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Flucht über den Tumen: Die Geschichte eines nordkoreanischen Jungen

363 Seiten, ISB-N: 9783981128727, Verlagswebsite
verfasst von Youngsook Moon, unter dem Genre Jugendbuch, Drama
hier kaufen – Taschenbuch 19,90€

Dieses Buch wurde mir durch BloggdeinBuch.de zur Verfügung gestellt.

Ihr kennt mich. Eine Geschichte, in der es um etwas geht, das mit Korea zu tun hat, muss ich unbedingt lesen. Daher freue ich mich auch umso mehr, dass mich der Verlag erneut ausgewählt hat, um das Buch Flucht über den Tumen zu lesen. Was ist denn der Tumen eigentlich? Hierbei handelt es sich um den Fluss, der Nordkorea und China voneinander trennt. Das bedeutet, dass unser Hauptprotagonist auch über diesen geflüchtet ist.

Als in Nordkorea eine furchtbare Hungersnot herrscht, verliert der junge Yeongdae seine beiden Eltern und ist bald gezwungen, auf der Straße zu leben und betteln zu gehen. In der Not macht er sich auf die Suche nach seiner verschollenen Schwester, die nach China entführt wurde. Die abenteuerliche Reise ist voller Gefahren, doch im Kampf ums blanke Überleben trifft Yeongdae auch auf Menschen, die ihr Leben riskieren, um ihm zu helfen und auf Freunde, mit denen er gemeinsam die größte Not durchsteht und die er niemals vergessen wird.

Jeder von euch kann sich nun denken, wie ergreifend die Geschichte ist. Besonders, da es auf einer wahren Begebenheit beruht, was auch gleich zu Beginn des Romans nochmal explizit erwähnt wird, braucht man starke Nerven.

Das Buch selbst ist mit viel Liebe gestaltet worden und lässt sich in seiner Länge schnell lesen. Es liegt an jedem selbst, wie viel Zeit damit verbracht werden soll, sich in die Begebenheiten hineinzudenken und ob das denn überhaupt erst der Fall sein soll.

Gespickt mit unerwarteten Änderungen und hin und wieder überraschend freundlichen sowie auch hilfsbereiten Menschen zeigt das Buch die wahre, harte Seite des Lebens. Nicht immer hat Yeongdae so viel Glück. Manchmal wünschte man als Leser nichts sehnlicher, als dass man ihn gegen diese vielen Grausamkeiten, die ihm wiederfahren, einfach helfen könnte. Immer bis zu dem Punkt, an dem man sich wieder bewusst darüber werden muss, dass man nicht an dem weiteren Verlauf der Geschehnisse ändern kann.

Die Aufzeichnungen sind mir an manchen Stellen ein wenig zu heftig, was die emotionale Gedankenwelt von Yeongdae betrifft. Persönlich allerdings schreibe ich das meiner Schwäche zu, nicht gut mit Emotionen umgehen zu können, weshalb ich dem Buch deswegen auf keinen Fall Punkte streitig mache. Für mich ist und bleibt es ein Roman, eine wahre Nacherzählung, die sich zu Recht die volle Punktzahl verdient hat.

Wie es so ist mit solch realen Titeln möchte man als Rezensent nicht allzu viel darüber preisgeben, damit nicht am Ende noch jemand gespoilert wird. Seht es mir nach und widmet euch am besten selbst dem Buch. Es wird euch nicht enttäuschen. Auch für Personen, die ansonsten nichts mit Korea anfangen können, ist die Geschichte geeignet. Denn schließlich kennt jeder zumindest in etwa die Umstände, wie sie in Nordkorea vorherrschen.

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