realtalk

Warum ich Mütter (von Babys) aufdringlich finde!

Alright, y’all! Es wird wieder Zeit für eine Runde realtalk! Wie immer seid ihr herzlich dazu eingeladen, mir am Ende oder gleich zu Beginn – ohne vorher zu lesen, was ich gleich losplappere – eure eigene Meinung zu diesem Thema zu schreiben. Ab in die Kommentare damit, ich freu mich schon! Lest ihr nun die nachfolgenden Zeilen, seid euch gewahr, dass das hier meine Meinung ist. Was nicht bedeutet, dass ich andere Ansichten nicht toleriere. Aber Kritik zu äußern, mich belehren zu wollen oder mich gar als die Buhfrau der Nation hinzustellen, weil ich diese Meinung so klar vertrete, ist unangebracht. Denn genauso, wie ich allen anderen Toleranz entgegenbringe, will ich dasselbe. Ich muss diese kurze “Ansage” schreiben, da es ein sehr pikantes Thema ist, das immer wieder aneckt. Macht euch also auf ungefilterten Rage von mir gefasst!

Kurz und knapp: Ich will keine Kinder!

Ja, wir haben einen Teenager zu Hause, aber das ist nicht mein biologisches Kind. Sie ist die Tochter von dem Mann, den ich liebe. Aber sie ist aktuell 13 Jahre alt. Kennengelernt habe ich sie, als sie 7 war. Dass man ihr also den Hintern nicht mehr abwischen musste und sie aussprechen konnte, wenn ihr irgendwas wehgetan hat, sie einen Wunsch hatte oder ihr Bauch nach Essen schrie, erklärt sich damit von selbst. Kurzum: Ich konnte mein eigenes Leben führen, ohne nonstop nach einem Baby zu sehen.

Genau das ist der springende Punkt. Ich kann nicht mit Babys umgehen. Ich mag keine Babys! Auch habe ich ein riesen Problem, mich um meine kleinen Verwandten kümmern zu sollen. Nicht einen einzigen Tag bislang habe ich auf meinen mittlerweile dreijährigen Neffen aufgepasst.

Ihr fragt euch, wieso? Es ist doch logisch: Ich habe Asperger. Und nebenher eine fette Bakterienphobie. Wer ein bisschen nachdenkt (& z.B. weiß, dass es für Asperger unnnnnheimlich stressig ist, wenn da ständig Babygeplärr zu hören ist und wenn andauernd der Tagesplan durch spontane Zwischenfälle durcheinander geworfen wird), merkt, dass es eigentlich gar keine weitere Erklärung braucht, warum ich keine gute Babymutter wäre.

Mein Asperger trägt gewissermaßen die “Schuld” daran, dass mich Kinder nerven. Weil mich eigentlich alle Menschen nerven, die nicht einen gewissen Intellekt vorzuweisen haben. Ich kann keinen Smalltalk führen und bin daher nicht in der Lage, ein fünfminütiges, vollkommen sinnloses Gespräch darüber zu führen, dass der Fruchtzwerg rot ist. Das ist mit einem Satz bestehend aus vier Worten abgeschlossen; Der Fruchtzwerg ist rot.

Aber dann wärst du ja eine Kindermörderin?!!!!111einself

Nö. Geht wirklich trotz aller Verhütung etwas schief, wäre ich der letzte Mensch auf Erden, der abtreiben würde. Ich wäre eine großartige Mutter, das weiß ich alleine von unserem Teenie. Sagen mir auch ständig alle. Trotzdem will ich kein eigenes Kind. Und vor allem keine Babys, uargh!

Was spricht aber dagegen?

