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Tierwelt

Tipps gegen Rattenmilben

Am liebsten würde ich jetzt einfach sagen, dass mir auch nichts erspart bleibt. Aber in diesem Fall hat es unseren süßen Bobby (der im Übrigen Mitte Oktober im Alter von knapp drei Monaten bei uns eingezogen ist) getroffen. Sein Käfig wurde von Rattenmilben heimgesucht, die irgendwann beschlossen haben, auch auf ihm rumzukrabbeln.

Es ging ziemlich schnell und ich kann im Nachhinein auch gar nicht sagen, wodurch sie sich eingenistet haben. Bei meinen Recherchen im Web hab ich zumindest erfahren, dass manche Parasiten (darunter auch Rattenmilben) schon auf dem Wirtstier leben und sie sich dann bei der ersten Gelegenheit stark vermehren. Letzten Endes ist es ja auch egal, woher sie kommen. Hauptsache, wir beseitigen sie jetzt schnell. Parasiten können für den Hamster sehr viel Stress bedeuten, was im schlimmsten Fall schon alleine deshalb zum Tod führen kann.

Woran erkennt man einen Befall von Rattenmilben?

Sie sind mit dem bloßen Auge erkennbar und wuseln sich durch den ganzen Käfig. Irgendwann sind sie dann auch auf dem Tier zu sehen. Ihre Farbe ist für gewöhnlich dunkel, entweder ein sehr dunkles Braun oder auch Schwarz. Haben sie Blut gesaugt, werden sie mitunter größer und sind auch entsprechend Rot. Zerdrücken lassen sie sich nur sehr schwer.

Der Hamster steht förmlich unter Dauerstress, er kratzt sich andauernd und es entstehen Schorfstellen. Stellen, an denen er sich aufgekratzt hat, werden krustig und auch seine Ohren sehen nicht so sauber aus. Gegebenenfalls vernachlässigt er das Putzen oder er tut es sogar viel häufiger. Er kann mit Appetitverlust reagieren, ist vielleicht weniger aktiv als üblich und schläft mehr.

Umso stärker die Verhaltensänderung ist, desto dringender ist auch ein Besuch beim Tierarzt nötig!

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Niemals mit giftigen Mitteln experimentieren!

Besonders Hamsterbesitzer, die noch sehr wenig Erfahrung mit den Tieren haben, sollten nicht einfach irgendwelche ominösen Mittel ausprobieren. In eurer Laufbahn werdet ihr mit so einigen Parasiten in Verbindung geraten. Hamster können euch Motten, Milben, Flöhe und noch sehr viel mehr einbrocken. Wir selbst hatten während der Lebenszeit eines jeden Hamsters bislang mindestens einmal mit irgendwelchen Viechern zu kämpfen. Aus Erfahrung kann ich euch daher ein paar grundlegende Tipps im Kampf gegen jegliche ungewollte Untermieter geben:

  • Ab mit dem Hamster in seine Transportbox.
  • Isoliert ihn von der gesamten Streu und reinigt den Käfig bestmöglich.
  • Wischt ihn mit Wasser aus, desinfiziert ihn (je nach Parasit notwendig). Wurde Desinfektionsmittel verwendet, braucht ihr eine Ersatzunterkunft, damit der Käfig über Nacht auslüften kann!
  • Tastet den Hamster regelmäßig ab und seht nach, ob er an irgendwelchen Stellen Schorfwunden hat.
  • Sind Augen oder Nase verklebt und hat der Hamster blutige Stellen, dann sofort ab zum Tierarzt!

Ein sehr verlässliches und angenehmes Mittel gegen Parasiten jeder Art (außer Motten) ist das Puder von AniForte. Ich habe mal das Flohpulver zum Testen bekommen und es schon damals gegen kleine Käferchen eingesetzt, die Kukkie genervt haben und von denen keiner wusste, was das überhaupt war. In diesem Fall und auch gegen die Rattenmilben war das Pulver sehr verlässlich, weshalb ich es euch entsprechend empfehle.

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Ich hab das Pulver ausgiebig auf der Streu verteilt und dann alles vermischt. Außerdem habe ich sämtliche Holzmöbel damit eingestrichen. Auch der Hamster darf damit bedenkenlos in Kontakt kommen, also pinselt es ihm ruhig auf Bauch und Rücken. Er wird zwar sowieso beim Wühlen damit in Verbindung kommen, aber wenn auf ihm welche rumlaufen, könnt ihr ihm damit schnell Erleichterung verschaffen.

Während ich den Käfig komplett gereinigt und die Streu erneuert habe, hab ich Bobby in die Transportbox gesetzt. Die habe ich nicht mit Streu, sondern mit Küchenpapier ausgelegt und darauf das Puder verteilt. Schon während der paar Minuten, die er darin bleiben musste, sind die meisten tot abgefallen.

Nehmt unbedingt Abstand von Spot Ons und von sämtlichen Mitteln, die Insektengift oder andere scharfe Zusatzstoffe drin haben. Der Hamster könnte davon apathisch werden, wenn nicht sogar Schlimmeres.

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Noch ein paar Tipps zur Parasitenbehandlung

  • Frisst der Hamster nicht viel, könnt ihr ihm während dem Aufenthalt in der Box Frischfutter anbieten, um seinen Appetit zu steigern. Das könnt ihr übrigens auch dann machen, wenn ihr unsicher seid, ob er noch viel Appetit hat (vielleicht bunkert er sein Futter irgendwo, wo ihr es (noch) nicht wisst).
  • Paprika und Salatgurke eignen sich sehr gut dazu, um ihm eine weitere Flüssigkeitsquelle zu bieten.
  • Überprüft alle zwei Tage, ob schon ein Rückgang der Viecher auf seiner Haut zu bemerken ist.
  • Legt etwas Heu auf das Rad oben drauf, um am nächsten Tag zu sehen, ob er darin gelaufen ist.
  • Solange der Hamster von Parasiten befallen ist, herrscht ein ausnahmsloses Freilaufverbot!
  • Wascht euch sofort die Hände, nachdem ihr den Hamster berührt habt.
  • Beschäftigt euch trotzdem möglichst mit dem Kleinen. Redet ihm gut zu, streichelt ihn, wenn ihn das beruhigt und lasst ihn aus eurer Hand fressen. Seid allerdings vorsichtig bei Rattenmilben, da die auch auf den Menschen übergehen können. Also wirklich immer sofort die Hände danach waschen und keinesfalls den Hamster auf euch herumlaufen lassen. Haltet ihm lieber die Hände in den Käfig rein.
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