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Heute dreht sich alles um Japan!

Heute dreht sich alles ganz um Japan! Ich hab eine ganz alte Website von mir gefunden, die schon läääängst nicht mehr online ist und die Texte davon will ich mit diesem Blogeintrag wieder aufleben lassen. Eine tolle Gelegenheit, oder? ^_^ Fangen wir mit ein paar witzigen Kurzfakten an. Wusstest ihr denn zum Beispiel schon, dass…
… sich Japaner waschen, bevor sie sich baden?
… sich Japaner in der Öffentlichkeit nie die Nase putzen?
… Japaner leidenschaftlich gerne Currygerichte verputzen?
… es in Japan in fast jeder Ecke irgendwelche Automaten gibt?
… man in Japan ein Fahrrad um ca. 8.000 Yen kaufen kann?
… in Japan die Blutgruppen wie Sternzeichen gehandhabt werden?
… es in Japan folgedessen keine richtigen Sternzeichen gibt?
… es in Japan Pepsi mit Gurkengeschmack gibt?
… es in Japan Eis mit Fischgeschmack gibt?
… man sich in Japan keinen Alkohol selbst nachschenken darf, weil man sonst als Säufer gilt?
… typisch japanische Toiletten aus einer Schale im Boden bestehen?
… Japan sehr umweltbewusst ist und die Wiesen, sowie Straßen sehr sauber sind?
… es in Japan so genannte Kapselhotels gibt, in denen man Mal ganz schnell ausschlafen kann?
… es in Japan angeblich viereckige Melonen zu kaufen geben soll?
… es in Japan einen eigenen Feiertag für Pocky gibt? Der 11.11.
… in Japan ein ganz einfacher Kuss um einiges mehr bedeutet, als hier bei uns? In Japan ist dies nämlich ein indirektes Versprechen, früher oder später einmal miteinander zu schlafen.
… in Japan der Satz “ich liebe dich” einem Heiratsantrag gleichkommt?
… dass deshalb auch das japanische Liebesgeständnis auf Deutsch übersetzt “ich mag dich” bedeutet?

Die Legende der Daruma

Daruma Daishi war der Legende zufolge ein buddhistischer Mönch, der im 5. Jahrhundert in Indien lebte. Er reiste von Indien nach China, um dort die Lehren seiner Religion zu verbreiten. Seine Philosophie verbreitete sich erst in China und viele Jahre später auch in Japan, wo sie heute als Zen-Buddhismus bekannt ist. Die Hauptaussage seiner Lehre ist, dass der Mensch nicht durch bestimmte Rituale oder Taten in seinem Leben Erfüllung findet. sondern die Kraft in sich selbst suchen muss.

Das kann nur erreicht werden, indem man sich von negativen Gedanken befreit und seinen Geist durch Meditation reinigt. Die Legende besagt auch, dass der Mönch neun Jahre lang meditierend vor einer Felswand saß und dadurch Erleuchtung fand. Während dieser ganzen Zeit schlief er nicht, aß nicht und trank nicht. Er blinzelte nicht einmal mit den Augen. Da der Mönch während seiner Meditation in eine Decke gehüllt war, wird das Daruma nur als kugelförmiger Rumpf ohne Arme und Beine dargestellt.

In Japan ist es Brauch, dass man zu Neujahr dem Daruma ein Auge schwarz anmalt und wenn am Ende des Jahres (oder auch früher) das Ziel erreicht wurde, wird das zweite Auge schwarz angemalt. Zum Schluss wird das Daruma dann in einem großen Leuchtfeuer – gemeinsam mit vielen anderen – verbrannt.

Hanami – das japanische Kirschblütenfest

Das Kirschblütenfest in Japan gehört zum schönsten, was man in diesem vielseitigen Land erleben kann. Der Begriff “Hanami” ist aus unseren Vorstellungen von Japan wegzudenken, verdirbt sich dahinter doch nicht nur eines der typischsten japanischen, sondern gewiss auch eines der schönsten Feste der Welt. “Hanami” bedeutet im Japanischen soviel wie “Blüten betrachten” und steht für die berühmte japanische Tradition, die Schönheit von in Blüte stehenden Bäumen in der Natur zu genießen.

Besonders im Mittelpunkt dieses Festes steht die japanische Kirschblüte – weshalb dieses Fest auch den Beinamen “Kirschblütenfest” hat. Zu dieser Jahreszeit (Ende Februar, Anfang März) blüht sie voll auf – sie ist in den Gärten Japans viel häufiger anzutreffen, als bei uns. Noch dazu trägt die japanische Kirschblüte keine Früchte, hat dafür aber besonders viele Blüten und wenn der Wind durch die Äste weht, sieht es meist aus als würde es Kirchblüten schneien. Natürlich blühen die Kirschblüten nur kurz auf.

