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Das forensische Gemetzel

338 Seiten, ISB-N: 978-1543201925, Verlagswebsite
verfasst von A. C. Scharp, unter dem Genre Humor
hier kaufen – Taschenbuch 9,99€

Dieses Buch wurde mir durch Frau Scharp zur Verfügung gestellt.

Was war dieses Buch herrlich zu lesen! Ich bin ja bereits beim Titel Gas und Galle in den Genuss gekommen, den Schreibstil von Frau Scharp kennenzulernen. Nach eigenen Worten schreibt sie weder Krimis, noch Thriller. Stattdessen fühlt sie sich vollkommen in der Welt des Makaberen zu Hause. Schwarzer Humor trifft in ihren Werken auf ein unglaublich spaßiges Wortspiel und was soll ich sagen… man liest es einfach unheimlich gerne!

Nichts ist mehr sicher, wenn die Normalen zum Problem werden… Der Alltag der forensischen Psychiatrie in Frackhausen ist beschaulich, bis sich ein Serienmörder entschließt, wieder in seine Heimat zurückzukehren. Der muss weg! Da sind sich die Ehemänner seiner Opfer einig. Leider greifen sie zu Mitteln, die den Chefpsychologen der Klinik in arge Bedrängnis bringen. Der versucht, in einer Welt der Selbstdarsteller und Egomanen seine brüchige Fassade aufrechtzuerhalten. Der Leser bleibt mit der Frage zurück: Sitzt die Gefahr wirklich nur hinter den hohen Mauern? Die forensische Psychiatrie, in der es drunter und drüber geht. Für Liebhaber der burlesken Absurdität.

Besonders die Themenwahl macht das Buch zum Erlebnis. Der sich daraus erschließende Ort der Handlung passt einfach zu so einem Buchaufbau und man kann sich als Leser gleichermaßen in die Gedankenwelt der Anwohner, als auch zum Teil sogar in die der Insassen hineinversetzen. Auf Blumige Umschreibungen wird verzichtet, stattdessen legt die Autorin einen zynischen, ja schon fast ironischen Schreibstil an den Tag. Man kann sich dadurch bestens in die erzählende Person hineinversetzen und die Enttäuschung, plötzlich nur ein Mittel gegen Erbrechen in Händen zu halten, wo man doch auf der Suche nach wertvollen Informationen gewesen ist, richtiggehend mitfühlen.

Wie so oft möchte ich über die Handlung gar nicht zu viel verraten. Besonders bei solchen Titeln bin ich der Meinung, dass das so vieles vorwegnehmen würde. Ein roter Faden ist erst während dem Lesen erkenntlich, man weiß zum Teil nicht einmal, was einen nun auf der nächsten Seite erwarten wird und schaut dann schlichtweg doof über das Ergebnis der gegebenen Situation. Und dann lacht man – aber lauthals!

Insgesamt lässt es sich schnell lesen und das Geschehen baut auch so irrwitzig und trotz allem spannend aufeinander auf, dass man es auch gar nicht eher weglegen möchte, bis man die letzten Zeilen verschlungen hat. Die gewählte Sprache ist einfach und dadurch zwar auch für jüngere Leser geeignet, nur kann hier die Gefahr bestehen, dass manche Witze einfach nicht als solche registriert werden. Kann man eigentlich gut mit dem teils bösen Humor aus Pixar-Filmen vergleichen… ^^

Dass ich hier nun also die volle Punktzahl vergebe, überrascht wohl nicht. Ihr erinnert euch bereits, dass ich beim ersten Titel einen abgezogen habe. Dieser Kritikpunkt erschließt sich hier gar nicht erst, da ein Thema gewählt wurde, das in der heutigen Zeit ohnehin gut bekannt ist und so bedurfte es keinerlei Erklärungen für das Grundverständnis. Alles andere war natürlich wie die Kirsche auf dem Eis!

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