Vorgenannte Gründe. Außerdem habe ich ein Leben, das ich gerne führe. In dem ich nicht gerne eingeschränkt werde. Ich führe zwei eigene Unternehmen, hab genug Geld, mir den Lebensstandard zu leisten, auf den ich Lust habe. Kann schlafen, wann immer ich Lust darauf habe und arbeiten, lesen, basteln, fotografieren, bloggen, kochen, einkaufen, bummeln, reisen, in den Zoo gehen und whatever wann immer ich will! Einzig an Öffnungszeiten bin ich gebunden, aber das war’s auch schon. So ein großzügiges Leben aufzugeben? Nein, danke.

Es mag hart klingen. Vielleicht sogar egoistisch. Bin ich, dazu steh ich auch. Aber so ist das nunmal.

Warum explodierst du eigentlich gerade so deswegen?

Weil heute wieder so ein Moment war, in dem mir die Mutter eines Babys den letzten Nerv geraubt hat. Und keine, die ich erst seit einer Woche oder so kenne. Nein, die kennen der Held & ich, seitdem sie mit seinem Kumpel zusammengekommen ist. Wir waren sogar beim ersten Date dabei! Seit knapp neun Monaten sind die beiden nun Eltern. Heute waren wir kurz bei ihnen und ungefragt wäre mir das Baby fast in die Hand gedrückt worden.

Das triggert mich so immens, das kann sich keiner vorstellen. Ich fühle mich in meinem freien Willen beraubt, wenn es Menschen nicht fertigbringen, einen kurzen Fragesatz zu formulieren, ob man Bock hätte, dies und jenes zu tun. Außerdem bricht hier keine Welt zusammen, wenn ich das Kind nicht halten will. Es sind zwei Männer dabei, einer davon der Kindsvater. Soll der den Jungen doch nehmen, wenn sie sich gerade den BH oder sonst was richten will. Ich finde es ganz ehrlich dreist, einfach zu mutmaßen, so nach dem Prinzip: “Oh, wird schon passen! Alle andern findens ja auch ok!”

Schön für alle andern. Ich bin aber nicht alle andern!

“Bei einem eigenen Kind ist das ganz anders!”

Kindergemurmel. Für mich als Asperger der pure Horror, da man kein Wort versteht und ich oft nichtmal bei verständlich gesprochenen Sätzen kapiere, ob das nun positiv oder negativ gemeint ist. “Ohhh ist das nicht süß? Bekommst du da keine Lust auf ein eigenes?”

“Nein.”

“Aber wo du doch von zu Hause arbeitest, bietet sich das doch voll super an.”

“Mhhh. Nein.”

“Denkst du echt nie drüber nach?”

(Kind schreit auf einmal wie am Spieß. Mein inneres Selbst: “Ohhhh, jetzt erst Recht nicht!”) “…nein.”

“Ach, aber beim eigenen Kind ist das ganz anders. Ich weiß noch, als ich noch keine Mutter war. Hab immer die anderen Kinder gesehen und hab mich schon so auf das eigene gefreut.”

“Ich mag auch andere Kinder nicht.”

“…”

“…”

“Du magst echt wirklich gar keine Kinder?”

“Nein.”

“…”

“…”

Ist das echt so schwer zu verstehen? D:

Wer von euch glaubt, dass es schlimm ist, als Vegetarier unter Fleischessern sein großes Geheimnis zu offenbaren, sollte es mal versuchen, einer Mutter gegenüber zu sagen, dass man keine Kinder möchte. Ich habe schier endlose Diskussionen darüber geführt. Mit meiner eigenen Mutter, seiner Mutter, meinem Bruder, seiner Frau, zahlreichen Arbeitskollegen, Bekannten und Freunden………………… und es wird immer nerviger. Ehrlich. Es will einem einfach keiner glauben. Stattdessen wird man zugeballert mit endlosen Begründungen, warum es doch so toll wäre, eine Mama zu sein. Gefolgt von dem allseits beliebten Satz: “Achhhhh, das ändert sich auch noch in zwei, drei Jahren!” HAHA. Den hab ich schon vor zehn Jahren gehört.

