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zersplittert

Unter dem Titel Zersplittert kann man sich zunächst einmal nicht allzu viel vorstellen. Nach und nach wird einem aber immer mehr klar, dass man hier nicht nur einen Fantasyroman, in dem man von Anfang an gleich mit Fremdwörtern wie Slater und Lorder beworfen wird, sondern dass man hier einen wirklich exzellenten Dystopiethriller in Händen hält.

Ben ist weg. Trotz der wirren Erinnerungsfetzen funktioniert mein Gehirn jetzt besser. Er ist weg und kommt nicht wieder. Selbst wenn er das Abschneiden des Levos überstanden hat, gibt es keine Hoffnung, dass er die Lorder überlebt hat. Mit meinen Erinnerungen kehrt auch diese Erkenntnis zurück. Wen die Lorder einmal mitgenommen haben, kehrt nie mehr zurück.

Diese Einsicht tut so weh, dass ich sie wegschieben und mich davor verstecken will. Aber die Erinnerung an Ben will ich mir erhalten. Der Schmerz ist alles, was mir von ihm bleibt.

Seine Mutter tritt Augenblicke später aus der Haustür. Sie setzt sich ins Auto, und ehe sie losfährt, bleibt sie noch ein paar Minuten über das Lenkrad gebeugt sitzen. Als sie den Motor anlässt, fängt es leicht an zu regnen.

Sobald sie außer Sichtweite ist, mache ich das Fenster weit auf, beuge mich nach draußen und strecke die Arme in die Nacht. Kalte Tropfen fallen auf meine Haut und heiße Tränen laufen mir über das Gesicht.

Regen. Er erinnert mich an etwas Wichtiges, doch gleich darauf ist der Gedanke wieder verschwunden.

Zersplittert ist der zweite Band der erfolgreichen Dystopie-Trilogie von Teri Terry. Der erste Band Gelöscht wurde in England mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Teri Terry ist eine Autorin, die es nahezu anstandslos versteht, dem Leser gehörig den Kopf zu verdrehen und ihn immer wieder in Staunen zu versetzen. Und das noch, während er gar nicht bemerkt, dass er das Buch gerade rücksichtslos am Verschlingen ist.

    Buchcover Hätte ein wenig pepper sein können.
    Einleitung Gibt es keine – es geht gleich direkt im Geschehen los!
    Wortwahl Stockt immer wieder, aber ganz okay.
     Details Könnte detaillierter sein.
     Lesefluss Prima, ohne weitere Störungen.

Allerdings muss ich zugeben, dass gerade der so zwingend jugendlich gehaltene Ausdruck in dem Buch gerade dazu führt, dass ich zwischendurch immer wieder durchatmen musste und dann weiterlas, weil ich schließlich eine Rezension dazu zu schreiben habe. Mir persönlich sagt der Schreibstil der Autorin leider überhaupt nicht zu.

Was mich aber überrascht ist, dass ich den ersten Teil große Klasse fand – natürlich steht diese Fortsetzung ihm in nichts nach und die Autorin bringt immer wieder ganz toll einige Passagen aus dem ersten Buch in unsere Erinnerung, aber der Schreibstil hat sich trotzdem etwas gewandelt.

Offene Fragen aus dem ersten Teil werden beantwortet, dafür kommen noch einige neue hinzu – die wir uns hoffentlich im dritten und letzten Teil dieser kleinen Reihe beantworten dürfen.

Es darf gespannt bleiben!

Kauf beim Verlag | Verlagswebsite | Preis: € 9,99

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