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The Dry

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So, nach dem anfänglichen Weihnachtsstress habe ich wieder Zeit, Buchrezensionen für euch zu schreiben. Es hat sich auch schon wieder ein ganz schöner Berg bei mir zu Hause angesammelt und nun muss ich mich ranhalten, um das alles nacheinander abzuarbeiten. Heute fange ich Mal mit einem Titel an, der sich selbst als Thriller bezeichnet, obwohl es meiner Meinung nach alles, nur nicht das ist. Mit The Dry hält der Leser einen fantastischen Titel in der Hand, den es sich durchaus lohnt, zu lesen. Die Charaktere sind unglaublich gut durchdacht, die Handlung hält einen am Ball, aber das, was zu einem typischen Thriller gehören würde, findet man hier nicht.

Die Handlung ist gleichmässig, hat keine Höhe- aber auch keine Tiefpunkte und die darin vorkommenden Protagonisten wachsen bis zum letzten Absatz. Zum Teil sogar noch über sich hinaus. Es macht kurzum Spaß, das Buch zu lesen, aber im Detail zu erklären, was daran nicht zum erzielten Genre passt, würde zu viel spoilern.

Getrennt durch Gegenwart und Vergangenheit sind es quasi zwei Handlungsstränge, auf die man sich hier einlässt. Zielsicher gesetzte Zeitsprünge verbinden ab einem gewissen Punkt jene beiden Ereignisse miteinander und klären Fragen, die unhinderlich im Kopf des Lesers hochkommen und lässt keine weiteren offen. An diesem Punkt bringt es mich auch zum Schmunzeln, dass die Autorin Journalistin ist. Tatsächlich erklärt sich das aus ihrem Schreibstil, da sie sehr detailreich fungiert und eben gar nicht zulässt, dass man irgendwelche Lücken in der Handlung finden könnte. Sei es nun der Logik wegen oder dem Handlungsbild entsprechend. Von Anfang an kann man bei jeder einzelnen Person nachvollziehen, aus welchem Grund derjenige sich so verhält, wie es der Fall ist. Selbst, wenn man sich aus eigenen Augen nicht so richtig damit identifizieren kann. Zudem bleibt es schön übersichtlich, weil wir nicht zu viele Nebencharaktere haben.

Das einzige, das ich ein wenig schade finde, ist, dass es wirklich absolut keinen Handlungs- oder auch Informationsstrang gibt, der nichts mit dem Geschichtsausgang zu tun hat. So bleibt das alles nunmal ein wenig eintönig und gibts nichts über die Sache preis, die womöglich ein wenig ablenken könnte. Durch hier und dort einen feinen Plottwist besteht aber keine Gefahr, dass der Ausgang der Story bereits zu Beginn klar ist. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen!

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