Heute hatte mein Freund eine Idee, über die ich wirklich nachdenke, sollte es das nächste Mal zu so einem Gespräch kommen: “Sag einfach, du warst beim Arzt und kannst keine Kinder kriegen. Dann hat sich das Thema erledigt.”

Mir Aspie stößt es aber wirklich übel auf, dass es eine solche Notlüge braucht, damit Menschen meine eigentlich doch sehr simple Meinung offenbar akzeptieren können… -__-

Geil ist ja übrigens auch, wenn einem solche Leute total begeistert erzählen: “Susi hat ihr Kind gekriegt! 1600 Gramm!” Und dann grinsen die einen sooooooooo überhyper an. Ich steh immer total irritiert am Rande und frag mich, ob das nun gut oder schlecht, gesund oder zu wenig, zu früh oder zu spät, normalgewichtig oder fettleibig ist… Das fällt für mich in dieselbe Kategorie wie: “Mein Baby ist 34 Monate alt!” Was ist so schwer dran, einfach zu sagen, dass es bald drei wird?!

12 Kommentare

  • Achli

    XD ich find den Blogeintrag toll
    Richtig schön authentisch und einfach du. Rage ruhig öfter so los, ehrliche Meinungen braucht die Welt. Wenn ich so eine Einstellung wie du haben würde, ich könnt auch irgendwann auszucken, wenn mich ständig alle belehren wollten^^

  • Shiva

    Ach ja… das ewig nervende Thema mit den Bälgern.

    Mit meiner Meinung ecke ich auch oft überall an. Ich HASSE Kinder abgrundtief. Mir sind die lieber Tot als Lebendig. Hört sich Hart an aber es ist meine Meinung. Man soll mir mit denen vom leib bleiben. Sobald ein Kind anfängt zu schreien schlag ich zu, egal wie Alt das Kind ist. Habs bei meinem Cousin damals schon gemacht als der klein war. Das ist wie ein Schalter der Umgelegt wird… ZACK! Geschrei, das Heulen oder das Murmeln/Brabbeln machen auch mich Agressiv, und ich hab kein Aspberger.

    Für eine Frau die keine Kinder haben will ist es verdammt Schwer sich durchzusetzen. Das fängt schon bei Dates an. Mein Ex wollte auch irgendwann Kinder haben – DEFINITIV! Er hat auch permanent versucht mich davon zu Überzeugen wie toll Kinder doch eigentlich sind. Wir waren auch recht schnell wieder getrennt aber es ist wirklich so. Du triffst jemanden… lernst ihn Kennen… maybe ihr kommt zusammen. Und dann gibt es den Rosenkrieg weil Frau keine Kinder will. Oder man streitet sich vorher schon. Es ist wirklich ein Schlag ins Gesicht für jede Frau die sich weigert dem Strom zu folgen. Will Frau keine Kinder ist sie Wertlos (in den Meisten Fällen, nicht alle Kerle sind so aber zu 90% leider doch). Ich will mich Sterilisieren lassen, aber das wird wohl nur im Ausland möglich sein und nur auf eigene Kosten. Hier in DE wird keine Kinderlose Frau Sterilisiert es sei denn sie hat eine ernste Erkrankung. Da dies bei mir nicht der Fall ist werde ich über kurz oder lang auf andere Mittel zurückgreifen müssen. Würde gerne alles unten raus haben aber macht keiner… Was das Thema mit der Abtreibung angeht, da wäre ich Konsequent. Passiert was wird es Weggemacht und fertig. Der Kerl hätte da keinerlei Mitspracherecht, denn es ist mein Körper.

    Auch unsere Ehrliche Meinung zu dem Thema wird immer mit Füßen getreten. “Du willst keine Kinder? Was bist du denn für ein Asoziales Miststück? Ihr seid dazu VERPFLICHTET uns Kinder zu geben.” Einer der Sätze die ich mal so abbekommen habe, und ich brauche nicht zu Erwähnen das es Schmerzhaft für den Kerl ausging… oder? Diese Respektlosigkeit wird leider nicht nur von Männern vertreten. Männer beleidigen direkt, Frauen nerven damit dann echt rum.

