lindwurmbrunnen
rocky horror picture show,  traveling

Klagenfurt am Wörthersee & eine Spritztour über die Alpen

Was darf bei einem Ausflug nach Klagenfurt nicht fehlen? Natürlich, man muss den Lindwurmbrunnen besuchen! Der Lindwurm ist das Wappentier von Kärntens Hauptstadt. Schon als ich noch ein kleines Schulkind war, haben mich die Sagen um dieses mythische Fabelwesen unglaublich fasziniert. Die Skulptur am Brunnen wurde aus nur einem einzigen Stein gehauen. Um das drachenähnliche Fabelwesen drehen sich verschiedene Sagen darüber, dass es Mensch und Tier hat verschwinden lassen. Immer, wenn es zugegen war, herrschte dichter Nebel und nie konnte man etwas von ihm erblicken. So erzählt man sich jedenfalls; denn jene, die ihm begegneten, kehrten schließlich nie wieder zurück. Dumpfes Knurren oder auch ein schlimmes Heulen seien die Geräusche, die der Lindwurm von sich gibt. Und ja, sowas hat man uns damals schon im Alter von sieben bis zehn Jahren im Sachunterricht erzählt… fuh_by_emoji_kun-d5hrv7g

Eigentlich schlimm, dass ich es erst jetzt geschafft habe, mir den Lindwurmbrunnen von Nahem anzusehen. Nachdem ich es mir schon seit Kindertagen vorgenommen hatte, kam ich aber bis vor kurzem nie nach Klagenfurt. Ist ja doch gute drei Stunden Fahrtzeit von hier entfernt; und das nimmt man nicht einfach mal so zum Spaß auf sich. Eigentlich jedenfalls. Und bevor ich den Lindwurm gesehen habe, kam ich durch meine Besuche in Bremen schon mehrmals dazu, die Statue der Bremer Stadtmusikanten zu bewundern.

Jep, ich bin wirklich so ein Mensch, der sich für die kulturellen Geschichten interessiert. emoji12_by_emoji_icon-d6kv9t8 Ist doch viel schöner, wenn eine Stadt etwas an sich hat, das es zu erzählen gibt. Früher habe ich meine Nase andauernd in Bücher gesteckt, die mir solche Legenden vermittelt haben; ob nun gruselig oder nicht. Ganz egal. Hauptsache spannend!

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Als ich so 16/17 war, bin ich andauernd mit dem Sommerticket der ÖBB durch große Städte spaziert und habe die schönsten Statuen und Laternen fotografiert. Ich hab so viele Bilder, das sollte ich mal zu einer kleinen Sammlung zusammenstellen… Ja, das mache ich bei Gelegenheit mal.

Dass wir nun letzten Endes nach Klagenfurt gekommen sind, war eigentlich mehr ein Zufall. Es stand nur im Raum, dass wir einen Ausflug machen würden. Erst am Vortag beim Zubettgehen ist mir dann eingefallen, dass wir doch dorthin könnten. Kannte ich ja noch nicht, war also eine günstige Gelegenheit.

Während wir zunächst noch gar keinen Plan hatten, was wir denn genau in Kärnten und eben Klagenfurt machen wollten, sind wir erstmal in die Stadtmitte gefahren. Wir hatten nicht wirklich eine Orientierung und haben uns kaum zurecht gefunden. Aber dann sahen wir ein Schild, das zum Wörthersee führte, also ging es da zuerst hin.

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Hach ja, der Wörthersee ist richtig schön. Aber näher ran kamen wir nicht, wir konnten nur einen kurzen Zwischenstopp an einer Klippe machen. An dem Tag war es bei zeitweise mehr als 30°C kein Wunder, dass es alle möglichen Personen an den See zog. Nach einer halben Stunde Rumfahrerei drehten wir um und hielten dann beim Minimundus, das gleich in der Nähe davon war.

Ich muss zugeben, zwischenzeitlich war ich etwas frustriert, da ich dachte, ich würde den Lindwurmbrunnen nicht sehen – und der war ja eigentlich meine Hauptmotivation, warum ich nach Klagenfurt wollte. Aber als wir dann in den Park kamen und mein Schatz ganz begeistert zu fotografieren anfing, konnte und wollte ich ihm das natürlich nicht verderben. Also haben wir uns damit beschäftigt, die besten Perspektiven zu wählen, um die Miniaturen möglichst ohne andere Menschen oder Miniversionen von Sehenswürdigkeiten abzulichten. Eine ganz schöne Quest, die nur in manchen Fällen auch wirklich geklappt hat.

Nachdem wir durch den ganzen Miniaturpark durch waren haben wir nochmal unser Glück versucht und sind ins Zentrum reingefahren. Und da war dann meinen Brunnen auch schon! Yey!

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Die Kärtner haben einen so witzigen Dialekt! 😀 Es war so heiß, dass wir uns gefühlt haben, als hätte es uns die Gehirnzellen weggebrannt. Nach einem kurzen Spaziergang um einen guten Häuserblock herum und einem schnellen Abstecher zum Billa, um was zu trinken zu kaufen, sind wir daher wieder nach Hause gefahren. Ist ja auch keine so geringe Autofahrt, die wir da hinter uns bringen mussten. Aber jetzt kommt das richtig witzige!

Unser Navi ist ja prinzipiell drauf eingestellt, die schnellste Route auszuwählen. Er hat uns bis zur Mautstelle in Liezen über die Alpen geführt. Und zwar wirklich über die Alpen! Das war so unerwartet cool und witzig, das war besser als der Tag in Klagenfurt, ehrlich. Wir sind stundenlang einfach nur durch die Berge, rauf, runter, rauf, runter, hinter einem Traktor her und neben etlichen Bächlein entlang. Bis wir am Ende in Hohentauern gelandet sind, wo die Luft so unendlich gut rein ist, dass ich da unbedingt einmal Urlaub machen möchte. Wirklich, ich hab mich da oben so pudelwohl gefühlt – zumindest, bis die Straße kam, die wie eine Achterbahnfahrt war!

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Unser letzter Halt war in Trieben, wo wir uns dann schnell was kleines zu essen geholt haben. Und dann ging es auch schon nach Hause. Während wir so hoch oben waren, dass die Wolken schon in den Bäumen hingen, hatten wir nur rund 15°C. Das war weniger, als die Hälfte, als wir zu Hause oder noch in Klagenfurt hatten!

Man muss an dieser Stelle wissen, dass ich absolut nicht der Skifahrer bin und auch sonst niemand in meiner Familie wirklich auf Skiurlaub fährt. Darum war ich auch noch nie in Hohentauern, obwohl ich schon immer mal das Naturschutzgebiet dort bestaunen wollte. Tja, jetzt konnte ich an einem Tag gleich mehrere Dinge von meiner Bucket List streichen! 😀

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