worauf wartest du?
  • Willst du etwas haben? Dann hol es dir!
  • Liebst du jemanden? Sprich es aus!

Wovor hast du Angst? Dass derjenige, den du liebst, deine Gefühle nicht erwidert? Okay, ja und? Ändert das was an deinen Gefühlen? Nope. Also sprich es aus. Was passiert schon, außer, dass du kurz Kummer hast, den Kopf hebst und weitermachst, bis du den Richtigen findest, der deine Gefühle dann ebenso erwidert? Glaub mir, es tut unendlich gut, die Dinge beim Namen zu nennen, ohne sie ständig mit sich rumzutragen. Denn jeder noch so kleine Kieselstein, den du auf deine Psyche auflädst, summiert sich zusammen mit all den anderen, unter deren Gewicht du allmählich erdrückt wirst.

Schritt 5: Ändere deinen Blickwinkel

Du hast ein Problem, du kennst die Lösung. Bist aber nicht mutig genug, sie umzusetzen? Warum?

Wir sehen die Dinge nicht, wie sie wirklich sind. Wir sehen sie so, wie wir selbst sind. Denn wir geben unseren eigenen Blickwinkel vor.

Hast du also das Gefühl, dass du nicht in der Lage bist, dein Problem zu ändern, dann liegt es nur an dir.

Du hast finanzielle Probleme und fühlst dich von all der Last erdrückt. Dein falscher Blickwinkel vermittelt dir, dass du da alleine durch musst. Es gibt Schuldnerberatungen, Sozialhilfen, Sparmöglichkeiten – so viele Wege, um aus dieser Misere rauszukommen! Sei es dir selbst wert und lass dir helfen, wenn du das brauchst.

Oder hast du Angst, deiner Beziehung ein Ende zu setzen, obwohl sie sich nicht mehr richtig anfühlt? Ist das schlechte Gewissen dem Partner gegenüber zu groß? Erinnere dich daran, warum du ihn einmal geliebt hast und erkenne, dass es nicht fair ist, in dieser Situation zu verweilen.

Wenn der letzte Gedanke, den du nachts hast, nicht über etwas ist, das dich glücklich macht und dich erfüllt, hast du schon viel zu viel Zeit damit verbracht, über etwas nachzudenken, das nicht in dein Leben passt.

Die Qualität deines Lebens hängt von den Fragen ab, die du dir stellst.

Schritt 6: Stell dir die richtigen Fragen

Drei Fragen, mehr braucht es nicht, um die richtige Entscheidung zu treffen.

  1. Will ich das?
  2. Will ich das?
  3. Will ich das?

Wenn du nicht jede einzelne davon mit einem JA beantworten kannst, ist es nicht die richtige Entscheidung für dich.

Und letzten Endes löst du nur mit der richtigen Entscheidung dein Problem.

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