    Ich stelle mir immer die Frage: Was passiert wenn es irgendwann Wirklich mal Machbar ist einen anderen Planeten zu bewohnen? Ich Hoffe das dies nie passieren wird, denn sollte es passieren werden die Menschen weitermachen wie bisher. Kriege, Mord, Totschlag, Umweltverschmutzung und die Tötung von Wesen die bereits lange Vor uns ins Tageslicht getreten sind. Ich kümmere mich lieber um Tiere, die dank unserer Hand zum Großteil schon Ausgelöscht wurden. Du kennst meine Meinung ja schon – wir sind Mittlerweile zu viele Menschen auf der Erde. Viel zu viele.

    Die Idee von deinem Freund hört sich Oberflächlich vielleicht gut an kann aber fix nach hinten losgehen. Ich habe es vor einigen Jahren mit einer bekannten mitgemacht. Ich weis nicht wo sie jetzt ist und was sie macht, aber bei ihr war es so das sie keine Kinder bekommen konnte. Ihre Familie und diverse Freunde haben ihr die Kinder immer Auf gezwängt damit sie “auch mal was vom Muttersein erleben kann”. Ihr damaliger Freund war dann selber so auf dem Babytrip das er mit einer anderen Abgehauen ist, meine Bekannte musste dann in eine Nervenklinik. Danach brach der Kontakt ab. Mit solchen Aussagen sollte man Vorsichtig sein. Auch kann es passieren das deine Freunde bzw. dein Umfeld dich dann mit Infobroschüren zum Thema Adoption zuballert… Egal wie man es Anstellt wir werden uns IMMER irgendwie Rechtfertigen müssen… Leider :/

    • sunochan

      Hab lang überlegt, was ich zu einem gewissen Teil in dem Kommentar schreiben soll. Ich bin zu dem Schluss gekommen, den Klassiker zu verwenden: “Gewalt ist keine Lösung.”
      Ganz unkommentiert kann ich es nicht stehen lassen… :/

  • Chrissi

    Ich kann dich SO gut verstehen.

    Bei der Geschichte mit dem “Baby in die Hand drücken” könnte ich jedes Mal so ausrasten.
    Die Schwester von meinem Freund hat ihr Baby immer mir in die Hand gedrückt, wenn sie zu Besuch war. Sie und mein Freund sind schön draußen zum Rauchen gegangen und ich durfte Babysitten. Und obwohl ich IMMER gesagt hab, dass ich das nicht will, wird nur gelacht.
    “Jetzt soll mal die Chrissi aufpassen. Die mag zwar keine Kinder, aber dann lernt sie es.”

    Seriously. Das geht einfach gar nicht.
    Diese absolut fehlende Rücksichtsnahme haben aber alle Mütter, die ich kenne (und so wie du schreibst, kennst du die ja auch zur Genüge).

    Alle schreien immer “Nicht jeder muss alles mögen!!!!11”, aber wenn es um Babys geht, gilt das scheinbar nicht.
    Da ziehst du immer den schwarzen Peter, wenn du was gegen Kinder/Babys hast. Und niemand will verstehen, dass man nicht weniger “Frau” ist, weil man keine möchte.

    Oder: Als ein Kumpel von mir Nachwuchs bekam, lud er gefühlt seine ganze Kontaktliste in eine Whats-App-Gruppe ein und postete Gewicht, Größe, Fotos, usw usw usw. Und die Leute sind voll drauf eingestiegen. Nach ein paar Stunden war es ein Chat voller Geburtsgewichte – und ich bin ausgetreten. Und sofort hat er mich privat angeschrieben, wieso ich denn die Gruppe verlassen habe.

