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Nachhaltigkeit

12 Möglichkeiten, um täglich etwas für die Umwelt zu tun

Auch, wenn es keiner so richtig wahrhaben möchte: Die Erde stirbt, wenn wir weiter mit einer solch üppigen Selbstverständlichkeit mit ihr umgehen. Sie ist unser Lebensraum. Die Pflanzen und Ressourcen, die wir so fröhlich und zum größten Teil ohne weiteres Nachdenken für unser eigenes Interesse nutzen, sind erschöpfbar. Und obwohl es scheinbar immer mehr Personen gibt, die zur Nachhaltigkeit appellieren, ist noch kein großer Aufwärtstrend darin zu erkennen, dass die Menschen großartig Interesse daran hätten, etwas für den Umweltschutz zu tun. Woran liegt das?

Möglicher Grund 1: Die Bequemlichkeit

Entweder ist es die Furcht davor, sich mit einem umfassenden Thema auseinanderzusetzen, oder der Wunsch nach null Veränderung. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Er mag es, seinen Alltag mit der fast schon trostlosten Eintönigkeit zu wiederholen, die ihn doch im Grunde sowieso nicht zufrieden stimmt. Aber so ganz ist der Mut noch nicht aufgestaut, tatsächlich etwas zu verändern.

Das Problem jener Menschengruppe ist, dass sie sich kurzum über die Probleme gar nicht bewusst sind, die sie mit ihrem Verhalten der Umwelt antun. Aus lauter Ignoranz, die nicht einmal böswilliger Natur sein muss, werden so viele tolle Möglichkeiten außer Acht gelassen, mit denen sie unserer Welt etwas Gutes tun könnten.

Möglicher Grund 2: Die Unwissenheit

Eine zweite sehr wahrscheinliche Causa ist die blanke Unwissenheit. Oder auch gerne Fehlinformationen, denn diese tragen ebenfalls ihren Teil zur Problematik bei. Viel zu oft glauben Personen, dass mit Umweltschutz auch hohe Kosten einhergehen. Dabei ist oft sogar das Gegenteil der Fall. Es müssen weder Organisationen unterstützt werden, noch irgendwelche teuren Produkte alternativ gekauft werden.

Welcher Fall auch bestehen mag: Die nachfolgenden Tipps sind für jeden etwas. Sie lassen sich denkbar einfach umsetzen und in jeden Alltag integrieren.

So ist der Umwelt geholfen – 12 Möglichkeiten für einen nachhaltigen Alltag

1. Öffis statt Auto – ganz einfach!

Wer auf öffentliche Verkehrsmittel ausweicht, anstatt das Auto zu nutzen, spart nicht nur Spritkosten, sondern tut auch der Umwelt etwas Gutes. In der Zeit zur und von der Arbeit weg lässt sich ein gutes Buch oder ein lustiger Comic perfekt lesen. Alternativ ist auch das Fahrrad eine tolle Möglichkeit!

2. Weniger ist mehr beim Fleischkonsum

Fleischkonsum ist niemanden zu verdenken, der dem Vegetarismus oder auch Veganismus einfach nichts abgewinnen kann. Fakt ist trotz allem, dass durch die Fleischproduktion mehr CO2 in unsere weltweite Ökobilanz gelangen, als durch sämtliche Autos auf der ganzen Welt. Ein guter Grund, um Fleisch zu etwas Besonderem auf dem eigenen Speiseplan zu machen, oder nicht?

3. Achtung auf das UTC-Siegel beim Kaffee

Kaffeetrinker aufgepasst! Beim Kauf der eigenen Kaffeebohne oder auch von bereits gemahlenen Kaffeesorten ist es wichtig, auf das sogenannte UTC-Siegel zu achten. Dieses gewährleistet nämlich, dass sich die betreffende Marke für einen nachhaltigen Kaffeeanbau einsetzt.

Übrigens lässt sich das Siegel auch auf Produkten finden, die Kaffee oder gar Kakao als Zutat innehaben.

4. Öfter selbst kochen, als ausgehen

Es macht nicht nur Spaß, sondern schont auch den Geldbeutel. Wer selbst kocht, kann sich zu 100% darauf verlassen, dass nur ausgewählte Produkte verwendet werden und dabei auch keine Lebensmittel verschwendet werden.

