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Schuld und Menschlichkeit

284 Seiten, ISB-N: 978-3734593499, Verlagswebsite
verfasst von Constantin Himmelried, unter dem Genre Reportage
hier kaufen* – Taschenbuch 12,99€

Dieses Buch wurde mir durch BloggdeinBuch.de zur Verfügung gestellt.

Das Buch behandelt einige juristische Fälle, die es wirklich gegeben hat. Daher sortiere ich es auch eher unter die Riege der Reportagen ein. Allerdings muss ich zugeben, dass ich das gesamte Werk nicht so gemocht habe, wie ich es mir gewünscht hätte.

Obwohl der Grundgedanke dahinter sehr vorbildlich ist und zum Teil auch ein wenig gesellschaftskritisch auftritt, finde ich, dass an manchen Ecken und Stellen einfach ein bisschen mehr hätte kommen können. Ich selbst konnte anhand der Dokumentation keine Bindung zu einzelnen Fällen aufbauen und habe sie eher wie Zeitungsberichte wahrgenommen.

Natürlich ist es schockierend, wie in den einzelnen Fällen verfahren wird. Und natürlich ist man als Bürger in einem solchen Sozialstaat nicht zufrieden, weil man sich gleichzeitig hilflos fühlt. Nicht in der Lage dazu, etwas daran zu ändern.

Selbstverständlich ist es auch nicht zur Diskussion gestellt, ob diese Fälle in das Buch sollten oder nicht. Der Autor hat schon Recht damit, sie in seinem Buch aufzunehmen, um die Missstände aufzuzeigen. Ganz unabhängig von der Frage danach, was nun der Grund für diese Vorfälle ist – ob es nun Vorurteile oder ganz andere, grobe Dinge, wie zum Beispiel Rassismus sind – hatte ich einfach die ganze Zeit das Problem, dass mir die Erzählungen einen Ticken zu sachlich gewesen sind.

Ohne Pause wurde berichtet. Vielleicht hätte ein bisschen mehr Hintergrundwissen über die betroffenen Personen geholfen? Aber ich bin unsicher, ob der Autor hier dann befürchtet hätte, dass die Objektivität verloren geht… Aber naja. Dennoch vergebe ich insgesamt das Urteil “gut”, denn vom Informationsgehalt selbst hat der Autor natürlich gute Arbeit geleistet.