Eine Nickelallergie erkennen

Nickelallergie-erkennen

Grundsätzlich ist die Nickelallergie einer der häufigsten Allergien. Die schwere Form jedoch ist jedoch eher selten. Hautrötungen, Juckreiz und Ekzeme – Symptome, die bei einer Nickelallergie nicht selten vorkommen. Hierbei handelt es sich um eine Kontaktallergie, die genau dann entsteht, wenn der menschliche Körper mit nickelhaltigen Gegenständen in Verbindung kommt. In vielen Metalllegierungen ist dieser Bestandteil enthalten und steckt damit nicht nur im Schmuck, sondern ebenso in Gürtelschnallen und einigen Brillenfassungen. Für Allergiker ist hier oftmals größte Vorsicht geboten.

Je nach Stärke der Nickelallergie treten die ersten Symptome bereits ach 20 bis 30 Minuten auf. Oftmals reicht es schon aus, wenn bei einer Nickelallergie Schmuck nur einen sehr geringen Anteil davon aufweist. Sollte nur ein kleiner prozentualer Anteil davon auf die menschliche Haut treten, passiert genau das, was viele Allergiker den Schweiß auf die Stirn treibt. Die Nickelionen dringen in die Haut des menschlichen Körpers ein, worauf es zu einer Überreaktion des Immunsystems kommen kann. Auf der Hautoberfläche können schmerzhafte Ausschläge oder sogar nässende Kontaktekzeme entstehen.

Sogar in vielen Nahrungsmittel steckt Nickel. Bei den folgenden sollte jeder Allergiker aufpassen:

  • Kaffee und Kakao
  • Muscheln
  • Nüsse und Hülsenfrüchte
  • Vollkorn

Diese Lebensmittel sind als Spurenelemente für den menschlichen Körper besonders wichtig. In größeren Mengen können sie für einen Allergiker jedoch schädlich sein. Ist eine Person sehr stark gegen Nickel allergisch, kann der Verzehr der genannten Speisen schon ausreichen, um eine allergische Reaktion hervorzurufen.

Und wie kann man dagegen vorbeugen? Kann man diese Allergie behandeln?

Leider ist die Kontaktallergie nicht heilbar. Den Betroffenen bleibt demnach nur die Möglichkeit, alle nickelfreisetzenden Gegenstände zu vermeiden.

Wie bei allen anderen Allergien ist es wichtig, dem Auslöser täglich aus dem Weg zu gehen. Bei einer Nickelallergie Schmuck zu kaufen ist meist mit hohem Aufwand verbunden. Auch muss besonders bei kurz- oder weitsichtigen Personen dafür gesorgt werden, dass die Brille keinen Nickel enthält.

Ein kleiner Desinfektionsspray im Handgepäck hilft zum Beispiel gegen unangenehme Zwischenfälle durch Türklinken, -griffe, Metallverschlüsse, Haltestangen in Öffentlichen Verkehrsmitteln oder Kleingeld!

Häufiges Waschen hilft in dem Fall leider nicht. Im Gegenteil kann es bei zu häufigem Waschen sogar dazukommen, dass die Haut für die Allergene grundsätzlich noch empfänglicher ist. Selbiges gilt für das Schwitzen. Eine gute Hautpflege hilft lediglich dabei, die Hautbarriere aufrecht zu erhalten. Wer daher denkt, dass er an einer Nickelallergie leidet, sollte einen Epikutantest machen. Dieser kann einem Aufschluss darüber geben, ob eine Überempfindlichkeit gegen Nickel besteht oder doch andere Ursachen zur Unverträglichkeit von Schmuck vorliegen.

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