Zu Hanami geht man mit der Familie, den Freunden oder den Kollegen zum Picknicken in den Park und genießet das Spektakel. Da diese Bäume – wie bereits erwähnt – nur kurz erblühen, gibt es nur an einem einzigen Wochenende die Gelegenheit dafür. Darum sind dann auch die Parks und Gärten wahrlich überfüllt und viele Leute müssen schon früh am Morgen los und einen Platz freihalten.

Das waren die Samurai

Im japanischen Shogunat – also der Zeit, in der statt des Kaisers ein militärischer Anführer faktisch die Macht im Staat hatte – verlegten sich einige Clans auf das Kriegshandwerk und bildeten Samurais aus.

Diese Schwertkämpfer waren die militärischen Diener der diversen lokalen Fürste und machten eine harte Lehrzeit durch, die mit dem dritten Lebensjahr begann und neben Schwertkampf, Bogenschießen und Kampfsport natürlich auch Lesen und Schreiben, sowie die Bekämpfung der eigenen Angst beinhaltete.

Samurai hatten auch einige Privilegien: Im Gegensatz zu Normalbürgern, denen das Tragen von Waffen verboten war, durften sie zwei rasiermesserscharfe Schwerter – das lange Katakana und das kurze Wakizashi – mitführen und sogar das gemeine Volk enthaupten, wenn sie sich beleidigt fühlten.

1871, nach dem Ende der Feudalära, wurden die Samurai zwar offiziell abgeschafft, doch ihre Nachfahren genießen noch heute hohes Ansehen und sind oft bedeutende Persönlichkeiten in der japanischen Politik und Wirtschaft.

Was war nochmal eine Geisha?

Geisha – ein Begriff, der uns in eine Zauberwelt reißt, die Träume in uns weckt. Träume von rauschenden Farben, fantastischem Make-up und beeindruckenden Frisuren.

Viele Menschen leben in dem Falschglauben, dass Geishas so etwas wie Prostituierte wären. Dem ist aber definitiv nicht so. Um sich von den Prostituierten abzugrenzen, behielten sie den Namen “Geisha”, der aus den chinesischen Zeichen für Kunstfertigkeit und Person steht und kleideten sich schlicht, um ihre Kunden allein künstlerisch und intellektuell zu unterhalten.

Die Zeit der Abschottung Japans von der restlichen Welt gilt als goldenes Zeitalter der Geisha. Im Gegensatz zu den Vierteln der Prostituierten waren die Geisha-Viertel vor allem von den Reichen und Einflussreichen gut besucht. Sie schätzten die Andersartigkeit der Geisha, die im Gegensatz zu einer normalen japanischen Frau gebildet war und keine Rücksicht auf gesellschaftliche Konventionen nehmen musste.

Die meisten Geisha-Anwärterinnen – auch Maiko genannt – wurden von ihren Eltern an ein Geisha-Haus verkauft, da sie ihre eigenen Kinder nicht ernähren konnten. Die lange Ausbildungszeit war mit harter Arbeit verbunden und und der Werdegang einer guten Geisha war auch für das Okiya (das Geisha-Haus) mit einem enormen Aufwand verbunden.

Eine normale Geisha, die keinen Spitzenstatus erlangte, konnte ihre Schulden Zeit ihres Lebens nicht an das Okiya zurück zahlen und war somit nie wirklich unabhängig.

Mit zunehmenden Einfluss aus dem Westen änderte sich auch das Bild der Geisha radikal. Neue, moderne Modestile verdrängten sie von der Bildfläche. Über Unterhaltungskünstler und Tänzerinnen zu Statussymbol der Reichen bis hin zu verfallenden Traditionen und Werten verkörpert die Geisha in jeder ihrer Entwicklungsphasen ein Stück Japan im Wandel der Zeit.

Religion in Japan

Japanische Religion ist zunächst eine Mischung verschiedener religiöser Einflüsse. Großen Anteil daran haben die verschiedenen buddhistischen Lehren und Institutionen. Als zweites wichtiges Element gilt der Glaube an einheimische Gottheiten, die kami genannt werden und mit denen spezielle Vorstellungen verbunden sind.

Neben den ‘einheimischen’ Göttern werden auch diverse mit dem Buddhismus nach Japan gekommene indische, chinesische und koreanische Gottheiten verehrt. Die Verehrung dieser findet in so genannten Shinto – Schreinen statt, weshalb dieses Element japanischer Religiosität auch als Shintoismus bezeichnet wird.

