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Hilfe, ich bin ein Alien

Heute habe ich die Rezension eines ganz amüsanten Jugendbuches für euch. In dem 176 Seiten langen Jugendbuch, das auch als ebook erhältlich ist, geht es um den 11jährigen Daniel Kendal, der von seiner Familie immer nur Bod genannt wird. Er fühlt sich ganz und gar nicht zugehörig; weder seinen Eltern, noch seiner Schulklasse. Bis auf seine zwei besten Freunde Freddo und Gordon hat er auch seiner Ansicht nach niemanden. Während Freddo eine Chips mampfende Furzmaschine ist, stellt Gordon den hyperintelligenten Computerfreak dar.

     Buchcover Schimmert, wirkt optisch für die Zielgruppe ansprechend.
    Einleitung Amüsant, aber selbst für ein Jugendbuch etwas zu kurz.
     Wortwahl Sehr gut für Jugendliche, die gerade das Aufsatz schreiben lernen.
    Details Es gibt manche unlogische Sprünge.
     Lesefluss Durch die kleinen Sprünge manchmal unterbrochen.

Grundsätzlich fand ich es ganz lustig, das Buch testzulesen und würde es auch jedem Teenager zu lesen geben, der einen tristen Tag hinter sich hat oder sich selbst vielleicht nicht ganz so seiner Umwelt zugehörig fühlt.

Neben angenehm verständlichen Texten gibt es immer wieder ganz witzige Illustrationen, die aber im weiteren Verlauf des Buches abnehmen und durch mehr Text ersetzt wird. Hier wurde vermutlich schon das Ziel geschaffen, eine Spannung für den Leser zu erschaffen, damit er es weiterliest, also sind die Bebilderungen nicht mehr allzu notwendig.

Bevor man aber den Leser hierbei auf seine eigene Fantasie zählen lässt, nimmt man ihm diese Möglichkeit, indem etwa das Aussehen von Dans neuem Shirt aufgezeichnet wird, was ich persönlich schade finde. Es ist ja leider allgemein bekannt, dass die “heutige Jugend” sehr dazu neigt, nicht mehr allzu fantasievoll zu sein und gerade solche Kleinigkeiten sollten das doch etwas fördern.

Ein weiterer negativer Punkt, der mir aufgefallen ist, war die Darstellung von Dan und seinen Freunden. Es ist doch eine ganz seltsame Freundschaft, in der ein scheinbar autistischer Mensch nur deshalb ertragen wird, weil man sonst nur einen guten Freund auf der Welt hätte – und der Hauptdarsteller diesen dann auch noch im weiteren Verlauf des Buches verletzt, weil er sich nicht darüber bewusst war, wie gemein das Gegenüber dies empfunden hat. Tragisch eigentlich, da doch gerade einer solchen Altersklasse die Botschaft über Freundschaft gegeben werden sollte. Werte, die etwa in Harry Potter vermittelt werden, kann man natürlich in keinen 176 Seiten unterbringen, aber man kann den Protagonisten etwas weniger egoistisch veranlagt sehen. Denn erst in den letzten 20 Seiten wird diesem bewusst, dass sein Verhalten gegenüber Gordon nicht in Ordnung war und Freddo doch nur bei dem irren Plan mitgemacht hatte, weil er ihm einen Gefallen tun wollte.

Amüsant ist das Buch dafür in dem Punkt, bei dem es darum geht, dass doch jeder von uns zumindest einmal in seinem Jugendleben einen solchen Augenblick durchlebt hat, in dem er sich seiner Familie alles andere als zugehörig fühlte.

Auf mich wirkt dennoch die Einleitung etwas wirr und obwohl man versucht, das Ganze mit Humor und Schmunzeln rüberzubringen, kommt es mir vor, als würde ich von einem mit drei Kindern gänzlich überforderten Elternpaar lesen. Denn wenn mir der Sohn eröffnet, die Schwester habe behauptet, er sei adoptiert bzw. gehöre gar nicht in diese Familie und jeder drückt sich vor dem kommenden Gespräch… ja. Na klar wird hier darauf aufgebaut, den jungen Leser im Glauben zu lassen, Dan sei ernsthaft adoptiert oder nun vielleicht doch gar nicht von der Erde! Aber ich glaube kaum, dass es das junge Publikum für möglich halten würde und sich das Buch überhaupt bis zum Ende durchlesen würde. Aber wer weiß, ich werde das Experiment gerne bei Gelegenheit starten. Aus Sicht einer erwachsenen Person greife ich mir jedenfalls ans Hirn, was die ganze Storyline angeht. Aber vielleicht bin ich einfach schon zu erwachsen für ein solches Buch. neko_emoji_27__being_kawaii___v2__by_jerikuto-d7c24wi

Verlagswebsite | Preis: € 9,95

Das Buch wurde von mir Im Zuge der Kooperation mit Blogg dein Buch gelesen und rezensiert. Wer auch gratis Bücher erhalten möchte und diese dann nach einer Frist von etwa 30 Tagen Lesezeit auf seinem Blog rezensiert, klickt einfach auf obiges Logo und meldet sich direkt an. Alles weitere erfahrt ihr direkt auf der Website von Blogg dein Buch.

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