    Ich freue mich, wenn meine Freunde Nachwuchs kriegen. Ich freue mich, wenn jemand schwanger wird, der es sich gewünscht hat. Wirklich.
    Aber ich erwarte dieselbe Akzeptanz, weil ich eben keine Kinder will (ich hab kein Asperger, aber die anderen Gründe von dir unterschreibe ich so).

    Entweder bist du in einer Beziehung und wirst ständig gefragt “Wann ist es denn soweit? :)))))))” (wir sind 11 Jahre zusammen – ich hör das also schon seit ich 18 bin) oder du bist Single und Ende 20 – und wirst auch ständig gefragt “Es wird ja jetzt langsam mal Zeit, gell? :))))))”.

    Das Schlimme ist: Ich bin dieses ewige Rechtfertigen so dermaßen leid, dass ich mittlerweile gar keine Lust mehr auf die Diskussionen habe. Meist sage ich nur noch “Ach wer weiß…” und rede von etwas anderem. Das stört mich selber, aber ich hab keine Lust, mich wieder und wieder erklären zu müssen und am Ende kommt ja doch nur ein “Ach, das sieht in 2, 3 Jahren schon anders aus!”.
    Ich brauch ne neue Ausrede. 😉 Aber die Idee von deinem Freund find ich auch zu hart xD

    Im Gegensatz zu dir würde ich zwar den Abbruch wählen, (da bin ich wie Shiranui und mein Freund hätte auch kein Mitspracherecht – das weiß und akzeptiert er aber auch.).
    Ich finds trotzdem toll, dass du mit der Tochter von deinem Helden auskommst und sie für dich dazu gehört (das liest sich zumindest so). Das ist genau diese Akzeptanz, die ich mir von allen wünschen würde.

    Also – spitzen Beitrag und ein Rant, der einfach mal sein musste! Danke dafür! Ich freu mich immer, dass ich nicht die einzige bin, die so denkt. ^^

    • sunochan

      „Wann ist es denn soweit? :)))))))“
      >>> Mit diesem Smiley!! Ich musste grad so lachen XDDD

      Jaaa was die Idee angeht, da hat Shiva leider Recht. D: Das könnte heftig nach hinten losgehen, ich lass das besser q_q;
      Ich freu mich auch drüber. Hab auch gemerkt, dass man durch so einen Beitrag tolle Leute findet, die auch so denken xD

    • Shiva

      Zitat: „Nicht jeder muss alles mögen!!!!11“, aber wenn es um Babys geht, gilt das scheinbar nicht.

      Genau DAS… Diese Intolleranz gegenüber Kinderlosen Frauen wird von mal zu mal Schlimmer. Und die Politiker fördern das ja noch.

      Zitat 2: “Die Schwester von meinem Freund hat ihr Baby immer mir in die Hand gedrückt, wenn sie zu Besuch war. Sie und mein Freund sind schön draußen zum Rauchen gegangen und ich durfte Babysitten. Und obwohl ich IMMER gesagt hab, dass ich das nicht will, wird nur gelacht.”

      Mach es demnächst wie folgt: Nimm ein Kissen oder ne andere Unterlage und leg ihr das Kind einfach vor die Nase (auf dem Kissen / whatever) oder auf den Boden. Sag ihr direkt “Das ist DEIN Kind, kümmer dich selber drum, Ich bin nicht dein Babysitter und werde es auch nie sein.” Egal ob Schwester des Freundes oder nicht – ich würd die Rauswerfen. Sie dürfte dann erst wiederkommen wenn sie es begriffen hat. Oder halt nicht mehr… *drop* ich glaub ich bin was das angeht recht Hart aber ich lass mir nicht mehr auf der Nase Rumhampeln. Die Zeit ist vorbei.

