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P.I.D. 1 – Im Visier der Vergangenheit

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Grundsätzlich ist es ein richtiges Können, das die Autorin hier beweist, indem sie den Leser direkt am Anfang mit all dem, was passiert, abholt und die Spannungskurve über all die 172 Seiten lang weit oben hält. Durchgehend. Aber gerade auch diese 172 Seiten sind es, die den Leser am Ende zurücklassen und ihm das Gefühl geben, hier ein unfertiges Werk vor sich zu haben. Ich möchte diesen Titel lieben, aber ich kann es nicht. Aber fangen wir von vorne an.

Die in der Geschichte auftauchenden Charaktere sind von Grund auf sympathisch. Ich bin mir sicher, jeder Leser hat die Gelegenheit, die ein oder andere Person zu finden, mit der er sich gut identifizieren kann. Denn an Abwechslung fehlt es hier garantiert nicht. Aber dann kommt der erste, große Knicks für mich. Man hat das Gefühl, als würde die Autorin krampfhaft versuchen, Juliette als die böse Hauptdarstellerin dastehen zu lassen. Als sollte man sie als Leser nicht mögen.

An sich weist die Handlung dann auch spannende Momente auf, aber es bleibt im Endeffekt immer gleich. Es gibt keinen Twist in der Geschichte, nichts, das ganz plötzlich und überraschend käme. Da es sich aber um einen eher kurzen Titel handelt, ist das wiederum zu verkraften. Dann aber wieder das Kontra: Gerade, weil es so kurz ist und es keine großen Kurven aufweist und im Endeffekt ständig das gleiche Ziel vor den Augen des Lesers liegt, fühlt man sich am Ende fast ein bisschen im Stich gelassen. In solchen Fällen fände ich es besser, auf eine Reihe zu verzichten und stattdessen nur einen Teil zu veröffentlichen.

Ein weiteres Problem ist vermutlich auch, dass die Handlung zwar spannend – also wirklich gut geschrieben ist (bis auf ein paar obszöne, nicht gerade passende Ausdrücke seitens der Autorin) – aber man den Titel einfach ohne Weiteres aus der Hand legen kann. So etwas darf gerade bei einem so kurzen Werk nicht passieren.

Von den paar Szenen, die große Andeutungen auf Nebenhandlungsstränge machen, aber nie zu Ende erzählt werden, rede ich gar nicht. Denn das könnte ja tatsächlich noch in einem der weiteren Titel aufgegriffen werden.

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Das Buch wurde von mir Im Zuge der Kooperation mit Blogg dein Buch gelesen und rezensiert.

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