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Die brennende Frau

Dreißig Jahre hat Richard in Brasilien auf diesen Moment gewartet. Jetzt ist der Mord, der ihm angelastet wurde, verjährt. Ein Mord, den er nicht begangen hat. Richard will endlich die Wahrheit ans Licht bringen und zurück in die Öffentlichkeit treten. Denn in Gedanken war er immer bei ihnen: Bei den Menschen, die ihn beschuldigten. Bei den Menschen, die er liebte. Bei Helene, der brennenden Frau.

Es ist eine Geschichte, die nebenbei ein super Drehbuch für einen Film ergeben würde – wenn es dazu nicht schon so viele Varianten geben würde. Doch nichts desto trotz lasse ich mich immer gerne eines Besseren belehren und wurde auch in diesem Punkt nicht enttäuscht. Das Buch Die brennende Frau erzählt nicht nur in wahnsinnig schönen Worten, wie es dem zu unrecht beschuldigten Richard damit geht, seine große Liebe verloren zu haben… nein, es ist auch eine spannende Kette an Ereignissen, die sich für einen kurzen Moment überschlägt und den Leser sprachlos zurücklässt.

Klar, es fehlt dem eingefleischten Thrillerliebhaber vielleicht nach Ende des Buches die ein oder andere Szene mit grausamen Morden, viel Blut und Gemetzeln, dass einem fast schon schlecht davon wird – aber diese Geschichte baut Spannung viel subtiler auf und geht einem daher schon fast viel näher, als wenn man einen geschriebenen Splatter vor sich hat.

Nach der Reihe tauchen eine Person aus Richards früherem Leben nach der anderen auf. Man erfährt viel über ihn, über den Menschen hinter der Fassade, die man noch in den ersten Seiten kennen lernt. Dies gepaart mit rasant kurzen Erzählungen ist ein Schreibstil, der mir irrsinnig gut gefällt. Ich mag es, wenn jemand etwas Gewagtes ausprobiert – und diese Erzählweise ist garantiert nicht weit verbreitet in der heutigen Belletristik!

    Buchcover Gut gewählt, aber Flammen in rot wären besser angekommen.
     Einleitung Noch recht verwirrend und durcheinander.
     Wortwahl Extrem gut, gefällt mir!
     Details Manches wird dem Leser einfach selbst überlassen.
     Lesefluss Durch die durchgehend kurze Erzählweise kein Problem.

Natürlich haben wir hier den Pluspunkt für die Autorin, da sie selbst aus Deutschland stammt und der deutschen Sprache mächtig ist. So hat sie die Möglichkeit, mit den Worten zu spielen, sie gezielt einzusetzen – anders, als wenn man eine Übersetzung liest von einem eigentlich doch englischen Buch etc. Hier muss natürlich der Schreibstil der Person beibehalten werden und ein Wort kann nicht einfach ausgetauscht werden. Naja, zumindest sollte das nicht einfach so passieren.

Verlagswebsite | Preis: € 3,99

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