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Gas und Galle

300 Seiten, ISB-N: 978-1535580632, Verlagswebsite
verfasst von A. C. Scharp, unter dem Genre Humor
hier kaufen – Taschenbuch 9,99€

Dieses Buch wurde mir durch BloggdeinBuch.de zur Verfügung gestellt.

Das Buch Gas und Galle war allgemein witzig für mich zu lesen; und das einmal direkt vom Buchinhalt abgesehen. Das Cover ist aus einem Material, welches ich gar nicht zu benennen vermag. Jedenfalls greift es sich fast ein bisschen an, wie Moosgummi. Ich, ein Mensch, der reges Stimming betreibt, konnte es daher nicht lassen und musste ununterbrochen daran rumfummeln, lol. Irgendwann macht es einen allerdings irre und nunja. Sei es, wie es sei. Ich habe es geschafft! Ich habe die 300 Seiten hinter mich gebracht und freue mich heute, euch den Titel näherbringen zu können. ^.^

Eine Geschichte über fehlendes Vertrauen, Autonome und einen komischen Vogel  Muckeringen ist in Aufruhr. Der Bau einer Biogasanlage bedroht die Idylle. Entschlossen nehmen die Einwohner den Kampf gegen den Betreiber auf. Aber ihr Gegner ist bereits näher, als sie glauben.  Der kollektive Widerstand lässt die trügerische Idylle immer weiter bröckeln, bis einige das Wesentliche aus den Augen verlieren. Muckeringen ist das Abziehbild einer Gesellschaft, die es in ihrer Winzigkeit nicht mehr allzu häufig gibt. Ein amüsanter Mikrokosmos der Eitelkeiten.

Da es im Buch um ein wirklich winziges Dorf geht, das von lediglich 17 Personen bewohnt wird, könnt ihr euch denken, wie ulkig es die ganzen 300 Seiten einfach nur zugeht. Es wird ein Recht aktuelles Thema damit behandelt, dass plötzlich eine solche Biogasanlage gebaut werden soll. Besonders ältere Herrschaften haben damit gerne Mal ein paar Probleme. Nicht zuletzt wegen dieser realitätsgetreuen Situationskomik schafft die Autorin das feine Kunststück zwischen Humor und doch nicht zu dick aufgetragenen Eigenheiten einzelner Bewohner. In dem ein oder anderen Nebencharakter wird man plötzlich einen eigenen Nachbarn erkennen, während man als Leser stets auf der Suche nach einer gewissen Selbstdarstellung ist.

Lange Zeit schwimmt die Handlung einfach dahin, hier und dort wird mit Witz versucht, die Stimmung zu lockern. Aber anstatt auf eine so große Portion zynischer Komik zu setzen, hätte ich mir ein kleines bisschen mehr Handlung erhofft, was die eingangs beschriebene Thematik angeht.

Es passiert definitiv so einiges. Das meiste völlig unerwartet und abseits von der in der Inhaltsangabe vorgegebenen Story. Kann man mögen, begeistert ganz bestimmt und reißt auch mit. Die Autorin holt mich direkt zwischen den Zeilen ab und setzt mich einer regelrechten Achterbahn der Gefühle aus. Und trotzdem versuche ich den roten Faden zwischen der eingehenden Handlung und dem Ende zu finden. Allerdings gibt es keinen.

Alles, was aufgeworfen wird, führt die Autorin zu Ende. Ich hätte mir bloß ein bisschen mehr Fachwissen bei so einer – ich nenne es mal – Hauptthematik gewunschen.

Ich will dieses Buch lieben, weil es einfach so genial überraschend ist. Aber der Minuspunkt ist leider einfach zu groß, daher kann ich Gas und Galle einfach nicht die volle Punktzahl geben.

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