Books,  werbung

White Zone – Letzte Chance

464 Seiten, ISB-N: 978-3-407-82194-2, Verlagswebsite
verfasst von Katja Brandis, unter dem Genre Action, Thriller, Abenteuer
hier kaufen – Taschenbuch 17,95€

Dieses Buch wurde mir durch BloggdeinBuch.de zur Verfügung gestellt.

Heute einmal umgekehrt. Mein Fazit zuerst: Es klingt leider spannender, als es ist. Das Buch profitiert von einem schönen Cover und einem catchigen Klappentext. Der Rest ist leider sehr ernüchternd für den klassischen anspruchsvollen Leser… Worum geht es denn in White Zone – Letzte Chance?

Sechs straffällige Jugendliche, darunter die 19-jährige Crash, erhalten eine letzte Chance: In einer alten Forschungsstation in der Antarktis sollen sie ihr Leben in den Griff bekommen. Doch das Abenteuer wird zum Höllentrip. Ein Unbekannter bedroht die Gruppe und die unmenschliche Umgebung fordert ihren Preis. Nicht nur Crashs Nerven liegen blank. Als die Jugendlichen schließlich ein japanisches Walfangboot bei seiner grausamen Arbeit beobachten, entsteht ein riskanter Plan, für den sie alles auf eine Karte setzen.

Im Grunde ein sehr spannendes Konzept, wenngleich nichts zwanghaft Originelles. Aber das muss ja auch nicht sein, solange das gut umgesetzt ist. Den ersten Punkt Abzug gibt es aufgrund des nicht wirklich ausgeschöpften Potentials. Es ist schade, dass die Autorin hier ein so tolles Gerüst um die Handlung aufbaut und dann so wichtige Optionen einfach ohne jede weitere Beachtung zurücklässt. An einigen Ecken neigt sie zur unglaublichen Detailliebe und durch so viel Szenensetzung kann man sich perfekt in die Welt hineindenken. Umso schlimmer dann eigentlich für den Leser, wenn die Reaktionen und Handlungsaktionen der einzelnen Charaktere so stark von dem abschweifen, was der nächstlogische, rationale Grundgedanke wäre. Trotz dem sich das Buch an die Jugend richtet, stört mich dieser Faktor. Denn die angestrebte Zielgruppe ist durchaus eine, die sich schon mit ernsten Themen auseinandersetzt und hier mit vielen Fragen zurückbleiben wird.

Abgesehen davon regt es natürlich an, nachdenklich zu werden. Wie sieht man die eigene Zukunft, was wird vermutlich die Welt in einigen Jahren ausmachen? Wo wird man stehen, welche Dinge wird man begangen haben, die man dann womöglich bereut? White Zone – Letzte Chance beweist hier gutes Geschick, doch auch in diesem Punkt sind leider ein paar nicht ganz so gut ausgebaute Möglichkeiten verstrichen. Schade.

Ich bleibe jedenfalls nach dem Lesen des Titels ein klein wenig enttäuscht zurück. Habe ich doch viele Handlungsstränge entdeckt, aus denen sich noch der ein oder andere spannende Moment hätte zaubern lassen, um dem Buch letzten Endes mehr Würze zu geben. So habe ich allerdings gefühlt keinen Höhepunkt in der ganzen Handlung und die Geschehnisse tröpfeln einfach so vor sich hin. Bis zum Schluss.

Ein roter Faden lässt sich natürlich bedenkenlos finden und die Geschichte hat einen Anfang und ein klares Ende. Allzu vorhersehbar ist sie nicht, wodurch es durchaus eine Bereicherung sein kann, dieses Buch zu lesen. Schon alleine wegen den guten Ansätzen, die sich dadurch bieten. Trotz allem bleibt es eher eine Inspirationsquelle, als ein mitreißendes Buch.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.