Daneben sind aber auch Totenseelen, ahnen und Geister ein wichtiger Teil des japanischen Glaubens.

Im Shinto wird nicht nur mit dem Tenno, sondern auch mit dem Brauchtum der volkstümlichen Religiösität eine Verbindung gezogen. Eine wichtige Rolle im Shintoismus spielt die Sonnengöttin Amaterasu, von der sich die Familiendynastie des japanischen Tenno herleitet.

Während der Shintoismus also vor Allem der Verehrung verschiedener Gottheiten hilft, ist der Buddhismus mehr auf die Eigeninitiative des Menschen, um sein Seelenheil zu erreichen, ausgerichtet. Der Ausbruch aus dem mühseligen Kreislauf der ständigen Wiedergeburt ist das Ziel, das nur durch eine vorbildliche Lebensführung und Beherrschung aller Leidenschaften erreicht werden kann. In der modernen japanischen Gesellschaft spielt dieser Glauben vor Allem im Toten- und Ahnenkult eine wichtige Rolle.

Noch ein paar Fakten zur japanischen Religion.

Die roten Tore vor einem Schrein heißen Torii, was wortwörtlich übersetzt bedeutet: Da, wo die Vögel sind. Wegen der Form dieses Tores lassen sich Vögel gerne darauf nieder.

Zu Silvester werden in den Tempeln die Glocken 108 Mal geschlagen, davon 107 Mal im alten Jahr und einmal im neuen Jahr. Diese ganzen Schläge symbolisieren nach dem Buddhismus die 108 Leiden, die vertrieben werden sollen.

Am 1. Januar besuchen die Japaner um Mitternacht eine Shinto – Schrein.

Oft wird für Verstorbene der eigenen Familie in der Wohnung ein Schrein aufgestellt – im Shintoismus werden nämlich oft auch Vorfahren als Kami verehrt und der Schrein soll das Andenken bewahren.

Feste werden in Japan meist shintoistisch begangen, während Beerdigungen stets in buddhistischer Form stattfinden.

Capsules – die genialsten Automaten der Welt

Es gibt sie für Süßigkeiten, Sushi, Spielzeug… Einfach für alles! Kein Land der Welt besitzt eine höhere Automatendichte, als Japan. 23 Japanern stehen umgerechnet je eine Maschine zur Verfügung. Rund die Hälfte der 5,5 Mio. Geräte sind Getränkeautomaten.

Inzwischen haben diese sogar ganz besondere Funktionen! Der Katastrophenschutzautomat gibt bei schweren Erdbeben Getränke kostenlos frei, während über sein Display statt Werbesprüchen Nachrichten aus dem Einsatzzentrum laufen. Neueste Erfindungen sind zum Beispiel die Automaten, die das Wechselgeld für karitative Zwecke einbehalten oder sprechende Automaten, die eine simple Konversation betreiben.

“Wie geht es Ihnen?” oder “Sie hatten einen anstrengenden Tag!” kommt da teilweise von diesen Automaten, sobald man Geld einwirft. An Orten, an denen sich viele Touristen aufhalten, plappern die Maschinen sogar in Englisch, Chinesisch oder auch Portugiesisch.

100-Yen-Shops: Der Shopping-Himmel auf Erden!

Jeder kennt sicher diese 99 – Cent – Shops oder 10 – Schilling bzw. 10 – Mark – Shops, wie sie früher in Österreich und Deutschland geheißen haben. Selbst wenn es ständig überall heißt, dass Japan ein nicht gerade günstiges Land ist, gibt es auch dort so genannte 100 – Yen – Shops.

Kurze Anmerkung: umgerechnet sind 100 Yen etwa 60 Cent bei uns.

Nun, solche Shops findet man in Japan an nahezu jeder Straßenecke – genau wie Süßigkeiten- oder Getränkeautomaten – aber dies ist eine andere Geschichte. In diesen 100 – Yen – Shops kann man Kleidung, Spielsachen, Mangas, kleine und große Geschenke, Kosmetik und sogar Lebensmittel finden.

In Shibuya befindet sich der größte Shop seiner Sorte – er zieht sich über 5 Stockwerke und verkauft wirklich alles, was das Herz begehrt. Für Studenten und Schüler z. B. dürften solche Shops der Himmel auf Erden sein. Kein Wunder, dass sie immer überfüllt sind.

2 Kommentare

  • Nicole Weber

    Huhu!

    Toller Beitrag :)! Von Den viereckigen Melonen habe ich auch schon gehört. Die gibt es tatsächlich. Warum sie viereckig sind, ist ganz einfach zu erklören: So kann man Sie besser stapeln und transportieren ^-^!

    LIebe Grüße und eine schöne Woche ♥

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