Daily Life

Dieses Chaos in mir

Es ist Wochenende. Ich freue mich, weil ich mich an diesen Tagen meist vollständig eigenen Projekten widmen kann. Innerlich fühle ich mich schon seit einiger Zeit ziemlich zerrissen, weil ich so viel zu tun habe, dass ich diese ordentlich schleifen lasse. Etwas, das ich immer vermeiden wollte. Mittlerweile ist es gar keine Entscheidung zwischen etwas, das ich gerne mache und etwas, das ich gut kann. Das ist dummerweise in beiden Fällen so. Ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen, fühle mich aber total ausgelaugt. Ich hab irgendwie Angst, dass mir alles zu viel wird. Ich brauche eine Pause…

Weil das mit den Pausen so eine Sache ist & besonders bei einem eigenen Unternehmen – oder in meinem Fall dann zwei – es einfach unmöglich ist, mal so richtig abzuschalten, will ich zumindest bewusster leben. Ich nehme mir vor, drei Dinge zu erledigen, habe währenddessen dann zwei weitere Ideen und versuche sie gleich umzusetzen. Dauert ja eh nur ein paar Sekunden, sind ja nur kurze Änderungen, geht ganz schnell. Gleichzeitig bringt das aber meine ganze im Grunde aber gar nicht so richtig vorhandene Tagesplanung durcheinander.

Ich kann nicht mit einer To-Do-Liste arbeiten.

So schön sie auch scheinen und so gut mir das auch gefallen würde, es geht einfach nicht. Oft beginne ich etwas und lege es fünf Minuten später wieder aus den Händen. Das ist immer eine Sache auf Glück.

Manchmal ist es aber auch so, dass ich irgendwelche Blogeinträge für eigene Projekte vorbereite und dann merke, dass das, was ich erklären würde, den ursprünglichen Rahmen völlig sprengen würde. Dann muss ich einen zweiten erstellen und kann den ersten noch gar nicht veröffentlichen, da er auf dem anderen aufbaut. Kompliziert, oder?

Durchatmen ist so schwer.

Ich zwinge mich zwischendurch immer wieder, tief Luft zu holen und durch den Bauch zu atmen. Manchmal ist der Stress so schlimm, dass es sich anfühlt, als würde mir die Luft zum Atmen ausgehen. Dann ist es so gering, dass alles okay ist und ich stundenlang Minecraft spiele, weil es nichts gibt, das meine gute Laune schwächen könnte.

Es gibt Tage, an denen könnte ich die ganze Nacht durchschlafen, dann finde ich wiederum mehrere Stunden lang keinen Schlaf. Ich setze mich zum PC, beginne zu arbeiten und zehn Stunden später habe ich so viel erledigt, aber das Gefühl, nichts zu tun und erst eine Stunde wach zu sein.

Mir fehlen die Conventions. Rumfahren, Städte sehen, Freunde treffen, etwas erleben. Derzeit fühle ich mich nur eingeschlossen in den eigenen vier Wänden. Was aber auch nicht stimmt. Es fühlt sich einfach nur so an. Und das nervt mich. Momentan noch gewaltiger, als sonst schon.

Ein Kommentar

  • Paleica

    oh, das chaos kenne ich auch gut. aber bei mir hat das phasen, mal ist es besser, mal schlechter. allerdings hab ich wohl das glück, dass mir to do listen helfen, mich zu ordnen. manchmal ist das chaos aber so tief in mir drin, dass ich das, was zu tun wäre und mich entspannen würde, gar nicht richtig zu fassen ist.

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