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Sion – Finde die Wahrheit

254 Seiten, ISB-N: 978-9963-53-790-7, Verlagswebsite
verfasst von Julia Lindenmair, unter dem Genre Romantasy
hier kaufen* – Taschenbuch 11,99€

Dieses Buch wurde mir für diese Rezension kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Es herrscht Kriegszustand, als der Leser in die Geschichte von Anne eintaucht und mit ihr das große Geheimnis um ihre Vergangenheit erkunden darf. Fantasy trifft auf Romance und mittendrin findet das knallharte Leben statt. Der Ort, an dem all die Geschehnisse beginnen, ist ein kleines Dorf. Mit malerischer und detailverliebter Erzählung holt die Autorin ihre Leser ab und weiß mit wortgewandten Beschreibungen zu glänzen. Es kommen viele Metaphern vor, die es mir persönlich schwer gemacht haben, mich in die Geschichte hineinzuversetzen. dafür aber ist die Handlung alles andere als voraussehbar und die Autorin weiß regelmäßig mit neuen Überraschungen aufzutrumpfen.

Da die Protagonistin sehr behütet aufgewachsen ist, weist sie einen äußerst kindlichen Charakter auf. Etwas, das man mögen muss und in das sich wohl nicht jeder ganz optimal hineinversetzen kann. Allerdings passt es gut zum Genre und im weiteren Verlauf der Geschichte muss sie schließlich auch erwachsen werden. Die dabei in ihr aufkeimenden Emotionen kann man dafür umso besser nachvollziehen.

Vom Erzählstil der Autorin her hat man manchmal das Gefühl, dass hier zwei verschiedene Personen geschrieben haben. Allerdings muss man auch sagen, dass das den betreffenden Perspektiven nur allzu gerecht wird. Einerseits haben wir hier eben die kindliche Anna und andererseits wiederum den ziemlich harten und wahrlich kühlen Lycra, dessen Sichtweise stets männlich dargestellt ist. Durch seine doch eher platte Ausdrucksweise wird ihm eine sehr grobe Persönlichkeit verliehen. Ganz, als müsse er das völlige Gegenteil von Anna darstellen. Was das angeht, fand ich es fast ein wenig schade. Denn dadurch wurden die beiden Charaktere in ihrem Verhalten fast ein wenig vorausschaubar. Ganz im Gegenteil zur Geschichte versteht sich.

Alles in allem stellen Geschichten dieser Art für mich eher typische Mädchen-Fantasy dar. Wirkliche Elemente von diesem Genre findet man kaum, es wird bloß auf die Grundsätze davon zurückgegriffen. Ganz, als würden Mädchen viel mehr Emotionen und Gefühle benötigen, als spannende Handlung. Aber das ist schon Kritik in hohem Niveau an dem Genre selbst und nicht diesem Titel.

Vielleicht hätte man die Namen hin und wieder ein bisschen weniger offensichtlich wählen sollen, um hier nicht zu viel vorwegzunehmen. Aber auch das Cover erledigt schon so seine Aufgabe, wenn es darum geht, erste Hinweise auf die Ecke zu bieten, in der man sich mit diesem Buch denn befindet.

Mir persönlich hat das Buch gut gefallen. Wer dieses Genre mag, wird den Roman wohl lieben!

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