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Auf phantastischen Pfaden – Eine Anthologie mit den Figuren Karl Mays

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere von euch. Ich hatte ja bereits durch “Im Banne des Mächtigen” die Gelegenheit, ein Buch von diesem Autor bzw. einem der hier mitwirkenden Autoren zu lesen. Obwohl es einfach in keinster Weise dem entsprochen hat, was ich für normal lese, hat mich auch dieses Buch wieder neugierig gemacht. Im Gegensatz zum letzten Mal handelt es sich hier nicht um eine mehrteilige Sage, sondern um eine Anthologie über die Figuren von Karl May. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine Sammlung mehrerer Kurzgeschichten, welche die Personen aus dieser kleinen Sammlung des magischen Orients erleben. Dabei haben sich verschiedene Autoren zusammengeschlossen, unter anderem auch Alexander Röder, der sich bereits bei den vier bisherigen Bänden austoben konnte.

Während sich manche Geschichten nur über wenige Seiten hinwegstrecken, handelt es sich bei anderen Kurzgeschichten wiederum um mehrere Kapitel. Sieht man nicht explizit nach, ist nicht wirklich ein Unterschied zwischen den einzelnen Schreibstilen zu erkennen. Jeder einzelne der kurzen Ausflüge in den Orient liest sich flüssig und macht Lust auf die nächstfolgenden. Der Schreibstil an sich passt sehr gut zu denen aus der bisherigen Welt, die man bereits von Karl May kennt. Dabei wechselt auch die Sichtweise nicht und stets wird aus der Ich-Perspektive von Kara Ben Nemsi erzählt, den wir bereits in vorergehenden Büchern kennenlernen konnten.

Insgesamt sind es 23 Kurzgeschichten, von denen man bei 254 Seiten kurz einmal das Gefühl haben könnte, dass sie möglichst kurz zusammengequetscht werden. Auf vier Seiten lang gibt es kurze Infos über die einzelnen Autoren, was dem Projekt einem persönlichen Touch gibt.

Zum Teil gehen einzelne Geschichten so stark in die Welt von Winnetou und Co, dass diese kleine Sammlung besonders für Fans ein Geschenk darstellt. Mir persönlich ist es dieses Mal fast schon ein bisschen zu viel orientalische Umgebung geworden. Sprich, in die Welt einzutauchen und sich umzusehen ist immer wieder schön, aber ich selbst möchte mich in naher Zukunft wohl nicht mehr damit umgeben. Insgesamt verhält es sich leider so, dass bei den 23 Kurzgeschichten die Details ein wenig kurz kommen und bei denen man angehalten ist, selbst die eigene Phantasie spielen zu lassen. An gewissen Ecken und Kanten sorgt das für Probleme. Besonders dann, wenn man sich selbst mit dem Metier nicht allzu sehr identifizieren kann.

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