Ratten erschnüffeln seit Jahren in Krisengebieten Minen & retten dadurch zahlreiche Leben

Ratten-Minensucher

Ratten retten leben, seit wann den das?

Waren in der Vergangenheit Ratten schuld an der Verbreitung von Krankheiten und Seuchen, so können diese Lebensretter spielen.

Die Organisation mit Sitz in Belgien mit dem Namen APOPO züchtet und trainiert Ratten für die Anwendung in Krisengebieten. Ratten erschnüffeln Landminen und können dazu beitragen, das Land für die Einwohner wieder nutzbringend zu machen.

Menschen die in solchen Gegenden zuhause sind, haben ständig Angst davor, von unentdeckten Sprengkörpern getötet oder verunstaltet zu werden. Vor allem in Asien und Afrika ist diese Angst berechtigt und gegenwärtig.

Nach Angaben der Vereinten Nationen kommen jedes Jahr mehr als 15000 Menschen durch Landminen ums Leben. Beim Großteil der Betroffenen handelt es sich um Zivilisten.

Ratten besitzen sensiblen Geruchssinn

Laut der UNO zerstören Landminen nicht nur Leben, darüber hinaus verhindern sie auch eine positive Entwicklung in diesen Gebieten.  Seit Ausrufung der Ottawa-Konvention zum Verbot von Landminen wurden mehr als 40 Millionen vernichtet, sowie die Herstellung und der Handel zumindest größtenteils gestoppt.

Mehr als 161 Staaten haben den Vertrag von Ottawa gutgeheißen und sich auf Minenräumung mithilfe von Ratten spezialisiert. Diese Art von Minensuche und Minenräumung ist intelligent und läuft in der Regel problemlos und ruhig ab.

Am besten eignen sich für diese Vorgehensweise afrikanische Hamsterratten, sie sind dabei gelassen und gut zu trainieren. Im Gegensatz zu Hunden lösen die leichtgewichtigen Ratten bei Minen keine Explosion aus, was die Sache ziemlich sicher erscheinen lässt.

Herangezogen und ausgebildet werden diese Feinnasen in Tansania, wo ein Forschungslabor, eine Zuchtstation und ein Trainingscamp zugegen sind. Etwa vier Wochen nach Geburt der Ratten werden diese langsam an den Geruch des Sprengstoffs TNT gewöhnt. Nach einigen Wochen Sandkastenübungen im Camp, heißt es ab aufs Feld. Dann wird an scharfer Munition geübt und das fast immer mit Erfolg.

Erfolgreiche Helfer

In Mosambik zum Beispiel, wurden mithilfe ausgebildeter Ratten eine ganze Region von Minen befreit und das mit einer Schnelligkeit, dass man sogar ein Jahr vor Fristsetzung seitens der Regierung damit fertig war.

Die Ratten erhalten je gefundener Mine ein Belohnung in Form von Erdnüssen oder anderen Leckerbissen. Dank der Belohnung laufen viele der Ratten zur Höchstform auf.

In Afrika und anderen Kriegsgebieten weltweit wartet auf diese Helfer noch viel Arbeit.

Kambodschas beste Freunde

Die so genannten guten Freunde der Kambodschaner haben ihre Tauglichkeit bereits in Mosambik und Angola unter Beweis gestellt. Derselben Aufgabe wurden sie auch in Kambodscha zugeteilt.

Seit dem Jahre 1979 wurden in Kambodscha durch Minen mehr als 60000 Menschen getötet oder verletzt bzw. verstümmelt.

In Kambodscha mussten wegen Verletzungen durch Minen mehr als 25000 Amputationen bei Menschen ausgeführt werden. Bedeutet in der Regel, dass durchschnittlich alle 2,5 Tage ein Minenunfall geschieht.

Schreckliche Zahlen deren Einhalt geboten werden muss und dazu eignen Ratten vorzüglich. Ratten verbreiten also nicht nur Seuchen, sie können auch Leben retten und das auch noch im großem Ausmaß.


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