      Immerhin Akzeptiert dein Freund deine Meinung. Meine Familie ist da Zweigeteilt. Meine Eltern Akzeptieren es Anstandslos. Meine Mutter hat gesagt “Wäre ich in der heutigen Zeit in deinem Alter würde ich auch keine Kinder in die Welt setzen wollen”. Mein Vater ist etwas Verstimmt weil er gerne Enkel hätte aber er würde mich NIE zu etwas Zwingen was ich nicht will. Was den Rest der Familie angeht… Zu einigen haben wir ja keinen Kontakt mehr. Diejenigen mit denen wir Kontakt haben sind auch Zweigeteilt. Mama’s Schwester (meine Patentante) und ihre Kinder Akzeptieren das vollkommen das ich keine Nachkommen haben will. Von Papa’s Seite der Familie… Die Stieftochter meiner Tante akzeptiert das. Wir sehen uns öfter und sprechen auch mal Drüber aber die Akzeptanz ist sehr groß. Mein Onkel hat sie dazu erzogen die Meinungen von anderen zu Akzeptieren. Meine Tante und ihre Leibliche Tochter… fangen wir nicht davon an. Jedenfalls weißt du das bei einer Person Hopfen und Malz verloren sind wenn der Kommentar kommt: “Lass dich einfach Schwängern, es gibt auch gute Alleinerziehende.” (Sagt diejenige, die ihren eigenen Sohn Ignoriert… und so… )

  • Melonpanda

    Ich finde man sollte verstehen, dass besonders Mütter bzw. Eltern von “neuen” Babys voll mit Hormonen sind. Sonst würden die das selbst nicht aushalten und die Menschheit wäre schon ausgestorben, weil jeder seine Kinder einfach sitzen lassen würde oder schlimmeres. Deswegen gibt es ja auch das Kindchen-Schema. Da die Eltern also von Hormonen überschüttet sind und höchst wahrscheinlich auch sehr gestresst, je nachdem wie gut oder schlecht das Kind schon schläft, haben sie das wahrscheinlich einfach nicht so auf dem Schirm und registrieren nicht, dass es andere gibt, die die eigenen Kinder nicht so toll finden bzw. nicht halten möchten. Natürlich sollte man fragen, bevor man jemandem das Kind in die Hand drückt, aber wenn es dann mal vergessen wird, sollte man die Eltern drauf hinweisen. Man muss das Kind ja nicht nehmen. Das ist auch kein Grund Gewalttätig zu werden. Als ich den Kommentar von Shiva gelesen habe “schlag ich zu….” fand ich das schon sehr krass. Ehrlich gesagt ziemlich Übertrieben. Ich mag auch viele Sachen, die andere Leute machen nicht, deswegen schlage ich diese Leute aber nicht. Das hat einfach etwas mit Toleranz zu tun. Vielleicht hast du es aber auch falsch ausgedrückt?
    Wie dem auch sei, ich finde man sollte sich immer beide Seiten der Medaille anschauen und respektieren.

    • sunochan

      Punkt für dich, mich haben die Worte selbst erschreckt. Bin noch immer damit beschäftigt, mich zu fragen, was im eigenen Leben vorgefallen sein muss, dass man so denkt/zu solchen Mitteln greifen würde. Abseits davon; Ich versteh auch das Argument mit den Hormonen, aber es gibt noch genuuuug Eltern von Kleinkindern oder Teenies, die dahingehend leider nicht von einem ablassen :/

      • Shiva

        Ich bin selber so erzogen worden. Sobald ich wegen irgendwas geheult hab wurd ich verdroschen und weggesperrt. Nur um mal auf die Frage zu Antworten was da wo Falschgelaufen sein soll.

