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Blue Note Girl

244 Seiten, ISB-N: 9783956070372, Verlagswebsite
verfasst von Bernd Richard Knospe, unter dem Genre Krimi
hier kaufen – eBook 4,99 €

Dieses Buch wurde mir durch BloggdeinBuch.de zur Verfügung gestellt.

Ganz ungewohnt, dass unter all den momentanen Büchern, die ich für Rezensionen erhalte, auch ebooks dabei sind. Bevor ich damit beginne, euch zu erzählen, wie ich den Kriminalroman gefunden habe, hier zunächst die offizielle Inhaltsangabe:

Die junge Sängerin Janina Nossak, aufstrebender Stern am Jazzhimmel, verschwindet plötzlich spurlos nach ihrem hoch umjubelten Konzert in Hamburg.
15 Jahre später entdeckt der Journalist Eric Teubner einen entscheidenden Hinweis und macht es sich zur Aufgabe, ihr Verschwinden und ein mögliches Verbrechen aufzulösen. Fasziniert, fast besessen von der Sängerin und ihren düsteren Songtexten, beginnt er, den alten Fall neu aufzurollen.
Während seiner Recherchen trifft er auf zwielichtige und störrische Zeitzeugen wie den Privatdetektiv Frank Jensen, der Eric unverhofft unterstützt. Er hatte damals erfolglos nach Janina gesucht. Aber auf den zweiten Blick wird klar, dass er tiefer in die damaligen Ereignisse verstrickt war, als er zunächst zugeben möchte. Teubner realisiert, dass Janina Nossak nicht nur eine hochbegabte Sängerin war, sondern dass sie weiterhin als Projektionsfläche für die Sehnsüchte und menschlichen Abgründe ihrer Umwelt dient.
Immer tiefer taucht der Journalist in die unterschiedlichen Milieus Hamburgs ein, um die damaligen Zeugen noch einmal zu befragen und löst damit eine unvorhersehbare Kette von tragischen Ereignissen aus.
Aus mehreren Perspektiven erzählt wird der mysteriöse Fall Janina Nossak genauso neu beleuchtet, wie seine Erzählenden.

Bei solchen Geschichten ist es immer wichtig, sich ganz genau vor Augen zu halten, was genau dabei gelesen wird. Ganz streng genommen handelt es sich bei einem Kriminalroman stets um eine vereinfachte Version eines klassischen Thrillers. Nur selten wird man dabei mit dem Täter selbst konfrontiert und kann aus seiner Sicht die Geschehnisse lesen. Warum ich das so detailliert erkläre, hat den Grund, dass ich vor dem Verfassen meiner Rezension zunächst einmal schauen wollte, was meine Kollegen so darüber verfasst haben und hier habe ich gesehen, dass in zumindest einer Bewertung genau das angekreidet worden ist. Schade, denn als Kriminalroman ist das Buch ja eindeutig deklariert.

Erzählt wird hier die gesamte Handlung aus Sicht der Journalisten, was mir persönlich so richtig gut gefallen hat. Lediglich an manchen Stellen hat das Buch gehinkt und zwar immer dann, wenn ein Übergang von einem Handlungsort zum nächsten passieren soll. Entweder wirkten die Geschehnisse dann etwas zerrissen oder aber viel zu schnell vorgespult. Nichts, das dem roten Faden in der Handlung etwas abtut, aber man wird als Leser etwas zurückgelassen. Für mich hat es sich ein wenig unvollständig angefühlt, aber ich bin ja ein Freund von noch so kleinen Details, ihr kennt mich.

Ansonsten habe ich absolut nichts zu meckern, deshalb vergebe ich auch vier von fünf Punkten an das Buch. Es ist super geschrieben, nur ist der Roman in seiner Gesamtheit einfach nicht perfekt. Das liegt absolut nicht an irgendwelchen Charakteren, sondern vielmehr an dem beschriebenen Manko, das ich als Leser dabei empfunden habe.

 

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