Spiegelreflexkameras für Einsteiger – darauf kommt es an

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Auf die Plätze, fertig, los!

Als Anfänger hat man es üblich schwer und wenn ein neues Hobby ausgeübt wird, weiß kaum jemand welches Equipment für den Start gut geeignet ist. So auch bei den Spiegelreflexkameras. Unter folgenden Punkten erfährst du ganz genau was du beim Kauf beachten solltest.

Wie viel Budget habe ich überhaupt?

Auf jeden Fall solltest du mit 300 € rechnen, wenn du eine einfache gebrauchte Spiegelreflexkamera kaufst. Möchtest du jedoch ein neues Gerät kaufen, dann kalkuliere deinen Einkauf mit mind. 700 €. Alle heutigen Spiegelreflexkameras sind hochwertig auf dem neusten Niveau, dennoch solltest du deine Sinne ebenfalls beim Kauf verwenden. Nimm die Kamera in die Hand und wenn diese sich gut fühlt und der Gedanke dir Spaß macht Sie auszuprobieren, dann ist sie genau die Richtige.

Deshalb ist die beste Lösung in den nächst besten Elektronikmarkt zu gehen, die verschiedene Spiegelreflexkameras in die Hand zu nehmen und einfach auszuprobieren.

Wie viele Megapixel hat die Kamera, reicht die Anzahl aus für mein Vorhaben?

Grundsätzlich sagt man, dass 24 Megapixel ein guter Durchschnitt ist. Dennoch solltest du dich nicht nach den Megapixeln orientieren. Zuallererst hinterfrage dein Vorgehen und denk darüber nach, wofür du eigentlich mehr Megapixel brauchst. Es ist nicht direkt zu sagen, dass mehr Megapixel ausschlaggebend für eine bessere Bildqualität ist.

Megapixel sind dann meistens relevant, wenn du großformatige Drucke machen möchtest. Das ist meistens größer als 90 × 60 cm.

Wenn du dennoch unsicher bist, kann ich dir garantieren, dass 95 % der ganzen professionellen Fotografen nicht mehr als 12 Megapixel benutzen bzw. brauchen. Du wirst merken, wenn du eine günstige Kamera anschaust, dass sie 18 Megapixel bereits besitzt.

Wie groß ist das Display und kann ich dieses wegklappen?

In den meisten Fällen wird dir ein Klappdisplay mehr helfen als keins. Die meisten Bilder entstehen oft durch ein Stativ, welches nur knapp über dem Boden aufgestellt wird. Wer noch jung ist, kann durch den Sucher schauen, aber das verleitet zu einigen Akrobatikübungen oder dreckigen Knien. Dabei ist das Klappdisplay praktisch und gleichzeitig bequem, wenn es zu Landschafts und Architekturfotografie kommt. Das Ergebnis lässt sich sehen und überzeugt nochmals für ein Klappdisplay.

Auch für die Fotografie ist eine Liveview besser zu handhaben als im Sucher der Kamera. Heutzutage ist es ein wichtiges Kriterium für schwierige Positionen, um den Fokus genau beizubehalten.

Ist die Bedienung der Kamera einfach?

Hier stellt sich die Frage, ob das Stichwort Learning by doing ist oder erst anfangen kann, wenn die Bedienungsanleitung vollständig studiert wurde. Das kannst du nach Belieben selber entscheiden. Natürlich bieten die manuellen Einstellmöglichkeiten viel mehr Vorteile für dich. Dabei kannst du ausprobieren und deine Kreativität freien Lauf lassen. Wer hat gesagt, dass du die Standards übernehmen sollst? Mit deinen individuellen Einstellungen kannst du viel mehr Einfluss auf deine Fotografie nehmen.

Keine Sorge du brauchst nicht überfordert zu sein. Eine Spiegelreflexkamera hat auch einen Automatikmodus. Das bedeutet die Kamera hilft dir die Bilder zu schießen ohne das du jegliche Einstellungen anrühren musst. So kannst du erstmal schauen wie die Kamera funktioniert und wie sie auf die verschiedenen Varianten von Bildern reagiert. Nach und nach wenn du warm mit der Bedienung bist, kannst du über zu Halbautomatiken übergehen.

Wie der Name schon sagt, kannst du hier nur die Hälfte ändern. Entweder die Blende oder die Belichtungszeit kannst du wählen und deine Kamera passt den Gegenwert und die richtige Belichtung an. Damit tastest du dich langsam an die Einstellungen heran. Wenn du überzeugt bist, dass du den Bogen raus hast dann kannst du zum manuellen Modus wechseln und nach Bedarf alles ausprobieren, was du möchtest.

Welche Einstellmöglichkeiten und wie viele Modi habe ich?

Wie schon einmal erwähnt kann man zwischen Automatik, Halbautomatik und manuellen Einstellmöglichkeiten wählen. Je nach Einstellmöglichkeiten kann dann die Option gewählt werden. Wenn du dir ganz sicher bist, im Umgang deiner Kamera kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen.

Wie groß ist die Auswahl an Zubehör?

Das ist meist individuell und kommt drauf an was du genau fotografieren möchtest. Folgende Objektive gibt es zu kaufen: Weitwinkelobjektiv, Makroobketiv, Teleobjektiv, Festbreitweite und Tilt & Shit Objektiv. Jedes Objektiv hat seine spezielle Aufgabe und eignet sich nur für spezielle Bereiche. Natürlich kannst du ausprobieren und auch hier deine kreative Seite ausleben. In der Regel unterscheiden sich die Objektive in ihrem Bildwinkel und Brennweite.

Um zu wissen, ob das Objektiv an deine Kamera passen kannst du ganz einfach im Internet nachschauen oder fragst einen Profi. Meistens sind die Objektive auch in der Bedienungsanleitung aufgelistet und können direkt nachgekauft werden.

Wie viel Zubehör muss man gleich zu Beginn zukaufen?

Diese Frage lässt sich leicht beantworten. Da du wahrscheinlich als Anfänger startest du in der Regel nicht viel Zubehör dazukaufen. Du solltest als Erstes mit der Kamera warm werden und Stück für Stück dann Zubehör oder weitere Ausstattung dazu kaufen. Es wäre zu schade, wenn du alles Weitere direkt kaufst und nach paar Monate das Interesse am Fotografieren verlierst.

Beim Kauf einer Kamera wird in den meisten Fällen eine Trageband geliefert, sodass dieses beim weiteren Verlauf nicht gekauft werden muss.

Hier hast du alle typischen Fragen, die in der Anfangszeit gestellt werden, beantwortet. Informiere dich stets gut was du kaufen willst und ob es wirklich notwendig ist. In der Welt der Fotografie ist meistens nicht alles notwendig, um gute Bilder zu schießen. Auch kannst du natürlich professionelle Hilfe suchen, die dich fachgerecht beraten können. Fange dein Fotografie-Erlebnis direkt an! Viel Glück!


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