5. Keine Angst vor dem Haltbarkeitsdatum

Bereits der Name vom Mindesthaltbarkeitsdatum verrät, dass es sich hierbei um eine Empfehlung handelt, bis wann das Lebensmittel am besten zu verbrauchen wäre. Allerdings muss man auch im Kopf behalten, dass es sich hier um eine Durchschnittsangabe handelt. Jeder Kühlschrank ist anders eingestellt und jeder lagert seine Produkte ein wenig anders. Nebenher müssen selbst Wasser und Honig ein solches Datum erhalten, obwohl sie quasi nicht schlecht werden können. Lebensmittel also direkt mit Erreichen des Haltbarkeitsdatums wegzuwerfen ist keine passende Lösung. Stattdessen lohnt es sich, das Thema der Lebensmittelkunde aufzugreifen – da lernt man spannende Dinge!

6. Lokal anstatt global einkaufen

Onlineshopping ist äußerst bequem, aber es verbraucht auch eine Menge Treibstoffe und Verpackungsmaterial. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, auf den lokalen Handel auszuweichen. Im besten Fall achtet man auch noch daran, beim Einkauf lokale Landwirte zu unterstützen, denn da erfolgt nicht nur maximale Treibstoffersparnis, sondern es wird auch die heimische Wirtschaft unterstützt.

7. Dem Standby-Modus keine Chance geben

Wer nicht zulässt, dass zu viele Geräte im Standby-Modus laufen, spart eine Menge Energiekosten. Durchschnittlich schlagen ausgerechnet Geräte, die gar nicht aktiv genutzt werden und dennoch Strom tanken mit jährlichen 15% der gesamten Stromkosten zu Buche!

8. Heizkosten und zugleich den Energieverbrauch einbremsen

Die Heizung muss nicht aufgedreht sein, wenn niemand zu Hause ist. Nebenher ist sie mit durchschnittlich 24°C meist ohnehin zu hoch aufgedreht, denn 20-21°C gilt als perfekte Temperatur für den Körper und auch den Geldbeutel.

9. Stofftüte statt Plastiktüte

Plastik wird ohnehin zunehmend von den Einzel- und auch Großhändlern abgeschafft, da sie durch aktuelle Gesetze dazu angehalten sind. So schön die nun oft angebotenen Papiertüten aus Recyclingmaterial auch sind, tendiert man auch hier zum Wegwerfen direkt nach dem Kauf. Eine Stofftüte ist die perfekte Alternative. Sie ist reißfest, lässt sich waschen und man kann sie immer dabeihaben, um auch für den spontanen Einkauf gerüstet zu sein!

10. Weniger Kunststoffmüll verursachen

Bananen müssen beim Kauf nicht in die kleine Plastiktüte eingepackt werden, aber wie sieht es bei Äpfeln, Birnen und anderen losen Lebensmitteln aus? Wiederverwendbare kleine Beutel, die im besten Fall durchsichtig sind, scheinen hier die perfekte Lösung zu sein. Denn auch hier gilt, dass sie sich bis zum Tag X problemlos wiederverwenden lassen.

11. Konsum einschränken und glücklich werden

Das immer stetige Konsumverlangen sitzt tief, da es uns über Generationen hinweg durch Medien regelrecht eingebläut wurde. Doch der Umwelt zuliebe dürfte es nicht allzu schwer fallen, sich in Verzicht zu üben. Kleidung kann getragen werden, bis sie kaputt geht, Elektronikgeräte können ebenfalls bis zum letzten Tag genutzt werden, anstatt andauernd gegen ein neueres Modell getauscht werden zu müssen.

12. Auf selbstgemachte Reinigungsmittel ausweichen

Jährlich sind es 150.000 Tonnen an Phosphaten, Duftstoffen und Tenside (Weichmacher), die in den deutschen Abwasserkanälen landen. Und das bloß durch Reinigungsmittel. Dem muss unbedingt Einhalt geboten werden, denn das gerät ins Grundwasser und zerstört nicht nur die Umwelt, sondern gefährdet auch massiv die Gesundheit des Menschen! Reinigungsmittel und auch Produkte zur Körperpflege können mit ganz einfachen Hausmitteln selbst hergestellt werden.

Ein Kommentar

  • Christine

    Ah, gerade was das Haltbarkeitsdatum angeht, könnte ich ja so oft so sehr mit meinem Papa streiten. Generell scheinen da die Männer eher dran zu “glauben”. Ich schaue halt gerade bei Joghurt usw einfach immer, ob er noch gut aussieht. Und dann kann man den auch wirklich so gut wie immer noch super essen, selbst wenn das Datum abgelaufen ist.
    Aber mein Papa hat da geradezu “Angst” davor…

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