        Und nein ich bin so. Sobald in meiner Nähe ein Kind anfängt zu Schreien oder zu Nerven geht in mir eine Bombe hoch. Ich kann diese Geräusche nicht ab. Man kann dieses ‘Empfinden’ aber auch eher schlecht beschreiben. Aber ich versuchs dennoch mal. Jeder hat Geräusche die einen in den Wahnsinn treiben. Ob das nun das Geräusch von Flüstern ist, das Knistern einer Plastiktüte oder das Pfeifen eines Liedes. Bei mir ist die Liste an Geräuschen die ich nicht ab kann ziemlich lang. Es gibt Geräusche die mich in Panik versetzen (wie das Summen von Bienen oder Spontan auftretende, undefinierbare Geräusche an meinem Auto), Geräusche die mich anekeln (das zertreten eines gepanzerten Käfers oder Schmatzgeräusche beim Essen) und es gibt Geräusche die mich Instant (ich weis nicht ob das hier das richtige Wort ist) von 0 auf 180 bringen. Dazu gehören Pfeifen von Liedern, Flüstern, das Summen von Liedern und Geräusche von Kindern (Heulen, Sprechen, Lachen, Schreien, usw.) Ich bin nicht besonders Geräuschempfindlich, und genau genommen sind die Meisten der Geräusche, die ich als ‘Unerträglich’ empfinde, genau jene, die über 90% der Menschen als Unangenehm empfinden. Ich muss an der Stelle aber auch evl. Erwähnen das ich schon von klein an (als ich selbst noch ein Kleinkind war) die Geräusche von Babys oder anderen heulenden Kindern nicht Ausstehen konnte. Mir ist es halt lieber wenn die keinen Ton von sich geben. Nicht Lachen, nicht Weinen und sonst auch nix.

        Du hast so schön gesagt man solle beide Seiten der Medaille sehen. Wenn jemand sich für ein Kind Entscheidet ist es mir egal. Es muss jeder selber wissen ob ja oder nein. Wo meine Akzeptanz dann aber aufhört ist, wenn diejenigen dann Versuchen einem ihr Schreiendes/Kreischendes Kind auf den Arm zu setzen weil sie mal irgendwie Ausschlafen wollen bzw. selber dann total Überfordert sind mit der Situation. Wenn man Unterwegs ist fordern die Mitmenschen das man Mitgefühl für ein schreiendes Kind hat… Wozu? Vor einiger Zeit saß mir und meiner Mama im Bus eine Mutter mit Kleinkind gegenüber. Das Kind war die ganze Zeit am kreischen gewesen. Man konnte riechen das das Kind eine volle Windel hatte, klar das sowas beim Laufen am Kinderpo scheuert und sich auch ekelig anfühlt. Meine Mutter hat die Dame dann darauf aufmerksam gemacht das sie das Kind wickeln muss. Irgendwo von der linken Sitzreihe kam nur man solle mal Verständnis Zeigen “es ginge dem Kind nicht gut”. Die Diskussion erspare ich darüber. Worauf ich hinaus möchte ist etwas anderes: Die Dame stieg am Busbahnhof mit uns in den Bus ein. Am Busbahnhof gibt es Saubere (!) Toiletten im Kiosk die von jedem Benutzt werden können (die Damentoilette hat einen Wickeltisch). Sie hätte das Kind dort schnell Wickeln können, denn es dauerte 10 Minuten bis der Bus kam. Das Kind hatte am Bahnhof schon eine volle Windel gehabt und die Dame hatte alles dabei – Windeln zum Wechseln, Essen für das Kind, Reinigungstücher, etc. Ihre Aussage? Sie müsse mal “schnell Einkaufen”. … Da soll ich “Mitgefühl” haben? Für etwas was von den Erwachsenen versäumt wird?

        Ich kann sehr wohl Empathie für jemanden Empfinden und mich in andere Hineinversetzen, aber ich habe es mir abgewöhnt dies bei jedem X-Beliebigen zu tun bzw. in jeder erdenklichen Situation (nur falls jemand den Gedanken hat ich könne keine Gefühle o.Ä. Empfinden wie es mir schon oft Vorgehalten wurde). Wo ich allerdings niemals Gefühle/Empathie zeigen will und werde ist in bei Kindern. Ich “Könnte” aber ich will es nicht.

