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Blutpsalm

208 Seiten, ISB-N: 978-3981872217
verfasst von Meredith Winter, unter dem Genre Ladythriller
hier kaufen – Taschenbuch 9,99 €

Dieses Buch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Weiter geht meine Reise durch die Welt der Ladythriller! In meiner Rezension von Blutroter Frost habe ich euch bereits das erste Werk von Meredith Winter vorgestellt, das ich testlesen durfte. Heute ist das zweite Buch dran. Nach wie vor bin ich etwas verwirrt, was genau Ladythriller eigentlich sein soll. Aber ich glaube mittlerweile zu wissen, dass es ein Krimi mit Romantik sein soll. Liege ich richtig? Klärt mich auf!

Was erwartet uns Leser in diesem Titel? Lest in die Inhaltsangabe rein:

Sommerburg – eine verschlafene 800 Seelengemeinde, irgendwo im Norden Deutschlands.   Ein Dorf, dessen Bewohner so akkurat und tadellos wie aus einer Reklame zu sein scheinen. Bis zu dem Tag an dem eine brutale Mordserie den Ort erschüttert und Jonathan, der junge Pastor, sich in eine Prostituierte verliebt. Während die männlichen Bewohner nach und nach tot mit einem Fleischermesser in der Brust aufgefunden werden, zeigen die Einwohner allmählich ihr wahres Gesicht. Und auch Jonathan muss vor seiner Gemeinde zugeben, dass er bei Weitem nicht so fromm ist, wie alle bisher geglaubt haben …

Auch dieses Mal habe ich vier von insgesamt fünf Punkten vergeben. Die Handlung gefällt mir, auch die Charaktere sind wieder amüsant aufgestellt. Mir scheint sogar, dass sie in diesem Titel ein wenig mehr persönlichen Wachstum durchleben. An manchen Punkten ist mir auch hier wieder zu wenig richtiger Thriller enthalten. Manche witzigen Momente nehmen der Spannung, die sich in jenem Moment aufgebaut hätte, fast schon die Würze. Aber das ist nicht allzu schlimm, denn gefühlt überschlagen sich in diesem Titel die Ereignisse. Dieser Punkt ist schließlich auch Kritik auf hohem Niveau – von jemandem, der Nervenkitzel einfach liebt.

Sehen wir uns die Grundsituation an; es ist fast ein bisschen absurd, was hier alles gleichzeitig geschieht. Und dennoch scheint es genau deswegen schon wieder so realistisch. Alles das ist so mitreißend, weil man noch den Überblick zu behalten versucht. Das Buch darf keineswegs weggelegt werden, sonst vergisst man am Ende noch ein wichtiges Detail. Zusätzlich bilden sich während dem gesamten Verlauf mehrere Fragen, die man unbedingt klären möchte. Eine kluge Taktik also von der Autorin, wie ich finde. So ist man als Leser ruhelos und das trotz fehlendem Thrill durch den Mord selbst!

Mir gefällt besonders gut, dass weder Tathintergrund, noch Protagonisten allzu leicht zu durchschauen sind und man als Leser damit doch noch die ein oder andere Möglichkeit hat, Vermutungen über die Gründe anzustellen. Was Jonathan allerdings angeht, war es leider sehr voraussehbar, welche Hintergründe die Storyline hier für uns parat hat. 🙁

Nichts desto trotz hat es mich gut begeistert. Ich bin unentschlossen, ob mir dieser Titel oder Blutroter Frost besser gefallen hat. Natürlich haben beide ihre großen Pluspunkte.