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Blutroter Frost

374 Seiten, ISB-N: 978-3981872200
verfasst von Meredith Winter, unter dem Genre Ladythriller
hier kaufen – Taschenbuch 9,90 €

Dieses Buch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Ich musste schon ein wenig schmunzeln, als mich die liebe Natascha gefragt hat, ob ich nicht Lust hätte, zwei Ladythriller-Titel zu lesen. Ladythriller! Diesen Begriff kannte ich bis hier noch gar nicht. 😀 Vom Klappentext ordentlich angefixt, denn spannend sind die beiden Bücher bereits auf den ersten Blick, konnte ich natürlich gar nicht anders, als ja zu sagen! Naja gut, ich hab es getippt… 😀

Heute stelle ich euch den ersten dieser zwei Titel vor, der nächste folgt bald (& ab September beginnt dann auch wieder der geregelte Artikelverlauf mit einer Rezension jeden Mittwoch, also stellt sicher, dass ihr auch bei der zweiten Rezi von heute reinschaut ^_^). Was erwartet uns in diesem Buch? Lest selbst:

Julie, 35, Anästhesistin, will sich mit einer eigenen Tageschirurgie selbstständig machen. Doch sie wird unwissend Mitglied einer Leichenteilmafia, welche beabsichtigt, ihren OP, als Sektionssaal zu nutzen. Zu verdanken hat sie dies ihrem Exfreund Benjamin, der sich als Makler ausgibt und durch sein erneutes Liebeswerben vorhat, sich Zugang zu ihrer Praxis zu verschaffen. In die Quere kommt ihm dabei Spencer, der neue Freund von Julie. Und er ist beizeiten nicht der Einzige, nach dessen Leben die Leichenteilmafia trachtet …

Es ist eine Storyline, die zunächst ein wenig überdreht auf mich wirkt. Vielleicht sogar etwas zu vollbeladen und quirlig für einen guten Thriller. Potential zur Spannung ist selbstverständlich gegeben, darum macht es mich auch überhaupt so neugierig. Wie wirkt auf mich all das, was im Buch passiert?

Wir Leser bekommen ein paar sehr unterschiedliche Charaktere vorgestellt. Wirklich. Sehr unterschiedlich. Aber genau das macht auch diesen Eigensinn aus, den man die ganze Zeit über merklich spüren kann. Ein sehr positiver Eigensinn, versteht sich natürlich. Durch sie ergibt sich eine ganz eigene Handlungsdynamik, die man spätestens ab etwa der Hälfte des Buchs gar nicht mehr missen möchte.

Szenen, in denen ich lauthals lachen musste, weil es einfach so absurd ist, was gerade passiert, wechseln sich gekonnt mit solchen ab, in denen man dem männlichen Hauptcharakter (Ist es ein Hauptcharakter? Ich war mir die ganze Zeit über nicht so sicher…) am liebsten die Hand mitten ins Gesicht schmettern würde. Die Persönlichkeiten sind so klar vordefiniert, dass man sich zu keiner Zeit in die Protagonistin hineinzuversetzen versucht. Ganz im Gegenteil ist man selbst der Stille Beobachter. Lässt alle Eindrücke auf sich einsinken und denkt sich seinen Teil.

Es gibt solche und solche Thriller. Ich mag beide davon. Jene, bei denen ich selbst mitraten darf (oder kann) oder solche, die ich mehr als interaktiven Tagtraum sehe. Mein einziges Problem, das ich bei diesem Titel hatte: Trotz spannenden Ansätzen hat mir der wirkliche Nervenkitzel dann doch gefehlt. Es war eine spannende Kriminalgeschichte, aber um es wirklich als Thriller bezeichnen zu können waren mir betreffende Personen dann fast ein wenig zu normal und die Handlung ein bisschen zu überschaubar. Was genau es trotzdem mit dem Ladythriller auf sich hat, versuche ich nach wie vor rauszufinden. 😀 Meine Bewertung daher: 4 von 5 möglichen Melonenscheiben.

Jetzt seid ihr dran! Kennt jemand von euch das Buch? Wenn ja, wie habt ihr es gefunden?

Ein Kommentar

  • Meredith

    Muahahahah, ja Spencer ist ein männlicher Hauptcharakter … aber ich weiß was Du meinst … ich habe ihn so perfekt erschaffen, dass er fast “schwul” erscheint 😛

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