        Das Thema mit dem “Wieso man keine Kinder will” ist sehr Komplex. Es gibt viele Ansichten und Ausdrucksweisen dazu. Und jene wie Mich die eine recht “Blumige” Ausdrucksweise haben ecken überall an. Generell ist die Audrucksweise aber eher “Harmlos” als die Tatsache das Frauen – die sich gegen eine Familie Entscheiden, bzw. gegen Nachwuchs – Weltweit immer weiter heruntergeputzt werden. Wir MÜSSEN Verständnis zeigen… werden aber nicht Akzeptiert vom Rest der Gesellschaft (bzw unsere Meinung / Lebensweise). Findet den Fehler.

        • sunochan

          Der Punkt mit dem “dass man so denkt” war rein auf die Gewalt, also das Schlagen bezogen. Alles andere ist doch okay und deine Meinung. Nur traumatisiert man damit eventuell Menschen. Ich weiß ja nicht, wie bei dir sowas aussieht. Aber ich fühle mich nicht gewertschätzt, wenn mir jemand eine reinhaut. Geht gar nicht. Das sollte man auch bei anderen respektieren eben und ihnen so ein entwürdigendes Gefühl nicht wünschen / antun wollen :/

          • Shiva

            Für gewöhnlich gehe ich Kindern aus dem Weg bzw. dreh die Musik am MP3 so auf das ich nichts mitkriege. Ansonsten gibts nen “verbalen” Schlagabtausch/Diskussion mit den Erziehungsberechtigten. Zugeschlagen hab ich bisher nur 1x (Familienintern). Zu meiner Verteidigung – Du hättest auch so Reagiert. Du müsstest den besagten Teil der Familie halt kennen… und mal 1-2 Tage mit denen verbringen. In 99% der Fälle bleibts auch beim verbalen Schlagabtausch und jeder geht seiner Wege, aber jeder kommt irgendwann mal an seine Grenze wo der Faden reißt =X (Ich bin auch kein Fan von Gewalt und gehe Konflikten meist aus dem Weg aber in engen Räumen bzw. einem Zusammentreffen wo es sich nicht vermeiden lässt…) Ich beneide wirklich jeden menschen der da Ruhig bleiben kann… Ich beneide euch da wirklich… denn mir fehlt diese Geduld…

  • Nicole Weber

    Hey ich kann dich voll und ganz nachvollziehen. Bei mir ist es etwas anders.

    Ich mag Kinder zwar sehr gerne aber auch nur wenn ich weiß, dass ich sie irgendwann wieder zurückgeben kann… Sprich: Wenn es nicht meine eigenen sind.

    Ich sehe Kinder und Familie einfach nicht in meinem Leben und möchte eine eigenständige und unabhängige Frau bleiben.
    Was mich total stört, ist dass man anscheinend Kinder bekommen MUSS, um glücklich zu sein … Wenn man einen Freund hat, geheiratet hat und langsam auf die 30 zugeht, ist es anscheinend selbstverständlich, dass darauf Kinder folgen müssen um sein Leben komplett zu machen. Aber wer sagt, dass das Leben erst dann komplett ist, wenn man sein eigenes durch die Erzeugung anderer Leben einschränken möchte?
    Zum einen bin ich sowieso dagegen, noch weitere Leben in diese Welt zu setzen. Wir sind eh überbevölkert und in dieser Gesellschaft möchte ich ungern Kinder groß ziehen. Zum anderen weiß ich ganz genau, dass ich glücklicher sein kann, wenn ich keine Kinder habe … Also where’s the Problem? Immer diese Quatscherei mit: Mimimi so langsam kannste doch mal anfangen und Mimimi das gehört nunmal dazu ……. BLÖDSINN!!! Wenn jemand glücklich mit Kindern ist, ist mir das Recht. Ich bin es nicht um habe auch keine Lust, Druck von Familie, Bekannten und Freunden zu bekommen ….

    Also … Toller und ehrlicher Post mit einem Thema, das auf jeden Fall mal aufgegriffen werden musste! 🙂

    LG
    Nicole

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