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Tod einer Hofdame – Eine königliche Ermittlung

248 Seiten, ISB-N: 978-3945025642, Verlagswebsite
verfasst von Isabella Benz, unter dem Genre Crime
hier kaufen – Taschenbuch 14,90€

Dieses Buch wurde mir durch BloggdeinBuch.de zur Verfügung gestellt.

Historik trifft auf Krimi. Äh… oder so. Ich bin wahrlich positiv überrascht, wie fein all die Details um die Protagonistin ausgearbeitet sind. Während jedem Geschehniss hatte ich das Cover klar im Kopf, manchmal auch extra nachgesehen. Was bin ich für ein nerviger Leser, der gerne Bilder vor eigener Vorstellung walten lässt. Aber naja.

Was wäre, wenn du eine zweite Chance bekämst? Eine, um alles wiedergutzumachen. Alles, was du so unglaublich falsch gemacht hast. Was würdest du ändern, was wiederholen? Sara hat in wenigen Tagen so ziemlich alles falsch gemacht, was sie falsch machen konnte. Nichtig-kleine aber auch tragisch-große Fehler. Mit wenigen, aber ausschlaggebenden Entscheidungen hat sie in ihrem Leben so eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die sie gerne wieder rückgängig machen würde. Als sie inmitten dieses Chaos ausgerechnet Matt vors Auto läuft und wenig später im Krankenhaus aufwacht, ist plötzlich nichts wie zuvor. Die Uhren wurden zurückgedreht und all das, was in der Woche vor dem Unfall passiert ist, scheint ungeschehen. Sara hat nun die unbezahlbare Möglichkeit, die wichtigsten Tage ihres Lebens noch einmal neu zu erleben. Um endlich alles richtig zu machen … „Wenn gestern unser morgen wäre“ – Eine romantisch-feinfühlige Liebesgeschichte über das Glück der zweiten Chance, den Zauber der Schmetterlinge und die Kraft der Liebe.

Sehr interessant war für mich die damit verbundene Erfahrung, dass der Titel durch und durch aus der dritten Person erzählt wird. Ganz zu Beginn war es stark gewöhnungsbedürftig. Mit der Zeit aber fand ich es immer passender, dass dieser Stil gewählt worden ist. Besonders in Bezug zu jener Zeit, in der dieser Roman stattfindet, sorgt es für eine stimmige Atmosphäre. Es ist das Ende des 12. Jahrhunderts und wirkliche Polizeiarbeit ist hier eigentlich noch ein Fremdwort. Ein Mord muss aufgeklärt werden und die Frage, ob es sich um Selbstmord oder Fremdeinfluss handelt, steht groß im Raum. Der Weg zu dieser Erkenntnis hin war steinig, voller Emotionen und bis zum Schluss spannend. Ich habe wirklich ein irres Auf und Ab erlebt und nicht nur einmal kam die Angst in mir hoch, dass Alyedis – die Protagonistin – die nächste Tote sein könnte. Kein Wunder aber, denn sie scheint ein großes Bedürfnis danach zu verspüren, sich selbst in Gefahr zu begeben. 😀

Allein dieser selbstlose Charakterzug, den sie damit an den Tag legt, begeistert mich. Keine Ahnung, was es letzten Endes wirklich gewesen ist, aber es hat einfach “Klick!” gemacht und ich bin begeistert von diesem Buch. Auch die Wortwahl ist wundervoll und perfekt an die Zeit angepasst.